Da meine bisherigen Artikel in der Regel sozialkritischer
Natur sind und sich mehr mit der dunklen Seite des Lebens und der
Seele befassen möchte ich nun auch einmal von etwas Erfreulichem berichten, und zwar wie in der Einleitung kurz
geschildert eine viertägige Städtereise nach Barcelona. Von
den Temperaturen her war es im November für einen Norddeutschen noch recht warm, nämlich bis zu 17 Grad am Tage,
nicht zu warm und auch nicht zu kalt um den ganzen Tag durch
die Stadt zu fahren oder gehen. Unsere Wohnung und auch den
Flug dorthin hatten wir über das Internet gebucht, alles hat
recht gut geklappt. Am Flughafen angekommen sollten wir eine
uns mitgeteilte Telefonnummer anrufen, was wir auch taten. Der
Mann am anderen Ende fragte uns, wie lange wir brauchen würden, um bei der Wohnung zu sein. Da wir mit dem Bus fahren
wollten (ein Taxi ist relativ teuer) sagten wir etwa eine
Stunde, die Wohnung lag direkt im Zentrum. Dort angekommen
erwartete uns der besagte Mensch schon um uns die Schlüssel zu
überreichen und ein paar Instruktionen mitzuteilen. Nachdem wir also in dieser großen Stadt schon mal ein Dach über dem
Kopf hatten waren wir erleichtert. Wir beschlossen, erst mal
die nähere Umgebung zu erkunden, hier gab es schon eine Menge an Architektur zu bestaunen. Wenn man schon einmal in
Barcelona ist und von Architektur spricht kommt man
nicht umhin, die Werke eines bestimmten Architekten zu
bestaunen - Antoni Gaudi (1852 - 1926), der in Barcelona
studierte und die Natur als Vorbild für seine künstlerischen
Werke nahm. So ist z. B. die Sagrada familia (Kirche der Armen), die bis zum heutigen Tag noch nicht fertiggestellt ist, unbedingt zu nennen. Ich glaube, dass die meisten Menschen so eine Kirche noch nie in ihrem Leben gesehen haben, so eindrucksvoll ist die Bauweise. Sie ist auf dem
beigefügten Bild zu sehen, weitere Bilder werde ich in
einem Fotoalbum zeigen. Als weitere sehenswerte Werke sind zu nennen Park Güell, Finca Güell, Casa Vicens, Palau Güell,
Villa Bellesguard. Leider kam Antoni Gaudi auf tragische
Weise in Barcelona ums Leben da er von einer Straßenbahn
erfaßt und schwerverletzt aufgrund seines verwahrlosten
Äußeres in ein Armenkrankenhaus eingeliefert wurde, in dem
er nach drei Tagen seinen Verletzungen erlag.
Zu empfehlen ist auch ein Spaziergang über die Rambla, einer
Art Flaniermeile im Zentrum, mit ihren Straßenkünstlern und
den vielen Besuchern, nicht zu vergessen die nahegelege
Altstdt mit den vielen verwinkelten Gassen und kleinen Häusern.
Bei seiner Entlassung aus der Universität von Barcelona soll
der Direktor über Gaudi gesagt haben:
"Entweder wir verleihen einem Genie oder einem Irren den Titel - die Zeit wird es zeigen". Die Zeit hat es gezeigt.
Barcelona - Bericht einer Kurzreise
Im November 2007 unternahmen wir eine Städtereise über ein verlängertes Wochenende nach Barcelona - sehr empfehlenswert!
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