Was mache ich mit meinem Partner? Was macht er mit mir?
Hat die Frau die Neigung in die Rolle der Mutter zu schlüpfen? Weil ihr diese Rolle so bekannt, heimisch ist? So werden ihre Männer in die Rolle des Kindes versetzt. Diese Rolle ist für den Mann kastrierend ... und die Mutterrolle frustriert am Ende die Weiblichkeit der Frau.
Wer will schon nur Mama sein? Wer will schon ein Baby sein?
Es ist dagegen schön, die ganze Palette der Rollen mit dem Partner zu spielen. Ihre Rollen und meine.
Wenn meine Freundin zu mir kommt ist sie zuerst die berufstätige „selbständige Frau“. Ich lasse sie erstmal darüber erzählen, bis sie bei mir, bei "uns" ankommt.
Ich bin also zuerst der passende erfahrene, "intelligente", "Berufsmensch". Es macht Spaß unsere Erfahrungen auszutauschen.
Dann ist sie vielleicht "das kleine Mädchen" und ich biete ihr meine „Papa“-Schulter an, wenn ich das gespürt habe. Ich kann sie halten. Ich finde es schön. Männer finden "kleine Mädchen" rührend, es berührt ihr Herz, von da an können sie vielleicht liebevoll und zärtlich werden.
Dann werde ich vielleicht "Mann" und flirte ein Bisschen. Wenn ich richtig gefühlt habe und die richtige Zeit erwischt habe, wird mein Flirten angenommen und meine Freundin wird dann "Frau" und wir können eins werden.
Sehr schnell kann sie aber wieder das "kleine Mädchen" werden und ich kann sie nicht mehr als "Frau" berühren. Sonst verletze ich ihr Gefühl.
Zwischendurch kann ich der "kleine Junge" werden und spielen, lächeln und lachen wollen. Vielleicht macht meine Freundin mit? Dann möchte ich auch Geborgenheit fühlen und nicht als "Mann" berührt werden. Ich mache sie zur liebevollen Mutter, wenn sie mitspielt ... Dann bin ich vielleicht wieder der „Erwachsene“, der Probleme lösen muss.
So kann das immer weitergehen. Wichtig ist nur zu wissen, was fühle ich jetzt? Was fühlt der andere? Ist es schön? Welche Rolle habe ich jetzt drauf? Welche Rolle hat mein/e Freund/in?
Es ist ein rücksichtvoller Tanz zwischen all diesen Rollen. Und das Tanzen macht Spass! Keiner hat Lust in eine einzige Rolle gezwungen zu werden.
Es ist keine Schwäche, wenn die Frau zwischendurch "das süße kleine Mädchen" ist. Das kleine Mädchen existiert wirklich. Es macht die Männer "erwachsen", stark, emanzipiert, männlich, etc.
Ich kannte eine hochintelligente und gebildete Frau, die mal "das kleine dumme sexy Blondchen" spielte. Es machte ihr Spaß. Jeder wusste: es ist nur gespielt, nur Ironie. Aber es machte sie doch (verdammt) sexy... und alle Männer waren bereit in die erwachsenen Rolle zu schlüpfen und unangenehme Aufgaben zu übernehmen.
Sie wusste, man schmust nicht mit der Bildung sondern mit einem Herzen. Man schläft nicht mit der Intelligenz, sondern mit der Sexualität, dem Eros…
Ich hoffe, ich war nicht zu sehr daneben und wünsche Euch viel Spaß und Freude beim Fühlen und Tanzen.
