Die Geldmaschine
Beruf, Karriere, Ehe - alles in Butter odermein Haus, mein Boot, mein Pferd
Wann ist ein Mann ein Mann? Diese Frage hat sich schon Herbert Grönemeyer in seinem bekannten Lied gestellt und versucht, eine Definition zu finden. Ist er ein Mann wenn er
ein "Macho" ist? Was ist überhaupt ein Macho? Ich habe einmal irgendwo gelesen oder gehört, dass dieser Begriff aus der lateinamerikanischen Gegend stammt und soviel bedeutet wie "der mit dem Messer im Stiefel oder auch ganz einfach -Mann-". Mit dieser
Begriffsdefinition, ob nun richtig oder falsch, werden die
meisten Frauen wohl von vorn herein einverstanden sein. Ist er ein Mann, wenn er feinfühlig und sensibel und romantisch ist? Für fast alle Frauen ja, die meisten Männer bemitleiden
den als "Nestbeschmutzer". Fakt ist, das Bild des Mannes hat sich in den letzten Jahrzehnten erheblich gewandelt, wenn auch nur äußerlich.
Da möchte ich einen Satz bringen, den ich neulich in einer
Comedy-Show von Gaby Köster gehört habe und über den ich richtig lachen konnte, auch wenn er viel Wahrheit beinhaltet: "Kerle, die sich mit den Augenliedern `ne Bierflasche aufmachen und mit der Flex die Fußnägel abhobeln, die gibt´s doch gar nicht mehr" (Zitatende).
Stimmt, der Mann von heute, wenn er etwas auf sich hält,
läuft im Nadelstreifenanzug durch die Gegend, gehört natürlich zur Geschäftsleitung oder hält sich zumindest dafür, ist karrieregeil und gerissen, hat natürlich eine
adäquate Ausbildung und - jezt sind wir schon langsam bei
der Überschrift angekommen, er verdient natürlich die Kohle.
Um seine hochgesteckten Ziele zu erreichen arbeitet er bis
spät in der Nacht, was er will ist aber im Grunde nur Anerkennung, und das bei seinem Chef, bei seinen Kollegen,
bei seinen Freunden, bei seinen Eltern und, ach so ja, auch bei seiner Familie. Völlig perplex ist das Bild eines Mannes dann, wenn er mitkriegt, dass seine Frau schon seit
Jahren fremdgeht, kein Wunder, er ist ja auch nie da, sondern vergnügt sich auf der Geschäftsreise. Ich bin mir
sicher, dass diese Machenschaften bei einer großen Autofirma
in Bezug auf "Vergnügen" keine Seltenheit ist. Wenn du zu
diesem "erlauchten" Kreis dazugehören willst, dann darfst du dir keine Schwäche erlauben - du mußt mitsaufen, dich über saublöde Blondinenwitze ausschütten können vor Lachen, und wenn es sein muß, mein Lieber, wird auch mitgevögelt!
Wenn du in dieser Runde auch nur einmal andeutungsweise sagst, dass du das alles nicht willst, dann hast du ein für alle mal verschissen, dann machen sie dich fertig, ich
weiß, wovon ich spreche.
Zu diesem Artikel hat mich ein Gespräch inspiriert, das ich vor nicht allzu langer Zeit mit einem Bekannten - mit dem
Begriff Freund gehe ich vorsichtig um - geführt habe. Alle
hielten nur die Hand auf, seine geschiedene Frau, seine beiden Töchter, von der eine auch noch schwanger sei, und das auch noch von einem Schwarzen und sie hat doch gerade erst ihr Studium angefangen. Mein Versuch, ihm klar zu machen, was für ein niedliches Enkelkind er bekommen würde,
endete fast in einem Eklat, er fühlte sich verarscht. All
diesen Ansprüchen muß "ich" jetzt gerecht werden, so die
Argumentation. Zugegeben, in vielen Jahren meines Berufslebens habe ich mich auch so gefühlt, nichts geändert und dafür bezahlt, heute sehe ich das etwas anders. Ich will auch nicht alle Männer schlechtmachen, schließlich bin ich auch einer, es gibt viele aufrichtige Kerle die nicht so sind, aber diese müssen immer erhebliche Kompromisse machen.
Heute kann ich die "Machos" nur belächeln und frage sie:
"Schaffst du es vor deinem Ruhestand ohne Herzinfarkt, Schlaganfall oder burn out und wie kommst du eigentlich mit dir selbst klar?"
ein "Macho" ist? Was ist überhaupt ein Macho? Ich habe einmal irgendwo gelesen oder gehört, dass dieser Begriff aus der lateinamerikanischen Gegend stammt und soviel bedeutet wie "der mit dem Messer im Stiefel oder auch ganz einfach -Mann-". Mit dieser
Begriffsdefinition, ob nun richtig oder falsch, werden die
meisten Frauen wohl von vorn herein einverstanden sein. Ist er ein Mann, wenn er feinfühlig und sensibel und romantisch ist? Für fast alle Frauen ja, die meisten Männer bemitleiden
den als "Nestbeschmutzer". Fakt ist, das Bild des Mannes hat sich in den letzten Jahrzehnten erheblich gewandelt, wenn auch nur äußerlich.
Da möchte ich einen Satz bringen, den ich neulich in einer
Comedy-Show von Gaby Köster gehört habe und über den ich richtig lachen konnte, auch wenn er viel Wahrheit beinhaltet: "Kerle, die sich mit den Augenliedern `ne Bierflasche aufmachen und mit der Flex die Fußnägel abhobeln, die gibt´s doch gar nicht mehr" (Zitatende).
Stimmt, der Mann von heute, wenn er etwas auf sich hält,
läuft im Nadelstreifenanzug durch die Gegend, gehört natürlich zur Geschäftsleitung oder hält sich zumindest dafür, ist karrieregeil und gerissen, hat natürlich eine
adäquate Ausbildung und - jezt sind wir schon langsam bei
der Überschrift angekommen, er verdient natürlich die Kohle.
Um seine hochgesteckten Ziele zu erreichen arbeitet er bis
spät in der Nacht, was er will ist aber im Grunde nur Anerkennung, und das bei seinem Chef, bei seinen Kollegen,
bei seinen Freunden, bei seinen Eltern und, ach so ja, auch bei seiner Familie. Völlig perplex ist das Bild eines Mannes dann, wenn er mitkriegt, dass seine Frau schon seit
Jahren fremdgeht, kein Wunder, er ist ja auch nie da, sondern vergnügt sich auf der Geschäftsreise. Ich bin mir
sicher, dass diese Machenschaften bei einer großen Autofirma
in Bezug auf "Vergnügen" keine Seltenheit ist. Wenn du zu
diesem "erlauchten" Kreis dazugehören willst, dann darfst du dir keine Schwäche erlauben - du mußt mitsaufen, dich über saublöde Blondinenwitze ausschütten können vor Lachen, und wenn es sein muß, mein Lieber, wird auch mitgevögelt!
Wenn du in dieser Runde auch nur einmal andeutungsweise sagst, dass du das alles nicht willst, dann hast du ein für alle mal verschissen, dann machen sie dich fertig, ich
weiß, wovon ich spreche.
Zu diesem Artikel hat mich ein Gespräch inspiriert, das ich vor nicht allzu langer Zeit mit einem Bekannten - mit dem
Begriff Freund gehe ich vorsichtig um - geführt habe. Alle
hielten nur die Hand auf, seine geschiedene Frau, seine beiden Töchter, von der eine auch noch schwanger sei, und das auch noch von einem Schwarzen und sie hat doch gerade erst ihr Studium angefangen. Mein Versuch, ihm klar zu machen, was für ein niedliches Enkelkind er bekommen würde,
endete fast in einem Eklat, er fühlte sich verarscht. All
diesen Ansprüchen muß "ich" jetzt gerecht werden, so die
Argumentation. Zugegeben, in vielen Jahren meines Berufslebens habe ich mich auch so gefühlt, nichts geändert und dafür bezahlt, heute sehe ich das etwas anders. Ich will auch nicht alle Männer schlechtmachen, schließlich bin ich auch einer, es gibt viele aufrichtige Kerle die nicht so sind, aber diese müssen immer erhebliche Kompromisse machen.
Heute kann ich die "Machos" nur belächeln und frage sie:
"Schaffst du es vor deinem Ruhestand ohne Herzinfarkt, Schlaganfall oder burn out und wie kommst du eigentlich mit dir selbst klar?"
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