Mit meinem Auto - kein Hummer, sondern ein einfacher, japanischer Kompaktwagen mit so 6,5 bis 7 l/100km.



Das hat mich etwas erschreckt. Nicht, weil Mobilität soo viel kostet, sondern eher, weil wir offenbar bereit sind, für Mobilität soo viel zu bezahlen. Besonders interessant wird das ja, wenn man das mal mit den Preisen für andere Waren oder Dienstleistungen vergleicht. Ich finde, gemessen an den Spritkosten sind die dann gar nicht so teuer.



Einen Brief zu verschicken kostet 55 ¢. Das sind also in Autofahrt umgerechnet etwa 5½ km. Also wenn der Brief weiter weg muss als 2,75 km, ist das Porto schon billiger, als den Brief mit dem Auto selber wegzubringen (2,75 km, also die Hälfte von 5½, deshalb, weil man selber im Ggs. zu dem Brief ja noch wieder zurück muss).


Der Freund eines Freundes arbeitet bei der Post und hat also vollkommen Recht, wenn er Leuten, die ihm vorjammern, das Porto wäre so teuer, sagt: "Dann bring den Brief doch selber hin!"



Die gerne gescholtenen Rundfunkgebühren. Umgerechnet ca. 60 ¢ pro Tag. Ich meine, für ein Geld, für das man mit dem Auto gerade mal 6 km weit fahren könnte, ist das Programm doch eigentlich ganz ordentlich.



Aber das kurioseste finde ich den Sturm auf jede Tankstelle, die 1 ¢ billiger ist als die Umgebung. Ein Cent! Gleich 100 Meter fahren! Gut, das ist jetzt eine Rechnung, die zwar richtig ist, aber nicht unbedingt Sinn ergibt... aber trotzdem liegt es mir auf der Zunge zu sagen: Ist es nicht viel einfacher diesen 1 ¢ zu sparen, indem man einfach mal 100 Meter nicht fährt?