In meinem nächsten Leben wäre ich gern ein robuster, gefühlloser, aber intelligenter Realist.
Während Empathen sogar die Steinfigur im Winter leid tut (siehe Bild), hat der Homo robustus keinerlei Probleme mit dem Thema „wie-wirkt-sich-das-was-ich-tue-auf-andere-aus“ oder mit der Frage „warum-hinterfragen-sich-manche-Leute-niemals-selber?“
Manchem Homo Robustus ist es egal, was andere tun. Er nutzt seine Fähigkeiten, um sich seinem Tagesziel näher zu bringen. Und das auf eine Art, die er vorher anderen vorgeworfen hat.
- Ganz nach Adenauer, der mal gesagt haben soll, „was interessiert mich mein Geschwätz von gestern?“
Mal ehrlich, wenn ich noch einmal als Homo robustus auf die Welt käme, würde ich nicht in Internet-Foren schreiben, sondern ich besäße welche. Weil ich von Kind an darauf geachtet hätte, dass mir alles, was ich anfasse, Geld und Macht bringt.
- Natürlich gehört zumindest mittelfristiges Denken und nicht nur der ignorante Tagesimpuls dazu.
Am besten wäre es natürlich, wenn ich über mein eigenes Einfühlungsvermögen in Andere lachen und die Erkenntnisse daraus zum eigenen Vorteil nutzen könnte. Dann wäre ich vielleicht ein erfolgreicher Werbepsychologe und würde gewinnträchtige Spots schreiben, oder ich wäre der Anführer einer revolutionären Gruppe, der später dann selber Diktator wird.
Selbst im Alter hätte das Vorteile. Ich würde wohlhabenden Frauen mein unter Tränen gestammeltes „Ich liebe dich“ verkaufen und finanziell einen guten Schnitt machen.
Ich hoffe, ihr seid zumindest empathisch genug, euch in die Situation eines armen Empathen hinein versetzen zu können.
