Was will ich mit dieser Einleitung sagen ....

Augenscheinlich birgt dieser Anfang jede Menge Möglichkeit zur Interpretation.

Ich interpretiere meine Version , die für mich einzig Gültige :

Ich bin Familienvater (44 Jahre alt) zweier Kids (5 und 10 jährig)
Ich selbst bin gehbehindert , was mich allerdings nicht wirklich behindert ;-)

Ich habe vor 25 Jahren meine Frau kennengelernt , (vor 22 Jahren geheiratet.

Nach 13 Ehejahren mit wirklich allen Höhen und Tiefen haben wir festgestellt , Kinder kriegen ist bei uns nicht möglich(von Ärzten bescheinigt).
Nu , was tun...
Nach längeren Beratungen und Tests haben wir uns zu einer
künstl. Befruchtung entschieden .
Dies hat denn auch , incl. 2er Fehlversuche , 2mal geklappt.
Hieraus unsere beiden Kids (Junge 5 Jahre , Mädchen 10 Jahre)

Harmonische Familie mit allen Tücken und Freuden ;-)

Bei unserem Jungen hatte sich sehr früh herauskristallisiert das er wohl an Fieberkrämpfen zu leiden hat.

Mittlerweile ist er auf Medikamente eingestellt,
weil er teilweise epileptisch reagiert.

Nun kommen wir langsam zu Höhepunkt....

Im Sommer 2005 kurz nach unserem Umzug von der Großstadt aufs Land gab es bei meiner Frau die Diagnose - Brustkrebs....
Nun begann für mich der Kampf der Kämpfe , der Krampf der Krämpfe...
.. alle Hochs und Tiefs , alle Chemos , alle Kämpfe mit den Behörden , Kampf um Erhalt des Arbeitsplatzes , Kampf um das Leben meiner Frau
Um es abzukürzen , Anfang des Jahres 2007 , wurde meine Frau geheilt entlassen.

Nach einem erneuten Umzug im
Mai 2007 brach meine Frau zusammen und heraus kam die Diagnose - Hirntumor - wieder Krebs !!!

Der Tumor beeinträchtigte zunehmend Körperfunktionen , was weiterführend epileptische Anfälle zur Folge hatte.
Psychische Aussetzer gab es mehr und mehr .
Ich konnte nicht mehr beruhigt meinem Job nachgehen , meine Tochter wollte nicht mehr zur Schule , weil Mami nicht alleine lassen.

Psychisch und physisch für uns alle absolutes Maximum des Erträglichen.

Um es wiederum abzukürzen....

Meine Frau hat uns am 11 August 2007 verlassen...
....wir behalten Sie im Herzen....

...nun ist die Zeit der Schmerzen vorbei !!

Seither haben wir Unterstützung von vielen guten Freunden , sogar die staatliche Hilfe ist fast hervorragend (Jugendamt , Haushaltshilfe , Renten ).

was bleibt am Ende der Erinnerung ???

Die Unerträgliche Leichtigkeit des Seins....


Nach 2 Jahren absolutem Stress in aller Hinsicht kann ich wieder atmen und das versuchen , alleine umzusetzen , was einmal unser Familienziel war und eigentlich noch ist.
Unerträglich ohne meine Frau , aber Leichtigkeit durch die einsetzende Beruhigung und beginnende Normalität des Alltags
(Papa kann seiner Arbeit nachgehen , Existenz sichern , Tochter wieder auf Schule konzentrieren.)

Ohne meine Frau bin ich nur die Hälfte meiner Selbst,
Durch unsere Kinder bin ich mehr als ich selbst..

In diesem Sinne ,SEHR SEHR großen Dank an meine Frau , für alles was Sie geben konnte ,allen Kampf, dein Leben , für alles das , was DU unseren Kindern mitgegeben hat, wir tragen dich im Herzen , Maria , Mami !!

Die Unerträgliche Leichtigkeit des Seins....
..bekommt plötzlich einen neuen Sinn des Lebens.
Der Zurückgelassene ist nicht wirklich alleine

In aller Liebe zu meiner Frau und Familie ...

...Weiterleben , Weitermachen , Weiterinvestieren , Leben Lieben , Liebe weitergeben , Liebe Leben

Das Leben kann (und muss auch) für alle Zurückgebliebenen weitergehen.

Friedrich und Familie

Für inhaltlich wertvolle und vor allem ernstgemeinte Antworten, Anregungen
bin ich dankbar , Erfahrungsaustausch erwünscht ,
Hilfe für Gleichgesinnte biete ich an.