Wie glücklich war ich bei der Bank,
dann machte uns die Amis krank.
Mit Börsen- Spekuliererei,
macht man aus zehn Millionen drei.
Und heute ist es allen klar,
dass das bei uns ganz ähnlich war.
Kam einer mal mit zig Million,
der kam zuerst auf einen Thron.
Den haben wir dann mit Bedacht
mit acht Prozenten flott gemacht.
Wir selber kriegten mehr als zehn.
So konnte es nicht weiter gehn.
Ein Gentleman den nie belügt,
der sich mit acht Prozent begnügt.
„Bescheidenheit ist eine Zier,
doch weiter kommt man ohne ihr.“*
Die Branche ist schlecht aufgestellt,
denn Liebe fehlt auf dieser Welt.
Und wer dies endlich eingesehn,
dem wird es auch bald besser gehn.
Die Liebe ist das größte Glück,
und du willst niemals mehr zurück
hast einmal Liebe du empfangen.
So ist’s mir jedenfalls ergangen..
Käm ich noch einmal auf die Welt,
macht’ Liebe ich nur noch für Geld.
Mir wär egal, ob Mann, ob Frau,
ob nüchtern, ob sternhagelblau,
ob alt, ob jung, ob fast schon tot,
ob hässlich, schön, ob Vollidiot,
ich ließe jeden an mich ran.
Ich bin und bleib Karrieremann.
*NICHT von Wilhelm Busch, laut Wikipedia, und erst recht nicht von George W. Bush, laut mir
© Jürgen Berndt-Lüders
Die Hure von der Bank
Eine Parabel auf ein verrufenes Gewerbe
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