Wahnsinn ,die Depression war auf einmal weg. Kein Gedanke mehr daran ! Ich war beschwingt wie sonst nie gekannt und keine Arbeit , die davor anstrengend war konnte mich hindern mich mit meiner Freundin zu treffen. Einfach Klasse.
Nachdem wir ein Jahr verheiratet waren bekamen wir einen Sohn ,der wie es sich später zeigte geistig behindert war und außerdem mit 2 Jahren Diabetes mellitus mit der Notwendigkeit Insulin zu spritzen.Das war noch ein Schlag für uns.
Ich bekam nun den 3.ten tiefen Fall einer Depression zu spüren und wurde wieder Stationär aufgenommen. Ich rappelte mich dann mit Unterstützung von Medikamenten wider langsam auf. Dies war schwerer wls das 2.te Mal. Hier habe glaube ich mehr als Familienvater den Standpunkt vertreten wieder aus dem Loch herauszukommen . Nachdem ich wieder fit war haben wir ein Hausbauprojekt in Angriff genommen. Das klappte sehr gut trotz der zusätzlichen Belastung.
Im letzten Jahr zog unser Sohn mit 19 Jahren in ein betreutes Wohnen nach Nauen . Wir mussten uns alle umstellen. Sohn und wir als Eltern. Wir als Eltern wieder ein Ehepaar!!!!!!!!! Ich musste feststellen dass meine Frau in den Jahren mehr Kontakte nach aussen geknüpft hatte als ich, bzw. schmerzlicher bewusst, da ich das im laufe der Jahre schon gemerkt hatte jedoch bisher nicht so viel ausgemacht hatte da nun einmal meine Frau diejenige war die ohne Scheu Kontakte knüpfen konnte als ich und ich dann den Part der Sohnbetreuung übernommen hatte. Das Zusammenleben war jetzt natürlich nicht mehr so wie am Anfang als Liebspaar.
Meine Frau machte immer mehr Aktivitäten nach aussen was mir nun als Belastung erschien .Ich merkte nun auch wieder langsam so einzelne Dinge die nacheinander als Belastung zusammenkamen (Privat und Beruflich ) sodass dann vor 5 Wochen die 4. Depression zuschlug. Ich hatte diese jedoch so gut im Griff dass eine Stationäre Einweisung nun nicht mehr erforderlich war. Ttotzdem bleiben bei mir etliche Zweifel deswegen die Frage hier: Was erwarten kranke depressive Menschen von den Angehörigen? bzw. welche Methoden führten kranke depressive Menschen aus dem tiefen Loch ? wie kann man sich dagegen besser schützen?