Die Bank

Dort hinten, wo der Weg zu Ende geht,

steht eine Bank.

Die aus dem Dorf wissen schon,

dass man sie in kurzen Hosen meiden sollte.

Aber die Fremden nicht.

Die steuern immer zielstrebig auf sie zu.

Sie bietet auch einen schönen Blick über Dorf und Tal.

Aber von oben im Wald,

wo ein stabiler Hochstand am Baum klebt,

hat man (mit dem Fernglas) den besten Blick

auf das Treiben auf der Bank.

Schade nur,

dass die Vorstellungen nie lange dauern.

Denn das Ameisennest, das auch schon seit Menschengedenken

seinen Platz unter der Bank hat,

verhindert jedes happy end.

 

Die Ameise

Unter der Brücke steht auch das Wasser im Schatten.

Und niemand sieht uns.

Aus deinen frechen Augen lacht der Übermut.

Die Sonnenbrille hängt dir auf der Nasenspitze,

du stocherst mit dem Zeigefinger im Himmel herum

und mit den Zehen kitzelst du eine Wolke.

Eine Ameise krabbelt über deinen Bauch

und du hältst meine Hand fest,

weil ich ihr so gerne folgen würde.

Dein Bikini hängt nur noch an einem seidenen Faden -

ich habe unendlich sorgfältig gearbeitet.

Ich flüstere dir ins Ohr,

wohin ich dich küssen möchte,

und während du mich in deine Arme nimmst,

verschwindet die Ameise in deinem Bikini.

Sie hat es vor mir geschafft.