Zweimal in der Woche passe ich auf meinen Enkel auf, weil meine Tochter nachmittags Dienst hat.Als ich ins Haus komme bittet sie mich darauf zu achten, dass das Kind sein Zimmer aufräumt. Da sieht es aus als wenn ein Hurrican durchgefegt ist, ich lache und sage ihr das ihr Zimmer auch nicht besser aussah als sie 10 Jahre alt war.
OK lacht sie aber der Junge muß trotzdem aufräumen.
Er kommt aus der Schule. Ich bespreche mit ihm den Tag. Essen, Hausaufgaben machen und dann das Zimmer aufräumen.
Das geht Heute nicht Oma, ich bin mit Dominik verabredet.
Tja, sage ich dann muß Dein Freund eben warten. So lange wird es nicht dauern, ich helfe Dir auch.
Ach Oma ich kann doch Morgen aufräumen
Nein, Mami möchte, dass Du Heute aufräumst
Mach ich aber nicht.
Doch machst Du wohl.
Schweigen im Raum
Er ißt, macht seine Hausaufgaben und will abhauen
Hier geblieben, Burschi Du räumst erstmal auf
Sein Blick spricht Bände. Sooo schlimm kann es doch nicht sein. Ich sage ihm wir müssen ja auch alles in Ordnung bringen, was meinst Du wohl wie es hier aussehen würde wenn wir auch nichts machen würden.
Meine Gardinenpredigt kommt bei ihm nicht an.
Das Telefon klingelt, als ich ins Wohnzimmer gehe sieht er seine Chance gekommen und geht stiften.
Ich hinterher.
Luuucaaa, komm sofort zurück aber soooofort
Er kommt, schmeißt seine Jacke auf den Boden und stampft nach oben.
Ich habe versprochen zu helfen das Chaos aufzuräumen und tue es auch.
Als wir fertig sind ruft Freund Dominik an und fragt ob sie nicht lieber bei Luca spielen können weil seine Mama noch einen Termin hat.
Ja klar, ruft er begeistert.
Es ist schön, seinen Freund in ein super aufgeräumtes Zimmer zu lassen.
Er weiß es aber zugeben würde er es nie!
Bis zum nächsten Aufräumdrama vergehen nur ein paar Tage und dann geht alles wieder von vorn los
Aber ich liebe meinen Enkel auch wenn er sauer auf mich ist.