Du bist mal aus dem Nest geflohen, das erste Mal,

hast du die Welt..., die große Welt erkundet.

Dein Flug war noch unsicher und orientierungslos,

der Wind hat dich dorthin gebracht..., wo Du gerade warst.

 


 

Dann kam die Zeit, weite Kreise zu ziehen zwischen Himmel und Erde,

die Welt wurde größer, der Himmel war näher...,

du spieltest mit den Winden und die Sonne legte sich auf dein Gefieder,

es glänzte und schillerte in allen Farben..., in deinen Farben.

 


 

Du kanntest all die anderen und deren Flug,

hast sie bewundert und beneidet,

sie waren anders, flogen höher, schöner, schneller

waren viele und gemeinsam, nie allein.


 

 

Du schliefst in Bäumen..., irgendwo,

am Morgen gings gleich weiter, Nahrung finden..., fliegen.

Ruhelos in Winden tanzend, am Boden dann der Erde nah,

nach oben blickend in den Himmel, in deine Welt in der du lebst.

 


 

Die Sonne führt dich und der Himmel,

die Winde und der Regen, Blitz und Donner und die Stille,

die Berge und die Täler, Wälder und die Seen,

Felsen und die Gräser, die Wiesen und der Schnee.

 


 

Die Wärme und die Kälte, laut und lose nur die andern,

im Flug die Stille die du brauchst,

erkennst von oben die da unten, die lauten und gefräßigen,

fliegst weiter und noch höher, ohne Ziel und ohne Grund.

 


 

Du ziehst vorbei, dann aber Kreise,

du suchst nach einem Platz der deiner ist...,

an dem du ruhst und den du kennst,

das Ziel des Flugs und Start nach oben.

 


 

Ein Platz an dem du alles hast,

den Blick nach allen Seiten,

du baust ihn um und baust ihn aus,

für dich und deine Flüge.

 


 

Es ist dein Flügelschlag der dich dann führt...,

dorthin wo Du zu Hause bist, wohin du doch gehörst,

dein Platz der mit dir lebt und du in ihm,

ich weiß nun wo Du wohnst..., ich werde dich dort finden.

 


 

© Peter Braun

Foto: Joujou/ Pixelio