Der Mensch das polygame Wesen?

Nach jedem Ende einer Beziehung dieselben Fragen:
Woran lag es? Lag es an mir oder an ihm? Warum bloss
hat es nicht gepasst?
Tja zu einer Beziehung gehören nun mal mehr als eine Person, also kann nicht nur einer schuld sein, demnach kann man sich die zweite Frage sparen.
Eine aktuelle Studie, von der ich in einer Zeitschrift gelesen habe
scheint eine Antwort zu geben: Demnach geben heutzutage die Menschen
eine Beziehung nicht auf, stattdessen leben sie eingeengt, frustriert und andersherum fremdgehend in einer Beziehung. „Wie anstrengend“
Ich gehe sogar noch einen Schritt weiter und behaupte:
Es ist purer Egoismus, uns fehlt die Kompromissbereitschaft und das Treue-Gen.
Wir haben wohl nur das Geilheits-Gen abbekommen. Da kann man schon mal ein bisschen neidisch werden auf die Wüstenrennmäuse. Denn die leben tatsächlich in freier Wildbahn
Monogam. Da sind sie allerdings eine Minderheit. Bei den meisten Tieren geht es tagtäglich
nur ums Fressen, um die Fortpflanzung und ums Überleben. Monogamie sucht man da wohl vergeblich.
Der Unterschied zwischen Mensch und Tier ist der, dass das Tier kein Gewissen und damit auch nicht die Fähigkeit hat, moralisch und ethisch zu handeln. Auch ist das Tier nicht der eigenen Existens bewusst. Sein Instinkt sagt ihm, dass es sich um den Fortbestand seiner Art kümmern muss. Aber sind wir Menschen wirklich so anders? Viele von uns sind ja auch ständig auf der Suche nach neuen Sexpartner. Erst kürzlich habe ich von einer Umfrage gelesen, nach der über der Hälfte der deutschen Männer und 46% der Frauen fremd gehen. Dann frage ich mich:“ Wo soll sich denn bitteschön das Treue-Gen befinden, liebe Wissenschaftler? Etwa im letzten x-Gen der Frau und dem letzten y-Gen der Männer.“
Meiner Meinung nach ist die Monogamie eine Erfindung der Menschheit aus dem frühen Christentum, entstanden durch falsche moralische Vorstellungen. Entweder war der Erfinder eine Frau oder ein besitzergreifender Mann. Am Anfang mag die Monogamie ja funktionieren. Schliesslich ist der Höhepunkt einer Beziehung ihr Beginn. Wir zeigen uns von unserer besten Seite, darauf steht der neue Partner. Das ist toll und beflügelt uns. Aber dann kommt er auch schon um die Ecke geschlichen- der Alltag. Er lässt alles zerplatzen wie eine Seifenblase. Ja und wo ist es dann hin, das Treue-Gen? Verschwunden, geklaut und sicher gelagert bei den Wüstenrennmäusen wahrscheinlich. Hat das Treue-Gen seinen Einfluss auf die Menschheit verloren? Vielleicht muss man doch tatsächlich zu der Einsicht kommen:Der Mensch ist eben doch ein polygames Wesen. Punkt und aus. Wer das nicht glaubt, kann sich allerdings auch an die Theorie eines verrückten Professors und Rennmausfans klammern. Er meint das der Mensch wie die kleinen Mäuse das Treue- Gen besitzt und es bei den meisten Zeitgenossen nur irgendwo verschüttet ist. Und das uns zwei Möglichkeiten bleiben: Entweder dem Geilheits-Gen nachgeben oder an den Wunsch nach der großen Liebe dranbleiben und dafür kämpfen.

Warum eigentlich können die Menschen nicht ehrlich zu sich sein. Wenn es in der Beziehung nicht stimmt und man sich nach was anderen umsieht, warum ist man dann nicht so dralle und gesteht es sich ein. „Das es das nicht ist.“ Wird man immer warten bis man sich dem anderen sicher ist um sich dann vom Partner zu trennen. Ist es die Angst vielleicht danach alleine zu sein, oder ist es einfach nur Bequemlichkeit. Nach dem Motto: Draussen hole ich mir das was ich zu Hause nicht bekomme. Und zu Hause hole ich mir die Sicherheit nicht alleine zu sein. Ist das nicht ein wenig feige. Warum nicht gleich Nägel mit Köpfen machen, warum es sich so schwierig machen, warum sich einengen, warum nicht frei sein????