Der Träumer

Ich habe wieder geträumt
War glücklich, wenigstens für eine Weile
Doch die Wirklichkeit ist geblieben
Im Schatten lauernd, wartend
Und nun ist er wieder da

Mein Leben entrinnt mir
Fließt durch meine Finger wie Wasser
Es sucht sich immer einen Weg
Mir zu entkommen
Und jede Stunde wirft mich um Jahre zurück

Ich grüße dich, Schmerz
Geliebter Feind, verhaßter Freund
Du hast mir nicht gefehlt
Aber schön, daß du da bist
So bin ich wenigstens nicht alleine

Und doch, ich sehn' mich nach der Liebe
Die ich in Ihm fand
Aber seine Umarmung wurde kalt
Sein Kuß so gefühllos
Und sein Blick gleitet stets an dem meinen vorbei

Ich fühle die Leere
Die stechende Einsamkeit, tief in meinem Herz
Sie waren weg gewesen, für eine kleine Weile
Doch selbst wenn er bei mir ist
Scheint die Uhr in alte Zeiten zurückzukehren

Ich weiß um meine Fehler
All die verrat'nen, verlor'nen Gesichter
Erzählen sie mir jeden einzelnen Tag
Ich dachte, durch Ihn könnt' ich leben
All das, was vergangen, für immer beenden

Und so weint mein Herz nun salzige Tränen
Eine alte Wunde blutet erneut
Und bittere, schmerzhafte Gewißheit entsteht
Daß ich zwar zum Träumen geboren
Doch immer in Einsamkeit lebe