Es war einmal ...
eine verträumte kleine Stadt, in der allerdings ein König wohnte. Der König war zwar alt, aber keineswegs verträumt ... er hatte immerhin ein paar reizende junge Gespielinnen.
In der Stadt wohnte auch ein Müller, der hatte eine wunderschöne Tochter. Ja, das gibt es auch bei Müller´s. 90-60-90, der Müller hatte das selbst nachgemessen. Deswegen war der Müller auch sehr stolz auf sein Kind und wollte, dass aus ihr etwas ganz besonderes würde. Also nahm er ein Foto von ihr und ging damit zum König.
"Herr König, wollt ihr nicht meine Tochter heiraten?"
Eigentlich wollte der König überhaupt nicht heiraten, er hatte ja seine Gespielinnen. Aber als der Müller ihm das Foto zeigte, bekam er doch grosse Augen. Was noch gross wurde sag ich euch nicht!
"90-60-90!" sagte der König mit Kennerblick "was kann sie sonst noch?"
"Sie kann kochen, backen und stricken!" sagte der Müller stolz. "Ach .." der König winkte ab "das können sie doch alle!"
Da der König noch nie von Emanzipation gehört hatte, das Städtchen war schliesslich ein verträumtes Städtchen, wusste er noch nicht, dass die moderne Frau zwar den PC bedienen, alleine ausgehn und Auto fahren kann (JAAA, sie kann!) aber nicht mehr kochen, backen und stricken.
Um nur ja nicht abgewiesen zu werden, sagte der Müller schnell: "Sie kann aus Steinen Geld machen!"
Der König war ein reicher König, aber wie alle Reichen wollte er immer n o c h reicher werden und so liess er die Müllerstochter zum Schloss bringen.
"Hier ist ein Sack Kieselsteine, wenn du bis morgen Euro draus machst heirate ich dich!" sagte er, als er sie in ein Zimmer sperrte. Zwar hätte er sich 90-60-90 vorher doch gern angeschaut, aber das Geld ......... es lockte.
Da sass sie nun, die schöne Maid und heulte und an diesem Tag wäre sie so gern nur 60-90-90 gewesen.
Hinter dem Schloss war ein Wald, da wohnte Rumpelstilzchen. Eigentlich hiess er ja Rudi aus Sizilien, aber da seine Leute ... Rudi war natürlich bei der Mafia, da er aus Sizilien kam und deshalb hatte er *seine Leute ...
also, da seine Leute kein Italienisch konnten (Rudi hatte sie von Robin Hood übernommen, als dieser aufhörte Räuber zu sein) deshalb sagten sie einfach Rumpelstilzchen zu Rudi. War ihm egal, Hauptsache sie konnten schiessen.
Also besagter Rudi kam an diesem Abend zufällig am Schloss vorbei . Unter dem Arm hatte er einen grossen Beutel mit Euros, gefälschte natürlich, die er in der Bar ... sowas hatte das verträumte Städtchen nämlich auch, in echtes Geld tauschen wollte. Wie er also so dahinschlendert hört er die Müllerstochter heulen.
Mein Gott, flennende Weiber, denkt er aber die Neugier treibt ihn ans Fenster. *Wow* 90-60-90 ... sowas hatte er schon lange nicht gesehn!!
"Was heulst du denn so?" fragt er mitleidig.
"Ich soll aus den Steinen hier Euros machen, aber DAS kann ich nun doch nicht!"
In Rudi´s Kopf drehn sich tausend Rädchen : Falschgeld loswerden, geile Frau retten ... was ist zu tun? Da hat er diiieee Idee ...
"Ich könnte dir helfen, aber du musst mich küssen dafür!" sagt er. Ist zwar ein teurer Kuss, aber was solls ... 90-60-90 küsst auch Rudi nicht alle Tage. Gesagt - getan ... die beiden tauschen Küsse, dann die Säcke und Rudi wankt mit weichen Knien davon.
Am nächsten Morgen ist der König hin und weg: tatsächlich, ein Sack mit Euros liegt da. Die Gier raubt ihm fast den Verstand (sagte ich: fast?) und er will mehr !!
"Heute Nacht bringe ich dir zwei Säcke, dann bist du erlöst." sagt er zu dem Mädchen.
Nun ist unsere Müllerstochter zum Glück nicht blond und so überlegt sie blitzschnell, was zu tun ist.
"Mein lieber König, was willst du mit den paar Münzen? Bring mir doch zwei Säcke voller Laub, dann kann ich dir Papiergeld daraus machen!"
Sie weiss zwar noch nicht wie, aber kommt Zeit ... wer weiss, vielleicht kommt dann auch ...
Sie kann gar nicht so weit denken, denn der König ist sofort begeistert und lässt das Laub bringen.
Als es dunkel wird packt Rudi die Neugier, ob die *geile Braut wohl noch da ist. Und richtig, sie erwartet ihn schon und bittet wieder um seine Hilfe.
"Also wenn ich dir nun Scheine bringen soll ist ein Kuss aber sehr wenig." sagt er , "da musst du schon mit mir schl ...." Das Wort bleibt ihm im Hals stecken. Das geeeeeeht ja gar nicht .. die Fenster sind vergittert. Man kann zwar einen Sack hindurchschieben, aber keinen mit Rudi dran!
"Na guuuut, wenn ich dir das Geld bringen soll musst du mir einen bl.... "
"Niemals !!!!" schreit die Müllerstochter ihm ins Wort "sowas tu ich nicht!"
"Du könntest natürlich noch .. ähmm, ach ja .. meinen Namen raten. Wenn du den weisst, bis ich mit dem Geld zurück bin, lasse ich dich."
*Was bin ich doof, denkt Rudi, sowas lässt man(n) sich doch nicht entgehen, aber den Namen rät sie NIE!
Eine halbe Stunde später ist er mit dem Geld zurück und wechselt die Säcke mit dem Geld gegen die Säcke mit dem Laub aus. "Nun, weisst du, wie ich heisse?"
Die Müllerstochter druckst und windert sich, aber den Namen rät sie nicht. Aufseufzend ergibt sie sich in ihr Schiksal und rückt näher ans Fenster, als Rudi sein edelstes Teil sehen lässt.
Aber wie ich vorhin schon erwähnte ... *blond ist sie ja nicht und so greift sie beherzt zu und packt Rudi an seinem ... na, ihr wisst schon.
"So, hab ich dich an deinem Stielchen!" sagt sie. Rudi jault auf und hört vor Schmerz kaum was sie gesagt hat. "Hol dich doch der Teufel !!" ruft er, da er meint, seinen Namen gehört zu haben, reisst sich los und verschwindet auf nimmerwiedersehn.
Die Müllerstochter aber klemmt sich die Geldsäcke unter den Arm und als der König am nächsten Morgen die Tür aufmacht huscht sie an ihm vorbei, stoppt das nächste Auto, das vorbei kommt und fährt mit in die Ferne.
Und wenn sie nicht gestorben ist ....
tja, ob sie wohl dem Autofahrer .. so für´s Mitnehmen ...
aber das werden wir nie erfahren!
*
by M.K.
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Und das ist alles selbst erfunden, ich schwör´s und kein bisschen gelogen. :-)