Hallo und guten Morgen – der Sonntagsbrief. 18. Oktober 2009


Geschenke sind eingepackt in buntes Papier. Es sind nur Kleinigkeiten die ich aussuchte. Eine Flasche Wein, sie trinkt gerne den aus der so genannten Scheurebe. Ich wählte lieblich, aber nur, weil kein trockener im Regal stand. Da stand ich vor dem Regal und überlegte, trinkt sie nun lieber lieblich oder zieht sie den trockenen vor und das Angebot nahm mir die Wahl ab, basta... hier steht  nur lieblich, nun das kann ja auch halbtrocken sein...  für mich ist der halbtrockene, liebliche viel süffiger als trocken... woher kommt aber der Begriff trocken, denn trocken ist der trockene Wein ja dennoch nicht, sondern auch flüssig. Für mich ist dann der liebliche viel trockener, denn dabei bekomme ich immer mehr Lust auf noch ein und noch ein Gläschen... ich bemerke wie ich mir eben gerade der Gaumen trocken wird. Ich hatte doch schon Kaffee....
Ja... und neben dem Weinchen, packte ich noch ein Glas meines besten Zwetschgenmus, die 4. Charge, die wurde am besten. jetzt sind ja zwei Gaben von der Zahl her bisschen ungerade, obwohl eine Zwei gerade ist, aber man nimmt ja bei Geschenken immer ungerade Zahlen. Eins, drei, fünf oder sieben, wie beim Blumenstrauß. So habe ich noch ein Päckchen Nudelnester, Original aus Italien, habe ich auch dort gekauft, schön in Geschenkpapier verpackt... über das Glas Quetschehoink kam noch eine halbe Serviette, schön bunt mit einem Schmetterling in der Mitte und mit einem Gummi befestigt, rustikales Kordel hatte ich nicht.
60 Jahre wird die Sandkastenfreundin, sie war es übrigens der ich mit 3 Jahren eine Kuss gab. Son Schmatzer im Gras. Ich erinnere mich noch dran. Sie hatte auch immer die Mickey Mous Heftchen, die ich nicht lesen durfte, weil Mutter immer sagte... das ist Schund... Schundliteratur.
Manchmal habe ich sie heimlich gekauft und Mutter verbrannte sie im Ofen... ja ich sollte etwas Besseres lesen...  etwas, das bildet. Ich las lieber diese bunten Heftchen... noch heute blättere ich darin, wenn ich eines in die Finger bekomme. Ja ich könnte jetzt wieder in Erinnerungen schwelgen... 60 Jahre Erinnerungen. So alt wie die Bundesrepublik. Wir haben das Wirtschaftswunder geprägt und Heinz Erhard, den Wirtschaftsminister mit seiner dicken Zigarre habe ich ebenfalls gesehen. Den Gürtel enger schnallen hat er gesagt... dabei war mancher damals gar nicht so kräftig. Mich haben meine Eltern in Sechswochenkur geschickt, damit ich mal etwas zulegen sollte.  Meist kamen da zwei Kilo mehr heraus, die ich dann zuhause wieder ablief. Heute müsste ich den Gürtel enger schnallen. Wenn ich meine Gürtel ansehe, dann sind da immer noch Löcher drin, ich müsste keine zusätzlichen anbringen... zum enger schnallen. Jetzt gebe ich mich heute wieder der Völlerei hin...
Lecker Mittagessen zum 60. Kaffeetrinken... ach was solls... ist halt am Montag Schmalhans Küchenmeister... lach und wieder Gymnastik...
Die Waage im Sportstudio zeigt mal so und so... wenn sie "so" zeigt, dann bin ich zufriedener... als so.... Der Mensch betrügt sich halt gerne selber... mit niedrigeren Zahlen, wenn nur auf dem Bankkonto höhere sind...

So - jetzt habe ich wieder einmal bisschen fabuliert... vielleicht weil ich heute einfach Happy bin... Ich wünsche mir einen schönen Tag, ich wünsche dir einen schönen Tag...

Alles liebe und herzlicher Gruß

Christoph