Ein keckes Sternchen will nicht hören
es sollte nachts am Himmel steh’n
Pärchen mit Funkeln tief betören
doch es mag nicht leuchten geh’n

Versteckt daher fix die Laterne
hinter dem dicken Wolkenberg
Denkt bei sich: „Habt mich mal gerne“!
„Nachtschicht fällt aus im „Sternkraftwerk“!

Es mogelt sich von seinem Plätzchen
eilt flugs zum Engels-Atelier
besorgt sich Flügel und ein Lätzchen
in himmelweiß wie Puderschnee

Übermütig tanzt das Sternchen
bis sein Sternenmagen klagt
Ambrosia und Manna-Törtchen
das wär jetzt das was ihm behagt

In einem himmlisch kleinen Laden
bietet man nächtlich Speisen an
Mit seinen strammen Sternenwaden
bremst es ganz fest und stellt sich an

Voll gestopft sind seine Taschen
mit Himmelsbackwerk noch und noch
nun sucht ein Plätzchen es zum Naschen
findet auch schnell ein Himmelsloch

Bunt verkleckert, honigklebrig
ist das Lätzchen nach dem Mahl
Doch nun wird das Sternchen schläfrig
es legt sich hin, ruht erst einmal

Als froh der Morgen hell erwachet
schlägt es die Äuglein müde auf
Die Sonne neckt ihn und sie lachet
brennt einen Strahl ihm „hinten drauf“

Vergeblich sucht’s den Sternenhimmel
doch der hat längst schon „dicht gemacht“
Es besteigt den Himmelsschimmel
und reitet in die nächste Nacht

Auf einem andern Breitengrade
kommt es gerade noch zurecht
Da wird es Nacht, Mensch legt sich g’rade
in sein Bett und das mit Recht

Gottlob verbergen Wolkenberge
den Mond, die Sterne diese Nacht
denn unser kleiner „Sternenscherge“
hat kein Lichtlein mitgebracht

Und wieder kommt der Himmelsschimmel
trägt ihn zurück in „seine Nacht“
die soeben sich am Himmel
erneut hat finster breitgemacht

Der Mond ist voll, kein bißchen heiter
er zürnt dem Abendstern, er grollt
Sternchen bekümmert das nicht weiter
hat sich vom Stress noch nicht erholt

Reisemüde, ambrosiatrunken
glitzert es matt am Sternenzelt
Innig lauscht es traumversunken
dem Flügelschlag der Engelswelt