Benni, die Geschichte eines Coming Out
Das Coming Out bezeichnet den Moment, in dem ein (junger) schwuler Mann seinem sozialen Umfeld (Eltern, Mitschüler, Kollegen usw.) seine sexuelle Identität offenbart.
Endlich wieder Mittwoch! Benjamin freute sich auf seine wöchentlichen Besuche im Hallenbad. Er war jetzt 18 Jahre alt und das regelmäßige Schwimmen, einmal pro Woche, war ein körperlicher Ausgleich zum anstrengenden Pauken des Lehrstoffs. Außerdem konnte er hier seine Blicke schweifen lassen und sich seinen Phantasien und Sehnsüchten hingeben. Benjamin wußte erst seit kurzem, dass er auf Männer stand. Vorher hatte er sich das nicht eingestehen wollen, „ich schwul? Niemals!“
Seine Eltern hielten sich zum Glück mit Fragen, wie „wann stellst Du uns denn mal Deine Freundin vor?“ zurück und so fühlte er sich an diesem Mittwoch im neu renovierten Hallenbad eigentlich total relaxed und zufrieden. Einige Bahnen schwimmen, unauffällig den gutaussehenden Männern nachschauen, die aus dem Becken stiegen und abends im Bett ...
Es sollte alles ganz anders kommen!
Schon kurz nachdem Benjamin sich auf die Bank am Beckenrand gesetzt und etwas selbstverliebt seine muskulösen Beine betrachtet hatte, überkam ihn eine unerklärliche innere Unruhe. Es lag irgend etwas in der Luft. Und dann sah er, inmitten einer Gruppe junger Männer, die wohl alle so Anfang 20 sein mochten, Mark. Natürlich kannte er dessen Namen zu diesem Zeitpunkt noch nicht, aber es war ein Anblick der ihn erregte und sein Herz rasen ließ.
Mark, mit der Figur eines Schwimmers und den Bewegungen eines schönen, gefährlichen Raubtiers. Die gut ausgebildeten Brust- und Bauchmuskeln waren von einer leichten schwarzen Behaarung bedeckt, die die Konturen von Brust und flachem Bauch perfekt verstärkte. Auch Beine und Arme waren behaart und die, etwas klein geratene, schwarze Badehose konnte deren Inhalt kaum bändigen. Der Mann war ein Traum!
Benjamin hatte plötzlich den Eindruck jeder hier in der Schwimmhalle müsste längst bemerkt haben, welch lüsterne Gedanken ihm durch den Kopf gingen und dass er eine Erektion hatte; er bekam einen roten Kopf. Schnell stand er auf, um sich etwas zu trinken zu holen.
Benjamin nahm die Cola mit in die Umkleidehalle und setzte sich auf die Bank vor den Kabinen. Gedanken schossen ihm durch den Kopf: Sollte er es wagen den Mann anzusprechen? Vielleicht erst einmal über ganz belanglose Dinge reden und versuchen herauszufinden ob der Typ auch auf Männer steht. Zu spät! Mit einem breiten, irgendwie unverschämten, Grinsen kam das „Objekt der Begierde“ zielstrebig auf Benjamin zu: „Ist der Platz noch frei?“ Ohne eine Antwort abzuwarten, setzte sich der Mann direkt neben Benjamin und berührte dabei mit seinenOberschenkeln Bennis Beine. Die Berührung durch den anderen löste bei Benni einen wohligen Schauer aus und ließ ihn den Schenkeldruck zaghaft erwidern.
Jetzt fing der andere an zu reden: „Du gefällst mir und ich will Dich!“ Hatte Benjamin richtig gehört? Der Typ hatte ihm ein ziemlich eindeutiges Kompliment gemacht? „Nun guck nicht so erschrocken, ich bin übrigens Mark und wie ist Dein Name?“ „Benjamin ... ich muß jetzt nach Hause!“
Mark fing an zu lachen. „Habe ich Dich denn so erschreckt, Benni? Hat Dir noch niemand gesagt, dass Du ein ausgesprochen attraktiver junger Mann bist?“ Bennis Gesicht war inzwischen knallrot angelaufen und er wollte nur noch weg - raus aus dieser peinlichen, für ihn neuen, Situation!
Benjamin drehte wie in Trance den Schlüssel seines Spinds um und nahm seine Sporttasche heraus. Dann steuerte er auf die Umkleidekabine zu, öffnete die Tür und ... wurde von Mark, der plötzlich hinter ihm stand, mit sanftem Druck hineingeschoben. Schnell schloß Mark die Tür von innen ab und begann Benjamin zu küssen. Es war ein Kuss, wie Benni ihn zuvor noch nie erlebt hatte ... fordernd und zärtlich zugleich, und der Kuss löste bei ihm ein starkes Verlangen nach Sex aus.
Benjamin fühlte den Körper von Mark an den seinen gepresst und genoss den Reiz „des Verbotenen“ ... jederzeit konnte das Treiben in der engen Kabine von anderen Badegästen bemerkt werden. Beide Männer standen einander jetzt völlig nackt gegenüber und streichelten sich gegenseitig ...
Als Mark Benjamins Körper mit dem Mund erforschte, begann dieser vor Aufregung zu zittern. „Hast Du ein Kondom dabei?“ flüsterte Mark seinem Partner ins Ohr. „Ja, hier in meiner Sporttasche!“ Benni war froh, dass er bei Mark keine Überzeugungsarbeit für Safer Sex leisten musste und gab sich lustvoll seiner Erregung und dem Drängen des anderen hin.
Als Mark und Benjamin die Umkleidekabine unauffällig nacheinander verließen, hatten sie sich bereits für den nächsten Tag verabredet. Was als kleines Sex-Abenteuer begonnen hatte, entwickelte sich im Laufe der nächsten Wochen zu einer immer engeren Beziehung. Schließlich leitete Benjamin selbstbewußt sein Coming Out ein und offenbarte sich seinen Eltern. Diese reagierten völlig untypisch und lächelten ihren Sohn an: „Das wußten wir längst, wir freuen uns, dass Du den Mut gefunden hast, zu Deiner sexuellen Orientierung zu stehen ... wann stellst Du uns Deinen hübschen Freund vor?“ Benni war verblüfft: „Woher wißt Ihr von Mark?“ Bennis Mutter lächelte: „Wir haben ihn einmal zufällig gesehen, als Ihr Euch an der Straßenecke getroffen habt.“ Benni strahlte jetzt vor Glück.
Diese kleine Coming Out Geschichte zeigt, wie völlig undramatisch das Coming Out für schwule junge Männer ablaufen könnte, wenn Eltern nur etwas aufgeklärter und offener mit der sexuellen Vielfalt umzugehen wüssten. Und welche „Tragödien“ könnten Eltern sich und ihren Kindern ersparen. Einfach mal ‚vorher‘ überlegen: „Was wäre denn, wenn ...?“
„Wer sich selbst schätzt, der schützt sich auch, z.B. vor HIV / AIDS, daher ist es so wichtig schwules Selbstbewußtsein zu fördern!“ weiß die Deutsche AIDS-Hilfe e.V. aus ihrer langjährigen Erfahrung.
© Jamerson akas Knüppel
Seine Eltern hielten sich zum Glück mit Fragen, wie „wann stellst Du uns denn mal Deine Freundin vor?“ zurück und so fühlte er sich an diesem Mittwoch im neu renovierten Hallenbad eigentlich total relaxed und zufrieden. Einige Bahnen schwimmen, unauffällig den gutaussehenden Männern nachschauen, die aus dem Becken stiegen und abends im Bett ...
Es sollte alles ganz anders kommen!
Schon kurz nachdem Benjamin sich auf die Bank am Beckenrand gesetzt und etwas selbstverliebt seine muskulösen Beine betrachtet hatte, überkam ihn eine unerklärliche innere Unruhe. Es lag irgend etwas in der Luft. Und dann sah er, inmitten einer Gruppe junger Männer, die wohl alle so Anfang 20 sein mochten, Mark. Natürlich kannte er dessen Namen zu diesem Zeitpunkt noch nicht, aber es war ein Anblick der ihn erregte und sein Herz rasen ließ.
Mark, mit der Figur eines Schwimmers und den Bewegungen eines schönen, gefährlichen Raubtiers. Die gut ausgebildeten Brust- und Bauchmuskeln waren von einer leichten schwarzen Behaarung bedeckt, die die Konturen von Brust und flachem Bauch perfekt verstärkte. Auch Beine und Arme waren behaart und die, etwas klein geratene, schwarze Badehose konnte deren Inhalt kaum bändigen. Der Mann war ein Traum!
Benjamin hatte plötzlich den Eindruck jeder hier in der Schwimmhalle müsste längst bemerkt haben, welch lüsterne Gedanken ihm durch den Kopf gingen und dass er eine Erektion hatte; er bekam einen roten Kopf. Schnell stand er auf, um sich etwas zu trinken zu holen.
Benjamin nahm die Cola mit in die Umkleidehalle und setzte sich auf die Bank vor den Kabinen. Gedanken schossen ihm durch den Kopf: Sollte er es wagen den Mann anzusprechen? Vielleicht erst einmal über ganz belanglose Dinge reden und versuchen herauszufinden ob der Typ auch auf Männer steht. Zu spät! Mit einem breiten, irgendwie unverschämten, Grinsen kam das „Objekt der Begierde“ zielstrebig auf Benjamin zu: „Ist der Platz noch frei?“ Ohne eine Antwort abzuwarten, setzte sich der Mann direkt neben Benjamin und berührte dabei mit seinenOberschenkeln Bennis Beine. Die Berührung durch den anderen löste bei Benni einen wohligen Schauer aus und ließ ihn den Schenkeldruck zaghaft erwidern.
Jetzt fing der andere an zu reden: „Du gefällst mir und ich will Dich!“ Hatte Benjamin richtig gehört? Der Typ hatte ihm ein ziemlich eindeutiges Kompliment gemacht? „Nun guck nicht so erschrocken, ich bin übrigens Mark und wie ist Dein Name?“ „Benjamin ... ich muß jetzt nach Hause!“
Mark fing an zu lachen. „Habe ich Dich denn so erschreckt, Benni? Hat Dir noch niemand gesagt, dass Du ein ausgesprochen attraktiver junger Mann bist?“ Bennis Gesicht war inzwischen knallrot angelaufen und er wollte nur noch weg - raus aus dieser peinlichen, für ihn neuen, Situation!
Benjamin drehte wie in Trance den Schlüssel seines Spinds um und nahm seine Sporttasche heraus. Dann steuerte er auf die Umkleidekabine zu, öffnete die Tür und ... wurde von Mark, der plötzlich hinter ihm stand, mit sanftem Druck hineingeschoben. Schnell schloß Mark die Tür von innen ab und begann Benjamin zu küssen. Es war ein Kuss, wie Benni ihn zuvor noch nie erlebt hatte ... fordernd und zärtlich zugleich, und der Kuss löste bei ihm ein starkes Verlangen nach Sex aus.
Benjamin fühlte den Körper von Mark an den seinen gepresst und genoss den Reiz „des Verbotenen“ ... jederzeit konnte das Treiben in der engen Kabine von anderen Badegästen bemerkt werden. Beide Männer standen einander jetzt völlig nackt gegenüber und streichelten sich gegenseitig ...
Als Mark Benjamins Körper mit dem Mund erforschte, begann dieser vor Aufregung zu zittern. „Hast Du ein Kondom dabei?“ flüsterte Mark seinem Partner ins Ohr. „Ja, hier in meiner Sporttasche!“ Benni war froh, dass er bei Mark keine Überzeugungsarbeit für Safer Sex leisten musste und gab sich lustvoll seiner Erregung und dem Drängen des anderen hin.
Als Mark und Benjamin die Umkleidekabine unauffällig nacheinander verließen, hatten sie sich bereits für den nächsten Tag verabredet. Was als kleines Sex-Abenteuer begonnen hatte, entwickelte sich im Laufe der nächsten Wochen zu einer immer engeren Beziehung. Schließlich leitete Benjamin selbstbewußt sein Coming Out ein und offenbarte sich seinen Eltern. Diese reagierten völlig untypisch und lächelten ihren Sohn an: „Das wußten wir längst, wir freuen uns, dass Du den Mut gefunden hast, zu Deiner sexuellen Orientierung zu stehen ... wann stellst Du uns Deinen hübschen Freund vor?“ Benni war verblüfft: „Woher wißt Ihr von Mark?“ Bennis Mutter lächelte: „Wir haben ihn einmal zufällig gesehen, als Ihr Euch an der Straßenecke getroffen habt.“ Benni strahlte jetzt vor Glück.
Diese kleine Coming Out Geschichte zeigt, wie völlig undramatisch das Coming Out für schwule junge Männer ablaufen könnte, wenn Eltern nur etwas aufgeklärter und offener mit der sexuellen Vielfalt umzugehen wüssten. Und welche „Tragödien“ könnten Eltern sich und ihren Kindern ersparen. Einfach mal ‚vorher‘ überlegen: „Was wäre denn, wenn ...?“
„Wer sich selbst schätzt, der schützt sich auch, z.B. vor HIV / AIDS, daher ist es so wichtig schwules Selbstbewußtsein zu fördern!“ weiß die Deutsche AIDS-Hilfe e.V. aus ihrer langjährigen Erfahrung.
© Jamerson akas Knüppel
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