Es war Mitte August. Da ich wusste, dass ich bald Onkel sein würde, sein würde, nahm ich mir vor, meine kleine Nichte mit einem kleinen Geschenk zu begrüßen. Dazu machte ich mich auf dem Weg, zu Karstadt, gleich um die Ecke. In der Spielzeugabteilung schaute ich mich unschlüssig um.
Die Riesenauswahl an Spielzeug überforderte mich, aber da ich die kleine Sophie mit einem Geschenk überraschen wollte, musste ich eine Auswahl treffen. Da bemerkte ich, dass nicht allein in der Abteilung war. Eine gutaussehende Frau, so um Mitte dreißig schätzte ich sie, stand etwas entfernt von mir und suchte auch nach einem Spielzeug, wahrscheinlich, so nahm ich an. Ich dachte so bei mir, dass sie die richtige Person wäre, um mir bei meinem Problem zu helfen. Mütter wissen immer bescheid.
Also fasste ich mir ein Herz und sprach die die junge Frau an: „Entschuldigung, könnten Sie vielleicht helfen? Ich such für da Baby meines Bruders ein Geschenk. Leider habe ich von solchen Dingen keine Ahnung und möchte auch auf Nummer sicher gehen.“
Nachdem sie mich eindringlich gemustert hatte, lächelte sie mir zu. Ein wenig verlegen lächelte ich zurück, denn Freundlichkeit kommt irgendwie immer an. „ Was soll es denn sein…. Was suchen sie denn?“ fragte sie mich und ich zuckte nur mit den Schultern. Als sie die Regale von unten nach oben inspiziert hatte, meinte sie: „ In den meisten Fällen kommt ein Kuscheltier gut an. Aber sie sagten, dass Baby ist erst geboren, … Nein…, da geht ein Kuscheltier nicht so recht, einen Moment.“
Sie lief zu einer Stelle des riesigen Regals und ich war gespannt, was sie aus dem Überangebot an Spielsachen, für mich heraussuchen würde. „ Junge oder Mädchen?“ rief die junge Frau mir zu. Ich erwiderte Mädchen. Sie suchte nach irgendetwas in den Regalen. Ich beobachte sie dabei und mir fiel auf, wie hübsch sie war. Lange schwarze Haare und ein freundliches Gesicht. Sie schien meinen Blick zu bemerken und wurde leicht verlegen. Schnell gab sie mir das schöne Lämmchen, welches Naturweiß aussah und in meiner Hand ganz weich war, und einen Beißring mit integrierter Rassel.
Als ich die Sachen sah, war ich begeistert und beschloss beides zu nehmen. Ich bedankte mich bei ihr und verabschiedete mich mit einem Lächeln. Sie schien zu meinem Bedauern sichtlich erleichtert. Doch als ich mich an der Kasse noch mal zu ihr umdrehte und sich unsere Blicke erneut trafen, schenkte sie mir wieder ihr wunderschönes Lächeln, welches ich dankbar erwiderte. All ihre Verlegenheit, war verflogen und ich fragte mich, ob ich sie wohl jemals wieder sehen würde. Ich bezahlte und ging und sah sie noch einmal auf der Rolltreppe, die zum unteren Geschoss führte. Sie wartete am Ende der Rolltreppe und als ich an ihr vorbei ging, lächelte sie kurz und schob mir einen Zettel zu. Ich verließ das Kaufhaus.

Zu Hause angekommen, las ich den Zettel. Darauf stand eine Homepageadresse. Und einige Zeilen darunter las ich dann: „Montag, Donnerstag und Sonntag ab 20:00 Uhr, viel Spaß bei meiner Sendung Maria“ `Ach`, dachte ich sie macht Radio im Internet. Im gleichen Augendblick fiel mir der Film „ Schlaflos in Seattle“ ein, warum auch immer.

Heute war Freitag, ich war mit meinen Jungs zum Kegelstammtisch verabredet. Da es schon spät war, musste ich mich beeilen. Wir waren eine Runde von acht Männern und viele von uns genossen es, mal nur unter sich zu sein. Es wurde viel gelacht und getrunken. Wir aßen zusammen und erzählten uns so manches, was für zarte Frauenohren nicht wirklich angenehm geklungen hätte. Aber nicht, dass Missverständnisse aufkamen! Alle waren, wenn nicht Single, doch brave treue und verantwortungsbewusste Ehemänner, Väter und Partner. Ja so was soll es ja heute noch geben. Natürlich erzählte ich auch von meinem Kaufhausflirt, worauf ein wohlmeinendes Raunen durch den Raum ging und alle anfingen zu Pfeifen und Beifall zu klatschen.
Alle wünschten mir natürlich, dass ich endlich mal wieder was Festes finden würde. Seit drei Jahren war ich nun Solo.
Es hatte einige Zeit gedauert, bis ich die Trennung verschmerzt hatte, durch die mich einige hier, mit denen ich auch näher befreundet war, mit Trost und Rat begleitet hatten. Doch jetzt merkte ich, war ich wieder offen und bereit, mich neu einzulassen!

Es war zwanzig Uhr und ich saß gespannt vor meinem Computerbildschirm und schrieb die lange Adresse in die Adresszeile des Browsers hinein, die auf dem kleinen Zettel stand. Es baute sich eine neue Seite auf und ich las dann folgendes: „Bikertreff“, genau das Richtige für mich. Ich musste noch schnell eine kleine Software installieren, um den Radiostream zu empfangen. Dann loggte ich mich ein und ich hörte ihre Stimme, die ich ja aus der Unterredung mit ihr im Kaufhaus kannte. Sie spielte viele spanische Popsongs, aber auch Schlager der siebziger Jahre.
Ganz unten auf der Seite war ein Chat mit integriert, worüber man sich mit den Usern und der Moderatorin unterhalten konnte. Ich begrüßte alle User und natürlich Maria, die Moderatorin. „Hallo Frank“, begrüßte mich Maria und schrieb mir im Chat, „ Bist du nicht derjenige, den ich heute im Kaufhaus beraten habe?“ Ich schrieb in die Zeile ein „ Ja“ und sie meinte: „ Schön, dich bei mir zu haben. Vielleicht hast du ja ein Musikwunsch, den ich dir gerne erfüllen würde.“ Ich schrieb zurück:“ Ja, wie wär’s mit Boyzone und Words“ „Ahh ein Romantiker“ schallte es aus meinen Boxen und ich musste grinsen, aber zum Glück sah das keiner.

Nachdem wir drei Tage gechattet hatten, fragte sie mich doch tatsächlich und das für alle hörbar, ob ich nicht Lust hätte, mit ihr ein Kaffee trinken zu gehen. Ich war so überrascht, dass ich an meinem Schluck Bier, den ich gerade herunterschlucken wollte, verschluckte und ein paar Minuten brauchte um mich wieder zu erholen.
Natürlich wollte ich! Ich freute mich wie ein Schneekönig. Wir verabredeten uns für den nächsten Nachmittag auf dem Platz vorm Stadtpark. Dort gab es einige Kaffees und Eisdielen und wir konnten in den Park spazieren gehen. Unsere Spontaneität waren keine grenzen gesetzt. Sie hatte am Abend frei. Mein Herz machte Luftsprünge vor Freude! Diese wunderschöne Frau wollte tatsächlich mit mir ausgehen? Wow!

Ich konnte es immer noch nicht fassen, nach drei Jahren habe ich wieder ein Mal ein Date. Meine Augen kannten nur eine Richtung, so wunderschön war sie. Ich liebte lange Haare bei Frauen. Wir tranken zusammen Kaffee in einer der vielen Kaffees in der Nähe des Parks und unterhielten uns über alles Mögliche. Sie erzählte mir, dass einen Jungen von zehn Jahren hätte und das sie seit Jahren alleinziehend sei. Sie sehnte sich mal wieder nach Liebe und Zärtlichkeit. Ich konnte mit ihr über alles reden. Nachdem wir genüsslich unseren Kaffeeplausch beendet hatten, bezahlte ich schnell die Rechnung und wir gingen zusammen durch den Park spazieren.
Es war noch angenehm warm draußen und der Park hatte einen kleinen Teich, der sehr romantisch angelegt war, mit all den Skulpturen ringsherum. Wir setzten uns auf eine Bank und sahen den Schwänen und Enten zu, die auf den Wasser des Teiches schwammen.
Wir spürten beide dieses Knistern zwischen uns und wollten es beide noch nicht, es störte und war zu früh…Wir versuchten dieses Gefühl zu überspielen und es gelang uns einem ungezwungener fröhlichen Umgang miteinander. Sie hatte viel Humor und es gelang mir immer wieder sie zum lachen zu bringen. Ich liebte ihr Lachen.

 

Als es allmählich dunkel wurde, und die Abendkühle herauf stieg, beschlossen wir in ein kleines französisches Restaurant zu gehen und etwas zu essen. Wir bestellten beide ein spanischen Wein, sie einen roten und ich einen weißen und ließen die Gläser klingen. Sie rief ein fröhliches „en la vida“ mir entgegen und ich erwiderte es, was „auf das Leben“ bedeutete, wie sie mir darauf erklärte. „Wir feiern heute das Leben“ sagte sie, denn, uns war nach Feiern und Fröhlichkeit zu mute. Als wir gegessen hatten, wechselten wir in eine kleine Bar, wo sie heute Tango spielten. Sie nahm mich an die Hand und zog mich hinter sich her, auf die Tanzfläche. Gott sei Dank konnte ich Tango tanzen!


Ich hatte mich vor zwei Jahren, nach guten langen zureden meiner Freunde zu einem Singletanzkurs überreden lassen und dort meine Vorliebe für den Tango entdeckt. Irgendwie liebte ich diesen sehr leidenschaftlichen Tanz, der etwas von tanzenden Schwänen hatte. Ich selbst hatte Tanzkünste darin vertieft, sodass ich jetzt mit ausgezeichneten Führungsqualitäten glänzen konnte.

Sie genoss es sichtlich und war eine ebenso ausgezeichnete, wie ausdruckstarke Tänzerin. Beide spielten wir mit der Musik und dem Wechsel von sinnlicher Nähe und stolzer Distanz, durch die uns der Tanz führte. Wir waren auf der Tanzfläche ein perfekt harmonierendes Paar und ich wünschte mir, dass es in allen Bereichen, die für eine Beziehung wichtig waren, währt. Ich hatte mir schon so lange nicht mehr so sehr gewünscht! Mein Herz galoppierte auf und davon, doch ich hielt die Zügel noch fest in den Händen. Ich wollte warten und in ihr lesen. Wie es ihr mit mir ging. Ich wollte es reifen lassen, denn was zwischen uns sich entwickelte, Raum geben sich entfalten.
Ich schaute kurz auf meine Uhr, es war spät geworden. Maria und ich verließen die kleine Bar und ich brachte sie nach Hause. Schnell besorgte ich ein Taxi denn um diese nächtliche Stunde, fuhr weder Bus noch Straßenbahn. Das Taxi kam schnell und wir stiegen ein. Maria sagte zum Taxifahrer: „ Goethestrasse 14, bitte.“, worauf sich das Taxi in Bewegung setzte. Ich schaute sie immer wieder an und roch ihr dezentes Parfüm. Nach zehn Minuten waren wir am Ziel angelangt. Der Fahrer des Taxis sagte mit einem Blick zu uns: „ 12,50 Euro bitte“. Ich zückte aus meiner Hosentasche ein Geldschein, aber Maria meinte zu mir: „ jetzt zahl ich“ und ich ließ es geschehen.
Dem Fahrer des Taxis fragte ich kurz: „ können sie ein Augenblick warten?“ Und er nickte mir zu. An der Haustür ihrer Wohnung angekommen, meinte sie: „Es war en schöner Abend mit dir“, ich konnte ihr nur zustimmen. Sie wollte gerade die Treppe hochgehen, rief ich Maria zu: „Wann werden wir uns wieder sehen?“
Sie drehte sich um und sagte mit einen lächeln: „ Wir schreiben uns“, und weg war sie. Stimmt, warum hatte ich gefragt, ging es mir durch den Kopf. Wir waren ja in Kontakt, wir schrieben uns. Ich ärgerte mich über meine unsensible und auch aufdringliche Art. Ich hatte mir ja fest vorgenommen es langsam anzugehen zu lassen gleich so zu drängeln, da könnte man gleich aufdringlich wirken und genau das Gegenteil zu erreichen, von dem was man wollte.
Jeder braucht mal erst mal Zeit, um den Abend Review passieren zu lassen, auf sich einwirken zu lassen und auch alle Eindrücke zu verarbeiten. Ich fuhr nach Hause, zwei Tage später bekam ich eine Email von ihr, sie fragte mich: „Hast du am nächsten Samstag Lust, mit mir zu einer mittelalterlichen Tanzveranstaltung zu gehen?“ Weiter schrieb sie: „ Es gibt eine Einführung in der Zeit entsprechenden Tänze mit anschließendem Konzert, dort könnte wie beide  das Erlernte dann gleich umsetzen in die Praxis!“. Ich hatte keinerlei Erfahrung mit diesen Tänzen, liebte jedoch diese Musik und stimmte in dem Antwortschreiben, was ich gleich verfasste, zu. Ich freute mich, solch ein besonderes Event mit ihr gemeinsam zu besuchen.Heute war Mittwoch  und ich hatte also noch einige Arbeitstage vor mir, die sich in die Länge zogen. Ich überlegte mir, was ich anziehen sollte, aber mir fiel darauf im Moment keine Antwort ein. Also stütze ich mich erst mal in die Arbeit.

(sie zur selben zeit)
Sie brauchte erst später zu Arbeit und stand im Bad. Sie musste an ihn denken und lächelte sie freute sich das er mit ihr zu diesem Event gehen wollte, aber was sollte sie anziehen, das blaue Kleid oder lieber den schwarzen weiten Rock mit der roten Bluse. Sie konnte sich noch nicht entscheiden und was sollte sie mit den Haaren machen und sie probierte einiges aus offen oder hoch gesteckt vielleicht aber doch lieber ein Pferdeschwanz
oder ein Haarband und an der Seite eine rote Rose stecken
wieder lächelte sie und schüttelte den Kopf.: “Das entscheide ich am Samstag“ dachte sie und kämmte sich das haar dann machte sie sich fertig für die Arbeit.

als ich an diesem abend nach hause kamm meine gedanken waren denn ganzen tag bei ihr schaute ich gleich in meinem kleider schrank nach um mir was zum anziehen herraus zu suchen zu meinem bedauern mußte ich feststellen das ich nichts passen des für den samstag hatte ich fuhr noch mal los um mir was zu besorgen aber was das war die große frage ich lächelte weil ich wieder an sie dachte und weil ich sie gern bei mir gehabt hätte gern hätte ich jetzt sie an meiner Seite gehabt, um mich zu beraten lassen. Da dies nicht  in der Tat umzusetzen war, ging ich zu Breuninger und lies mich von einer jungen netten Dame beraten. Oh was für eine Auswahl, dachte ich. Deshalb fragte ich die junge Verkäuferin:“ Was würden Sie mir empfehlen, wenn wir beide morgen zu einen Fest müssten“ Sie starrte mich an und lächelte. „Sie sind ja gut drauf“ bekam ich zur Antwort und sie zeigte mir was gerade in war.

 


 

Fortsetzung folgt .................................