Der Nikolaus in meinem Bett

 

Der Nikolaus, er war bei mir,

ich wollte gerad ins Bett.

Da klopfte er an meine Tür

und bat mich „Sei so nett,

und lass mich in der kalten Nacht

im Warmen ruhen hier.

Ich hab' auch etwas mitgebracht

das schenke ich dann dir“.

 

„Gönn' mir doch eine kurze Rast,

der Weg ist noch so weit.

Bald muss ich weiter voller Hast,

ich hab so wenig Zeit“.

 

Ich sagte „Lieber Nikolaus,

ich bitt' dich, komm doch rein.

Du wirst in meinem warmen Haus

bestimmt willkommen sein“.

 

Da zog er seinen Mantel aus

und schmiegte sich an mich

und holte sein Geschenk heraus,

das roch ganz fürchterlich.

 

Ich sprach entsetzt, das will ich nicht,

schenk' das doch ander'n Frau'n.

Da lachte er mir ins Gesicht

und ich sah voller Grau'n,

wer mit in meinem Bettchen lag.

Der Nikolaus war's nicht

Es war ein Fremder, ich erschrak

und warf ihn raus, den Wicht.

 

Und die Moral von der Geschicht'?

Schau erst den Ausweis an

und ist's der der Nikolausi nicht,

schmeiss raus den fremden Mann.