...und wo Natur und die Erde, Leben und Wasser gewesen waren, sah ich eine Wüste, die sich unendlich dehnte, eine Art Krater, so jenseits aller Vernunft und allen Lichts, so entseelt, dass keine Stufe des Bewusstseins sie erfassen konnte, und wenn man näher kam, lief das Bewusstsein rückwärts, unfähig zu verarbeiten. Für mich war die Vision so klar und wirklich und entscheidend, in ihrer Reinheit fast abstrakt. Das war das, was ich verstehen konnte, das war es, wie ich mein Leben leben konnte, nach dem ich meine Schritte lenkte, wie ich das Fassbare ordnete. Das war die Landschaft, um die meine Wirklichkeit kreiste. Es ist mir nie in den Sinn gekommen, niemals, Menschen könnten gut sein, oder ein Mann könnte sich ändern, oder die Welt könnte schöner aussehen, wenn jemand sich an einem Gefühl, einer Geste, einem Blick erfreut, an der Liebe oder Zuneigung einer anderen Person. Nichts stand fest, der Ausdruck "Herzensgüte" hatte keine Bedeutung, war ein Klischee, irgendein schlechter Witz.
Sex ist Mathematik, Individualität ist kein Thema mehr. Was macht Intelligenz aus. Definiere Logik. Träume bedeutungslos. Intellekt ist keine Hilfe. Gerechtigkeit ist tot. Nachdenken ist zwecklos, die Welt ist sinnlos. Das Böse ist alles, was bleibt. Gott ist tot. Liebe ist Betrug. Oberfläche, Oberfläche ist alles, dem jemand Bedeutung zumisst... das war die Zivilisation wie ich sie sah, monströs und zerklüftet...

Doch manchmal - ganz plötzlich -kann es passieren, dass man überrascht wird und mitgerissen und einem wieder Zuversicht verliehen wird. Man kann wieder lachen und kurz auftauchen und sich öffnen. Ach, diese kleinen Momente...