Du sagst, du liebst ihn sehr, mir sagst du das nicht mehr seit jener langen Nacht als du mir beigebracht was ich hab falsch gemacht. Du kannst mir nicht verzeihn und lässt mich nun allein mit meiner Zuversicht dass deine Liebe nicht erlischt wie Kerzenlicht. Es stimmt, ich war nicht fair. Bei mir lief gar nichts mehr. Hast dich zu mir gelegt, das hat mich nicht erregt. Ich hab mich kaum bewegt. Ich hielt mich für so schlau: Ich griff nach einer Frau die attraktiv und neu und nicht gerade scheu war. Und nicht treu. Ich habe es getan, getrieben von dem Wahn, das sexuelle Glück es käme wohl ein Stück auch für uns zwei zurück. Du hast mich nicht gefragt. Ich habe dir gesagt: „Ich wills dir überlassen zu verzeihen, mich zu hassen.“ Du konntest es nicht fassen. Du sagst, dass du ihn liebst, mir keine Chance mehr gibst. Du warst nicht lang gelähmt, hast dich wohl kaum gegrämt, obwohl ich mich geschämt. Ich wünsche dir das Leben aus Nehmen und aus Geben nach dem du stets gestrebt. Ein Glück, das in dir lebt, aus zartem Netz gewebt... © Jürgen Berndt-Lüders