Die Person Jesu
Dieser Aufsatz ist von einem Worshop des anglikanischen Pastors Nicky Gumble inspiriert worden und soll vor allem eine Argumentationshilfe für Christen darstellenIch möchte meine Ausführungen mit meinem Lieblingsvers aus der Bibel im Johannesevangelium K3 V16 beginnen.
So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, gerettet werden und nicht verloren gehen.
Es ist deshalb mein Lieblingsvers, weil er die frohe Botschaft im Evangelium darstellt. Wir können aus diesem Vers mehrere sehr wichtige Dinge erkennen, aber ich möchte jetzt nur eine Aussage hervorheben.
Der Glaube und nur der Glaube an Jesus als Sohn Gottes rettet uns von der verdienten Verdammnis und bringt uns hinauf zum ewigen Leben bei Gott.
Wir wollen jetzt zwei Dinge untersuchen. Können wir uns auf die Bibel verlassen und ist Jesus aus Nazareth wirklich der Sohn des lebendigen Gottes.
In einem alten russischen Lexikon wird Jesus als eine mythische Figur dargestellt, die nie gelebt hat. Kein ernstzunehmender Historiker teilt heute diese Ansicht. Es gibt eine Menge Belege dafür, dass Jesus gelebt hat. Zum einen gibt es mehrere historische Belege außerhalb der Bibel und dann natürlich das Neue Testament.
Der römische Historiker Tacitus berichtet über ihn. Soiton ein anderer Historiker erwähnt ihn indirekt. Der jüdische Historiker Josephus, der kurz nach Jesus lebte erwähnt ihn in seinen „Altertümern“.
In einem Abschnitt, in dem es um die Pharisäer, um den hohen Priester Kaiphas und um Pontius Pilatus ging, berichtet er auch über Jesus und schreibt:“ Jesus war ein weiser Mensch, wenn man ihn überhaupt einen Menschen nennen kann, denn er war ein Wundertäter und ein Lehrer für alle, die die Wahrheit mit Freude annehmen und er erlangte viele Juden und viele Heiden als Gefolgschaft.
Dann spricht er von seiner Kreuzigung und von seiner angeblichen Auferstehung.
Es gibt also Belege für die geschichtliche Existenz Jesu außerhalb des Neuen Testaments aber natürlich und das ist ungleich wichtiger für uns, Beweise innerhalb des Neuen Testaments.
Nun sagen die Leute, „ist das nicht schon 2000 Jahre her und wer sagt uns, dass das damals alles richtig aufgeschrieben wurde“.
Die Antwort lautet, wir wissen genauestens darüber Bescheid, unter anderem durch eine Wissenschaft mit Namen „Textkritik“, was die Autoren damals wirklich geschrieben haben.
Professor F. F. Bruce, ehemaliger Leiter und Dozent für Textkritik der Universität Manchester schrieb ein Buch mit dem Titel „Sind die neutestamentlichen Dokumente zuverlässig?“ und er zeigt, wie reich diese Berichte gegenüber den anderen historischen Berichten sind.
Im Wesentlichen ist es so; je kürzer die Zeitspanne zwischen dem ursprünglichen Werk und der ältesten erhalten Abschrift und die Zahl der erhaltenen Abschriften ist, desto weniger Zweifel gibt es am Original.
Wir wollen uns ein paar Beispiele von antiken Werken ansehen, z. B. von Herodot und Tucidides. Beide aus dem fünften Jahrhundert vor Christus. Die älteste Abschrift datiert aus dem Jahr 900 nach Christus, also 1300 Jahre Differenz. Außerdem haben wir jeweils nur acht Abschriften. Trotzdem stellt kein Wissenschaftler ihre Echtheit in Frage.
Tacitus: 1000 Jahre Lücke und 20 Abschriften.
Cäsars Gallischer Krieg: 950 Jahre Lücke und 9 bis 10 Abschriften.
Livios römische Geschichte: 900 Jahre Lücke und 20 Abschriften.
Das Neue Testament geschrieben zwischen 40 und 100 nach Christus: Die ältesten Textteile, die wir besitzen stammen aus dem Jahr 130 und die ältesten vollständigen Manuskripte aus dem Jahr 350 also nur 300 Jahre Lücke. Aber nicht nur 8 oder 9 Kopien sondern 5309 griechische Handschriften, 10000 lateinische und 9300 in anderen Sprachen.
F. J. A Hawk, einer der größten Textkritiker aller Zeiten fasst die Beweislage wie folgt zusammen: „Was Vielfalt und den Umfang der biblischen Texte anbelangt, steht der Text des Neuen Testaments unerreichbar und einzig dar im Vergleich zu allen anderen antiken Prosaschriften. Es wird keinen Historiker geben, ob Christ oder nicht, der diesem Ergebnis nicht zustimmen würde.
F. F. Bruce fasst es so zusammen, dass der geringe Zeitraum zwischen Entstehung und erhaltenen Abschriften so gering ist, dass man ihn vernachlässigen darf. Somit ist der letzte Zweifel damit hinfällig, ob sie uns im Wesentlichen so überliefert wurden, wie sie geschrieben sind.
Die Echtheit und Zuverlässigkeit der Schriften des Neuen Testaments können damit als endgültig gesichert gelten.
Es gibt also innerhalb und außerhalb des Neuen Testaments Belege für die Existenz Jesu. Doch wer war er?
Wir wissen, dass er ganz Mensch war. Er hatte einen Körper, konnte müde und hungrig sein und unter Schmerzen leiden. Er empfand menschliche Gefühle wie Freude und Trauer. Durchlebte menschliche Erfahrungen; Geburt, Aufwachsen, Erziehung, Versuchung, Arbeit, Verlust, Leiden, Ablehnung und Tod.
Aber heute sagen viele, er war nur Mensch, wenn auch ein großer religiöser Lehrer. Ein bekannter Künstler sagte:“ Ich kann nicht an das Christentum glauben, aber Jesus war ein wunderbarer Mensch, ein großer religiöser Lehrer.
Die zentrale Frage lautet, welche Beweise es gibt, dass Jesus mehr war, als ein großer religiöser Lehrer.
Wir lesen Matth. K16 ab V13.
Als Jesus in die Gegend von Cäsarea Philippi kam, fragte er seine Jünger: Für wen halten die Leute den Menschensohn? Sie sagten: Die einen für Johannes den Täufer, andere für Elia, wieder andere für Jeremia oder sonst einen Propheten. Mit anderen Worten für einen großen Lehrer.
Da sagte er zu ihnen: Ihr aber, für wen haltet ihr mich? Simon Petrus antwortete: Du bist der Messias, der Sohn des lebendigen Gottes!
Die Frage lautet, hatte er Recht? Welche Beweise gibt es dafür?
Meine Beweisführung beruht auf zwei Aspekten.
1. Für wen hielt Jesus sich selbst? Manche sagen, Jesus habe nie den Anspruch erhoben, er sei Gott. Es ist richtig: Er lief nie herum und erklärte: Ich bin Gott, aber wenn man sich ansieht, welchen Anspruch er erhob und was er lehrte, dürfte es außer Zweifel stehen, dass er sich bewusst war ein Mensch zu sein, dessen Identität Gott war. Also lautet der erste Aspekt, was hat Jesus über sich selbst gesagt.
2. Hatte Jesus Recht? Worauf stützt sich denn eigentlich sein Anspruch?
Kommen wir zum ersten Aspekt. Was hat Jesus über sich selbst gesagt? Seine Lehre dreht sich um seine Person. Die meisten großen religiösen Lehrer weisen von sich selbst weg auf Gott und sagen: Schaut nicht mich an, schaut auf Gott.
Wenn Jesus von Gott erzählte, verwies er gleichzeitig auf sich selbst. Nur durch ihn begegnen wir Gott.
In jedem menschlichen Herz ist ein Hunger. Drei führende Psychologen des 20 Jahrhunderts haben dies erkannt.
Jung glaubte, die Menschen hungern nach Sicherheit.
Adler meinte, sie hungern nach Bedeutung und Sinn.
Freud sagte, die Menschen hungern nach Liebe.
Jesus sagt: Ich bin das Brot der Welt. Wenn ihr euren Hunger stillen wollt, dann kommt zu mir.
Viele Menschen heute leben in Depression und Verzweiflung.
Jesus sagt: Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, wird nicht in der Finsternis umherirren, sondern das Licht des Lebens haben.
Es gibt Menschen, die, als sie Jesus in ihr Leben aufnahmen, sagten: Es war, als wenn ich plötzlich Licht in einem dunklen Zimmer angemacht hätte. Ich konnte Dinge sehen, die mir vorher verborgen waren.
Viele Menschen haben Angst vor dem Tod.
Jesus aber sagt: Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird ewig leben, auch, wenn er stirbt.
Mutter Theresa wurde kurz vor ihrem Tod gefragt: Haben sie Angst vor dem Sterben?
Sie antwortete: Wie sollte ich? Sterben bedeutet zu Gott nach Hause zu kommen. Ich hatte nie Angst davor. Im Gegenteil, ich freue mich darauf.
Viele sind heute vom Materialismus enttäuscht. Sie sind auf der Suche nach irgendeiner geistlichen Realität.
Jesus sagt: Ich bin der Weg.
Die Menschen suchen nach einem Wertesystem.
Jesus sagt: Ich bin die Wahrheit.
Die Menschen suchen nach dem Sinn ihres Lebens.
Jesus sagt: Ich bin das Leben.
Viele leiden unter ihren Ängsten, Sorgen und Schuldgefühlen.
Jesus sagt: Kommt her zu mir, die ihr mühselig und beladen seid. Ich werde euch Frieden geben.
In unserer Zeit brechen die Autoritäten und Vorbilder weg. Die Menschen wissen nicht mehr, woran sie sich orientieren sollen.
Jesus sagt: Folge mir nach. Wer mich aufnimmt, der nimmt Gott auf.
Und weiter: Wer mich gesehen hat, der hat Gott gesehen.
Wie wir gesehen haben, basiert seine Lehre auf seiner eigenen Person.
Dann 2. seine indirekten Ansprüche. Er sagte eine ganze Menge von Dingen, die keinen Anspruch auf seine Gottheit formulierten, aber zeigten, dass er sich auf einer Stufe mit Gott sah.
Er erhob den Anspruch Sünden zu vergeben. Nun, wir sollen unsern Nächsten auch die Sünden vergeben, die sie an uns begangen haben. Jesus vergab aber Sünden, die an Dritten begangen wurden und das stand nur Gott zu.
Die Schriftgelehrten hatten dies sofort verstanden und klagten ihn der Gotteslästerung an.
Er beanspruchte außerdem der Richter der ganzen Welt zu sein und schildert dann den Ablauf des Jüngsten Gerichts. Er pointierte, dass der entscheidende Grund für sein Urteil die Tatsache sein werde, wie die Menschen in diesem Leben auf seine Stimme gehört hätten.
Ein weiterer Hinweis sind seine direkten Ansprüche. Wir haben gesehen, dass er den Anspruch erhob, der Messias zu sein, der Sohn Gottes. Dieser Anspruch bedeutete gleichzeitig Gott zu sein und war in den Augen der Juden ein todeswürdiges Verbrechen.
Doch Jesus ging sogar noch weiter. Er erhob den Anspruch Gott zu sein.
Johannesevangelium K20 V28+29
Jesus war bereits vom Tode auferstanden und seinen Jüngern erschienen. Sie erzählten dies Thomas, der abwesend war. Er erklärte: Das glaube ich nicht eher, als wenn ich seine Wundmale gesehen und mit der Hand seine Verletzung in der Seite gefühlt habe.
Und dann kommt Jesus erneut zu seinen Jüngern und spricht Thomas direkt an. Sieh meine Wunden und glaube. Darauf sagt im Vers 28 Thomas zu ihm: Mein Herr und mein Gott. Thomas nannte ihn Gott.
Jesus sagte darauf nicht etwa zu ihm: Nun lass mal gut sein Thomas, wir wollen nicht gleich übertreiben. Sondern er sagte: Nun wo du gesehen hast, glaubst du. Ich aber sage, selig sind die, die nicht sehen und doch glauben.
Wenn Euch jemand sagt, Jesus hätte nie den Anspruch erhoben Gott zu sein, dann zeigt ihm Johannesevangelium K10 V30.
Jesus sagt: Ich und der Vater sind eins. Da hoben die Juden wiederum Steine auf, um ihn zu steinigen. Jesus hielt ihnen entgegen: Viele gute Werke habe ich im Auftrag des Vaters vor euren Augen getan. Für welches dieser Werke wollt ihr mich steinigen? Die Juden antworteten ihm: Wir steinigen dich nicht wegen eines guten Werkes, sondern wegen Gotteslästerung; denn du bist nur ein Mensch und machst dich selbst zu Gott.
Nun ist das nur der erste Teil des Arguments. Dieser Anspruch Jesu, Gott zu sein, muss bewiesen werden.
Und so heißt die nächste Frage natürlich sofort, hat er denn mit einem solchen Anspruch Recht?
Heut zu Tage behaupten die Leute z. B. in den psychiatrischen Anstalten alles Mögliche. Sie seien Napoleon oder der Papst oder Gott. Sie sind es natürlich nicht.
Wie können wir solche Ansprüche prüfen?
Jesus behauptete Gottes Sohn zu sein.
Logisch gesehen gibt es drei Möglichkeiten.
1. Jesus hatte nicht Recht und wusste es nicht. Dann war er verwirrt.
2. Jesus hatte nicht Recht und wusste es. Dann war er ein übler Volkverführer
3. Jesus hatte Recht. Dann war er Gottes Sohn.
C.S. Louis hat es so gesagt: Wer nur Mensch ist und solche Dinge sagen würde, wäre kein großer moralischer Lehrer. Er ist entweder ein Irrer oder der Teufel selbst. Wir müssen selbst entscheiden. War dieser Mann Gottes Sohn oder war er verrückt oder noch Schlimmeres. Aber lassen wir uns nicht auf diesen gönnerhaften Unsinn ein, als wäre er nur ein großer Lehrer. Diese Möglichkeit hat er uns verwehrt und zwar mit Absicht.
Welche Belege gibt es also für seinen Anspruch?
Wir wollen uns 5 Beweise ansehen.
1. Seine Lehre. Zum Beispiel die Bergpredigt. Es wird allgemein anerkannt, dass es das Großartigste ist, das je ein Mensch geäußert hat. Viele unserer abendländischen Gesetze basieren auf der Lehre Jesu. Alle wissenschaftlichen Erkenntnisse werden mit großer Regelmäßigkeit geändert, nur die Lehre Jesu ist seit 2000 Jahren nicht verbessert worden.
Seine Worte sind das Großartigste, was je gesprochen wurde. Es sind genau die Worte, die man aus Gottes Mund erwarten würde. Können solche Worte von einem Menschen stammen, der verrückt oder böse war?
2. Seine Taten. Jesus war der erstaunlichste und großartigste Mensch, der je gelebt hatte. Es machte Spaß, mit ihm zusammen zu sein. Beispielhaft der Besuch einer Hochzeit. Als der Wein alle war, ließ er die Reinigungsgefäße mit Wasser füllen und dann in die Weingläser gießen. Und siehe da; ein wunderbarer, alter Rheinhessen.
Oder ein gemeinsames Picknick. Man braucht nicht mal belegte Stullen mitzubringen. Fisch und Brot gab es im Überfluss.
Oder erst der Spaß bei einer Beerdigung. Jesus ließ den Deckstein des Grabes entfernen, obwohl der Tod schon vor 4 Tagen eingetreten war und die Leiche trotz Einbalsamierung wegen der vorherrschenden Hitze entsetzlich stank. Er rief: Lazarus komm heraus und Lazarus schwebte heraus. Nachdem die Binden von seinen Beinen gelöst waren, sprang er fröhlich, wie ein Fisch im Wasser zwischen den Trauergästen herum.
Auch in den vielen Krankenheilungen wird seine übergroße Liebe zu den Menschen sichtbar. Er veränderte Menschen und tut es noch heute; er war sogar bereit sein Leben hinzugeben. Kann so ein Mensch ein Irrer oder ein Verbrecher sein?
3. Sein Charakter. Der Charakter Jesu hat Millionen von Menschen beeindruckt, die sich selbst nicht als Christen bezeichnen würden. Im Time Magazin war zu lesen: Das nachhaltigste Symbol der Reinheit, Selbstlosigkeit und Liebe in der Geschichte der Menschheit. Überragende Selbstlosigkeit, aber nie Selbstmitleid. Demut, aber keine Schwäche, Freude, aber nie auf Kosten Anderer, Freundlichkeit, aber keine Gefälligkeit und natürlich kommt der wahre Charakter erst dann zum Vorschein, wenn man unter Druck steht. Er wurde von den Römern halb totgeschlagen und ans Kreuz gehängt. Trotz seiner Qualen ließ er sich nicht zu Drohungen hinreißen, sondern sagte zum Himmel gewandt über die Täter: Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun. Seine Feinde konnten keinen Fehler an ihm finden und seine Freunde sagten, er ist ohne Fehler.
4. Die Erfüllung der alttestamentlichen Prophetien. Noch nie ist über einen Menschen so viel in Büchern geschrieben worden, bevor er geboren war. Jesus erfüllte über 300 Prophetien aus den Büchern des Alten Testamentes, die über einen Zeitraum von mehreren hundert Jahren geschrieben waren. 29 von ihnen erfüllte er an einem einzigen Tag. Manche Gottesleugner sagen, Jesus kannte die Prophetien und nahm sich vor, sie zu erfüllen. Nur übersehen sie, dass es bei vielen gar nicht in seinem Einfluss lag, sie zu erfüllen, da sie seine Geburt, seinen Tod und seine Auferstehung betrafen.
5. Sein Sieg über den Tod. Seine leibliche Auferstehung ist einer der Eckpfeiler des Christentums.
a. Er lag nicht mehr im Grab. Gegen diese Tatsache wurden viele Behauptungen aufgestellt. Z. B. die, dass Jesus gar nicht am Kreuz starb, sondern sich in der Kühle des Grabes erholte und dann über Spanien nach Frankreich auswanderte. Niemand, der die Geißelung der Römer erduldet hatte, bei der ganze Fleischstücke aus dem Körper gerissen wurden und danach ans Kreuz genagelt wurde überlebte dies. Als die Soldaten wegen des folgenden jüdischen Festtages den Befehl bekamen, den Tod der 3 Gekreuzigten schnell herbeizuführen, brachen sie den beiden Mitgekreuzigten Jesu die Beine, damit sie schnell erstickten. Bei Jesu angekommen stellten sie fest, dass er schon gestorben war. Sicherheitshalber stießen sie ihm eine Lanze von der Seite ins Herz. Aus der Wunde floss Blut und Wasser, ein sicheres Zeichen, dass der Tod eingetreten war. Was Johannes damals nicht wissen konnte erklären uns heute die Ärzte. Nach dem Tode trennten sich Blutgerinnsel vom Serum, so dass die Aussage Blut und Wasser wissenschaftlich klar macht, dass Jesus verstorben war. Sein Grab war mit einem ca. 1,5 Tonnen schweren Deckstein verschlossen, den er im unmöglichen Fall von innen sowieso nicht bewegen konnte. Eine zweite Theorie besagte, dass die Jünger seinen Leichnam stahlen. Es ist ausgeschlossen, da dass Grab auf Wunsch der Juden von den Römern bewacht war und außerdem die Jünger durch die Ereignisse am Boden zerstört waren und sich versteckt hielten. Erst durch das Geschehen vom Ostermorgen bis Pfingsten fassten sie wieder Mut und wurden durch den Heiligen Geist so verändert, dass sie in Jesu Nachfolge traten und dabei Verfolgung und Tod nicht scheuten. Andere sagen, die Behörden hätten den Leichnam heraus genommen. Diese Behauptung ist absurd. Genau das Gegenteil war der Fall. Die Oberen hatten Angst, dass die von Jesus angekündigte Auferstehung eintreten könnte und die dann zu erwartende Massenhysterie nicht mehr beherrschbar wäre. Außerdem hätten sie ja jeder Zeit den Leichnam dann vorzeigen können. Dies konnten sie aber nicht, da dieser fröhlich umherwanderte. Letztlich wurde behauptet Räuber hätten Jesu gestohlen. Interessanter weise war aber die Bekleidung Jesu das einzig wertvolle in dem Grab und die wurde ja bekannter weise am Ostersonntag vorgefunden. Außerdem wären die Räuber genauso wenig zum Grab wegen der römischen Bewachung vorgedrungen, wie die Jünger.
b. Seine Begegnungen mit den Jüngern. Die Kritiker sagen: Ganz klar, Massenpsychose, Halluzinationen und Hysterie. Die haben vielleicht Kranke, Schwache und Drogenabhängige aber keine stämmigen Fischer oder gar Steuereintreiber. Steuereintreiber haben nie Halluzinationen. Wir reden von Zynikern oder Skeptikern wie Thomas.
c. Und dann die Menge der Auferstehungszeugen. Die Bibel berichtet von über 500 Zeugen. Sollten sie alle dem gleichen Wahn erlegen sein. Unmöglich.
d. Die Art der Erscheinungen. Halluzinierende sehen Geister, aber keine Fisch essenden Auferstandenen. Luk. K 24 V 36-43
e. Die Erfahrungen der Christen über die Jahrhunderte hinweg. Durch die Erlebnisse mit dem Auferstandenen und das Pfingsterlebnis wurden, wie schon vorher gesagt die Jünger zu mutigen Zeugen, so dass sich innerhalb von nur 300 Jahren das Christentum über die ganze damals bekannte Welt ausbreitete. Millionen von Menschen geben seit damals Zeugnis davon, dass sie Jesus persönlich erlebt haben. Menschen aller Rassen und Hautfarben. Ein Prediger verkündigte im Hydepark in London: Jesus lebt. Ein Zwischenrufer fragte, woher er das wisse, worauf der Prediger antwortete, ich habe heute Morgen eine halbe Stunde mit ihm gesprochen. Auch viele von euch werden bestätigen, dass sie nicht nur den Herrn anrufen, sondern dass er antwortet.
Wir haben uns die Belege angesehen, die Jesu Anspruch Gott zu sein bewerten. Er war also entweder verrückt, böse oder Gottes Sohn. Sherlock Holmes sagte einmal, wenn du einen Fall lösen willst, dann musst du das unmögliche wegstreichen und was übrig bleibt, ist die Wahrheit. Ich denke, wir haben sattsam bewiesen, dass Jesus weder verrückt noch böse war. Ob es uns nun gefällt oder nicht, er kann also, wenn wir Sherlock Holmes folgen, nur Gottes Sohn sein.
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