Wie ist das eigentlich mit den Hundehaufen in Deutschland geregelt? Müssen Hundebesitzer die Hinterlassenschaften ihrer Lieblinge mitnehmen oder nicht? Ich frage mich das ständig, weil ich mich tagtäglich richtig ärgern muss. Aber Regelung hin oder her. Wie kann man seinen Hund nur mitten auf den Gehsteig scheißen lassen? Überall in ganz München kann man durch die stinkenden Kunstwerke in allen Farben, Formen und Größen Slalom laufen. Dasselbe gilt für Liegewiesen in Parks. Dort kann man sich nur nach genauer Inspektion des Liegeplatzes niederlassen und selbst dann weht oft noch ein unangenehmes Düftchen von irgendwoher. Durch jeden noch so schmalen Grünstreifen am Straßenrand kann man nur mit voller Konzentration und auf Zehenspitzen gehen.

Was geht in den Köpfen der Hundebesitzer vor? Erkauft man sich mit Bezahlen der Hundesteuer das Recht andere Leute derart zu nerven? Ist es wirklich so ein großes Problem eine Tüte mitzunehmen und dann entsprechend zu entsorgen? Alle mir bekannten Hundebesitzer beteuern hartknäckig, genau das zu tun. Sind es also nur alle Anderen? Nur schwarze Schafe? Ich wage das zu bezweifeln. Mich wundert auch, dass man tagsüber kein Herrchen oder Frauchen in flagranti ertappt. Sind es nur die sich unbeobachtet wähnenden frühmorgens und spätnachts Gassigeher? Unsere Hausgemeinschaft hat schon überlegt einen Schichtdienst einzurichten, nur um zu sehen wer so schamlos ist, seinen Hund direkt vor das Eingangstor kacken zu lassen. Wir verstehen es einfach nicht.

Also liebe Hundebesitzer, was denken Sie? Ist es pure Faulheit? Fühlt man sich rebellisch dabei oder schämt man sich, macht’s aber trotzdem? Ich bitte um Erklärung. Und kommen Sie mir nicht mit Verweisen auf andere Ärgernisse, wie die in-zweiter-Reihe-vor-freien-Parkplätzen-Stehern oder ihr-Fahrrad-vor-Ladentüren-Abstellern. Das ist nämlich ein ganz anderes Thema.