Der normale Alltag
Wieder mal so ein Tag ohne Perspektive.
Es klingelt an der Tür.
„Hallo mein Freund“ sagt eine Stimme, „ wie geht es dir?“
„ Beschissen „ antworte ich.
„ Siehst du, gute Freunde wissen wie es dem anderen geht“
„Bitte mich doch herein“
„Nein danke, früher warst du zu lange und zu oft bei mir“
„ Habe ich dir nicht immer geholfen??“
„ Ja schon, am Anfang“
„Na siehst du, ich will dir doch nur helfen““
„ Mir helfen?, so wie damals?“
„ Ja so wie damals, als du voller Depressionen warst “
„ Ich erinnere mich noch gut daran, du warst ein schlechter Freund“
„Wieso ein schlechter Freund?? Hab ich dir nicht geholfen deine Sorgen für den Augenblick zu vergessen?“
„ Ja für den Augenblick, dann hast du mich beherrscht“
„ Dich beherrscht, wie meinst du das?“
„Ich konnte nicht mehr ohne dich sein, du warst ständig da, ich hatte nichts anderes im Sinn als dir nahe zu sein.“
„Wir hatten doch auch schöne Zeiten, oder?“
„Sicherlich hatten wir die, bis aus der Freundschaft ein inniges Verhältnis wurde, du hättest mich fast getötet“
„ Ich habe das Gefühl, dass du mich hasst“
„ Dich hassen, nein, du bist mir gleichgültig geworden, such dir andere Freunde, die dich mögen, ich brauche dich nicht mehr!“
„ Du wirfst mich hinaus, einen Freund der dir immer treu war??
„Nein ich werfe dich nicht hinaus, ich bitte dich zu gehen, denn ich mag nicht mehr mit dir zusammen sein“
Als ich die Tür geschlossen habe fragte meine Frau
„ Mit wem hast du da geredet?“
„ Mit einem ehemals guten Freund“ sagte ich.
„ Wie hieß er??“
„ Alkohol“ sagte ich und war zufrieden dass ich ihn nicht in mein Haus gelassen habe
Ich muss immer daran denken, dass er immer wieder anklopft, der vermeintlich gute Freund.
Ich hasse ihn nicht, denn es gibt sehr viele Menschen die mit ihm umgehen können.
ICH kann es nicht, also lasse ich es.
Er begegnet mir überall, er wechselt sein Aussehen.
Er versteckt sich in Speisen und Getränken.
ICH muss wachsam sein
