2. Teil Oma Wolle
Aber Oma lachte noch immer und sagte laut„ein fertiges Mädchen.“
Angela war nun in der Schule. Ihre Oma hatte extra ein wunderschönes Kleidchen gestrickt. Es war aus blauer Baumwolle und kratzte nicht. Dann das verabscheute Angela.
Moritz ein ruhiger Bub saß neben ihr. „Magst du einen Apfel“ fragte er sie, und so tauschten sie ihr Frühstück. Am Schulende wurden alle Kinder abgeholt. Viele hatten einen weiten Weg. Moritz Vater war auch da.
„Und wer holt dich ab“, fragte er. Leise antwortete Angela „meine Oma.“ Moritz bohrte weiter, „kommt dein Vater nicht, ich hab ihn noch nicht gesehen.“ Angelas Miene verschloss sich, doch dann brach es aus ihr heraus. „Mein Papa baut eine Brücke über das Meer.“ –
„Mann das is ja ein Ding, mein Papa ist nur Gärtner.“
Wie gerne hätte Angela den Vater gehabt und nicht ein zusammen gesponnenes Märchen erzählt. Schnell sprach es sich in der Klasse herum, die Angie ist etwas Besonderes ihr Vater ist weit weg. Und so wurde sie jedes Mal gefragt, und sie log weiter und verstrickte sich so darin, dass sie es selber glaubte.
Ihre Oma, sah es mit großer Sorge. Angela schnitt Bilder aus von Männern. Die Lehrerin wusste, dass sie Vollwaise war, aber mit den Märchen von ihrer Familie war sie überfordert. Als die Sache zu sehr ausuferte nahm Oma ihr Engelchen beiseite. „Kind, du weißt doch dass deine Eltern gestorben sind.“ Da weinte Angela laut auf, aber ich will doch auch einen Vater und eine Mama, alle haben welche nur ich nicht.“ –
„Du darfst aber nicht lügen, deine Eltern sehen das und sind dann sehr traurig, willst du das?“
Die alte Frau wusste keinen Rat mehr, sollte sie die Fürsorge anrufen? Vielleicht finden die einen Weg. Soll sie eine Pflegefamilie für sie finden? Vielleicht mit anderen Kinder. Doch dann verwarf sie den Plan wieder.Nein, da wäre Angela eifersüchtig auf die neuen Geschwister.
Aber eine Familie ohne Kinder, vielleicht ging das? Dann bekäme sie einen Vater und eine Mutter und sie würde sie auch immer besuchen. Auch wenn es noch so schmerzhaft für sie war.Das Kind brauch junge Eltern. Sie musste den Weg gehen.
Nun inserierte sie in der Zeitung,
„Ich will einen Vati und eine Mutti bin sechs Jahre alt.“
Vorerst sagte sie noch nix zu ihr. Sie wollte erst mal abwarten. Nein, nicht jedem vertraute sie ihren Augapfel an. Es muss schon alles passen. Du lieber Gott, wer sich da meldete. Eine Flut von Briefen auch teils mit Bildern der Personen. Die meisten wanderten in den Müll. Ein Ehepaar scheinbar in guten Verhältnisse kam eventuell in Frage. Mit diesen Leuten traf sich sich.
Der erste Eindruck, die Frau ein zierliches Persönchen mit langen rot lackierten Fingernägel und hohen Stöckelabsätzen, sie griff ständig in ihr Haar. Er behäbig mit einem Bierbauch und ein gutmütiges Gesicht. 'Was wollte die eigentlich' ,
„meine Frau kann keine Kinder bekommen und so dachten wir ein fertiges Mädchen, schon selbstständig wäre doch die Lösung.“ Oma Wolle musste schlucken. Brüsk drehte sie sich um, „sie hören von mir.“
Draußen öffnete sie den oberen Knopf ihrer Bluse und atmete tief durch. ‚Ein fertiges Mädchen’ ging ihr durch den Kopf und dann musste sie laut lachen ein ‚fertiges Mädchen wollten sie.’ Die Passanten blieben stehen und fragten, ob sie helfen könnten. Aber Oma lachte noch immer und sagte laut
„ein fertiges Mädchen.“
Moritz ein ruhiger Bub saß neben ihr. „Magst du einen Apfel“ fragte er sie, und so tauschten sie ihr Frühstück. Am Schulende wurden alle Kinder abgeholt. Viele hatten einen weiten Weg. Moritz Vater war auch da.
„Und wer holt dich ab“, fragte er. Leise antwortete Angela „meine Oma.“ Moritz bohrte weiter, „kommt dein Vater nicht, ich hab ihn noch nicht gesehen.“ Angelas Miene verschloss sich, doch dann brach es aus ihr heraus. „Mein Papa baut eine Brücke über das Meer.“ –
„Mann das is ja ein Ding, mein Papa ist nur Gärtner.“
Wie gerne hätte Angela den Vater gehabt und nicht ein zusammen gesponnenes Märchen erzählt. Schnell sprach es sich in der Klasse herum, die Angie ist etwas Besonderes ihr Vater ist weit weg. Und so wurde sie jedes Mal gefragt, und sie log weiter und verstrickte sich so darin, dass sie es selber glaubte.
Ihre Oma, sah es mit großer Sorge. Angela schnitt Bilder aus von Männern. Die Lehrerin wusste, dass sie Vollwaise war, aber mit den Märchen von ihrer Familie war sie überfordert. Als die Sache zu sehr ausuferte nahm Oma ihr Engelchen beiseite. „Kind, du weißt doch dass deine Eltern gestorben sind.“ Da weinte Angela laut auf, aber ich will doch auch einen Vater und eine Mama, alle haben welche nur ich nicht.“ –
„Du darfst aber nicht lügen, deine Eltern sehen das und sind dann sehr traurig, willst du das?“
Die alte Frau wusste keinen Rat mehr, sollte sie die Fürsorge anrufen? Vielleicht finden die einen Weg. Soll sie eine Pflegefamilie für sie finden? Vielleicht mit anderen Kinder. Doch dann verwarf sie den Plan wieder.Nein, da wäre Angela eifersüchtig auf die neuen Geschwister.
Aber eine Familie ohne Kinder, vielleicht ging das? Dann bekäme sie einen Vater und eine Mutter und sie würde sie auch immer besuchen. Auch wenn es noch so schmerzhaft für sie war.Das Kind brauch junge Eltern. Sie musste den Weg gehen.
Nun inserierte sie in der Zeitung,
„Ich will einen Vati und eine Mutti bin sechs Jahre alt.“
Vorerst sagte sie noch nix zu ihr. Sie wollte erst mal abwarten. Nein, nicht jedem vertraute sie ihren Augapfel an. Es muss schon alles passen. Du lieber Gott, wer sich da meldete. Eine Flut von Briefen auch teils mit Bildern der Personen. Die meisten wanderten in den Müll. Ein Ehepaar scheinbar in guten Verhältnisse kam eventuell in Frage. Mit diesen Leuten traf sich sich.
Der erste Eindruck, die Frau ein zierliches Persönchen mit langen rot lackierten Fingernägel und hohen Stöckelabsätzen, sie griff ständig in ihr Haar. Er behäbig mit einem Bierbauch und ein gutmütiges Gesicht. 'Was wollte die eigentlich' ,
„meine Frau kann keine Kinder bekommen und so dachten wir ein fertiges Mädchen, schon selbstständig wäre doch die Lösung.“ Oma Wolle musste schlucken. Brüsk drehte sie sich um, „sie hören von mir.“
Draußen öffnete sie den oberen Knopf ihrer Bluse und atmete tief durch. ‚Ein fertiges Mädchen’ ging ihr durch den Kopf und dann musste sie laut lachen ein ‚fertiges Mädchen wollten sie.’ Die Passanten blieben stehen und fragten, ob sie helfen könnten. Aber Oma lachte noch immer und sagte laut
„ein fertiges Mädchen.“
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