Nur eine einzige Antwort auf ein brisantes Thema.

Das zeugt nicht von großem Interesse und auch nicht gerade von dem:

„ Jetzt wächst zusammen, was zusammen gehört.“ 

Ich habe die DDR vor und nach der Wende erlebt. Habe alle Länder vor und nach der Wende besucht.

Viele Jahre haben wir unseren Urlaub im Grenzgebiet zugebracht. Wir waren bei der Grenzöffnung dabei und haben die Euphorie von beiden Seiten erlebt.

Für mich unvergessene Eindrücke. 

Als der Strom der ersten ostdeutschen Besucher über die Grenze flutete. standen abseits die Soldaten des ostdeutschen Grenzschutzes.  Fast ratlos.

Mein Mann ging zu ihnen, um mit ihnen zu sprechen. Da rief mir einer der Besucher zu: “ Ich könnte das nicht, gestern hätten sie noch auf uns geschossen.“  Und er sagte auch die Worte: “ Erst haben sie uns kaputt gemacht und nun machen wir euch kaputt.“  Ich wusste, wie er es meinte und sagte ihm: “ So schlimm wird es nicht werden.“ 

 Das es keine leichte Sache sein würde, war mir klar. Dazu ging alles zu schnell. Vieles hätte erhalten werden können.

Doch allzu große Nostalgie ist ist sicher nicht angebracht.

Wenn ich an die Wachttürme und Todesstreifen denke, an die Soldaten mit scharfen Hunden, an die bei Nacht und Nebel eingeebneten Dörfer, die zu nahe an Westdeutschland grenzten.

An die zwei Sprachen, die gesprochen wurden. Die eine für engste Vertraute, die andere offiziell, sobald sich eine Person näherte, die dieses Vertrauen nicht genoß.  

Die Freiheit ist ein kostbares Gut. Nicht leicht zu haben, wenn eine totale Idee das Volk bevormundet und unterdrückt. 

Hoffen wir, dass weder die alten Systeme noch Auswüchse des Kapitalismus diese Freiheit zunichte machen.

Saskia777