An einem dunklen Novembertag im Jahr 1954 stirbt Alex,ein reicher Geschäftsmann,  im hohen Alter von 88 Jahren.

 

Seine Seele kann auf ein wundervolles Leben zurückblicken.
Nie war er krank gewesen,  er hatte eine wundervolle Frau gehabt und es hatte ihnen an nichts gemangelt. Seine Seele hatte auf die seiner geliebten Frau gewartet, denn sie waren ja verabredet, damals vor 88 Jahren und sie hatten eine wundervolle gemeinsame Zeit. Es hatte an nichts gefehlt und die Kriege hatten sie unbeschadet überstanden. Seine Frau starb vor 3 Jahren, aber sie hatten ja vereinbart, dass sie sich bald wieder treffen würden, irgendwann...

 

Nun ist er gestorben und seine Seele begibt sich in den schönsten Teil des großen Universums. Es ist hier immer taghell und Alles ist im Überfluß vorhanden. Die Umgebung ist wie in Watte gepackt, helles weißes Licht ist überall und eine leise wunderschöne, spirituelle Musik ist aus allen Ecken des Raumes  zu hören. Viele Seelen treffen sich hier wieder, die sich verabredet haben. Sie werden an der wöchentlichen Seelenkonferenz teilnehmen.

 

Am Tag der Konferenz treffen sich alle freien Seelen, um zu entscheiden, welche Aufgaben nun zu erledigen sind, wie, wo und was erlernt werden soll und wie der neue Lernprozess gestaltet wird.

 

Die Seele von Alex hatte bisher alles Positive und Schöne erlebt, was es gegeben hat. Schnell wird klar, dass es an der Zeit ist, auch  andere Erfahrungen in einem Leben zu erlernen. Die Seelen schauen sich auf der Erde um und sehen Helga und Josef, die eine schöne Nacht miteinander verbringen.

 

Nach einem Beschluß der Konferenzteilnehmer mit Auftrag an das Schicksal ist es nun vorgesehen, dass aus dieser Liebesnacht von Helga und Josef ein Sohn entsteht, der schwere Prüfungen erleben wird. Die Seele des Geschäftsmannes entscheidet sich jetzt dafür, in Rudolf, dem Sohn der Beiden, in Zukunft weiter zu leben.  Sie verabschiedetet sich nun von den anderen Seelen, nachdem noch einige Absprachen getroffen worden sind, wann man sich wieder treffen werde, entweder hier oben, oder im kommenden Leben auf dem Planeten Erde...

 


So wird einige Zeit später Rudolf geboren und das Schicksal hat für seine Seele schwere Prüfungen vorgesehen. Das Leben von Rudolf ist sehr schwer. Seine Eltern verstehen sich nicht so, wie es sein sollte. Alkohol ist bei dem Vater ein großes Thema und der Junge wird nicht so anerkannt und geliebt, wie er sich es so sehr wünscht.
Er wird schon mit 4 Jahren sehr dick und nun ein Leben lang  gemobbt. Im Alter von 20 Jahren fangen die Krankheiten an, die ihn sehr lange Zeit begleiten werden. Immer wieder gibt es nach Erfolgen Rückschläge und die Seele, die sich immer wieder bemüht, für Rudolf den Weg zu finden, wird missachtet. Rudolf sucht immer wieder die Schuld bei sich oder bei Menschen, die ihn nicht achten.
Er heiratet und die Ehe scheitert nach 30 Jahren. Immer wieder treten Menschen in sein Leben, doch Rudolf kann die anderen Seelen, wie auch sich selbst nicht achten, so schwer spielt das Leben ihm mit

 

Er wird 52 Jahre alt, als er auf einen anderen Menschen trifft, dessen Seele sich mit seiner in einem früheren Leben verabredet hat. Diese andere Seele kann mit der von Rudolf über den Menschen, in dem sie wohnt, kommunizieren. Er hört zu, sieht zu, ist manchmal erstaunt, wie das Leben funktioniern kann und ist bereit, etwas zu verändern. Rudolf beginnt, zu lernen, zu erkennen und zu zu hören. Er beginnt einen neuen Weg und wie die Konferenz  es geplant hat, treffen sich nun immer mehr Seelen, die sich damals verabredet hatten.

 

Rudolf versteht nun immer mehr, dass das Leben ihm keine Wahl lassen wird. Was geschehen soll, wird geschehen. Was sein darf, darf sein und was nicht sein darf, wird nicht geschehen, so sehr er sich das auch wünscht. Jetzt geht es um Geduld, Achtung, Vertrauen, auch zu ihm selbst und das ist sehr schwer zu verstehen...

 

In einem ähnlichen Seminar, wie die Konferenz der Seelen, treffen sich dann eines Tages einige Menschen mit ihren Seelen, die sich untereinander mit Hilfe eines Wissenden wunderbarerweise verständigen können. Rudolf lernt und begreift, dass viele seiner Gedanken falsch sind, jedoch zu dem jeweiligen Zeitpunkt für ihn richtig scheinen. Es gibt keine Schuld, er kann auch anderen keine Schuld zuweisen. Rudolf beginnt zu verstehen, dass er für sein Tun immer selbst die Verantwortung trägt  und in Zukunft immer tragen muss.
Sein neuer Weg beginnt und er lernt, auf seine Seele zu achten und sie zu ehren, genau wie er die Seelen der anderen Mitmenschen achten und ehren muss. So lebt er plötzlich nicht mehr einsam, er lebt mit sich und seiner Seele. Später kann er Gefühle zeigen und mit anderen Menschen tief und fest auf einer anderen Ebene kommunizieren.
Es gibt Menschen, mit denen er gerne zusammen ist, es entwickeln sich schöne Freundschaften. Gerne hätte er auch die eine oder andere Beziehung gelebt, doch er begreift, das dies noch nicht vom Schicksal vorgesehen ist. Jetzt beginnt wieder die schwere Sache mit der Geduld und dem Vertrauen, dass die eine Seele, die vielleicht für ihn bestimmt ist, zu ihm finden wird...

 

Da er aber nicht wissen kann, wann das sein wird, beginnt  seine Seele  sich mit anderen, die ihm so wichtig sind,  wieder zu verabreden und vielleicht wird sich dann im nächsten Leben nach der erneuten Seelenkonferenz die Möglichkeit ergeben, dass diese Seelen dann in eine glückliche Beziehung begeben können...

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Rudolf ist jetzt zufriedener, denn er weiß, das die Seelen und das Schicksal, alles was geschehen wird, regeln werden.
Es lohnt sich nicht, Energie für die Vergangenheit zu vergeuden, denn im HEUTE  und in der Zukunft kann Energie sinnvoll angewendet werden.

 

Um dies zu verstehen brauchte Rudolf eine lange Zeit, aber ohne diese Erfahrung wird er das Leben nicht verstehen können.

 

So liegt in allem Negativen auch das Positive und es ist auch in Ordnung, wenn ein Mensch erst viel später seine Seele erkennt, achtet und respektiert. Auch im Alter kann man so zu sich finden und noch glücklich werden...

 

Liebe Leser,
ich wünsche Euch allen einen guten neuen Weg.

 

Rolf

Copyright Rolf Klinkhammer