Wenn ich jogge, bin ich zu schnell für die Mücken. Etwas Autan hinter den Ohren reicht aus, damit man nicht ständig das Gesurre um den Kopf hat. Wenn ich aber stehen bleibe, weil ich bspw. Wasser lassen muss, stechen sie erbarmungslos zu. Das erinnert mich ständig an was.
Joggen Frauen etwa nicht? Doch, ich denke, die joggen mindestens genau so viel wie wir Männer. Ich stelle mir in solcher Situationen vor, ich sei eine Frau und müsse zum Pinkeln aus der Hose. Irgendwo zwischen den Büschen und Bäumen.
Wie machen Frauen das? Trinken die nichts, oder lassen die sich herzhaft überall hin stechen? Um Himmels Willen, das wäre für mich kaum auszuhalten. Ich denke, ich würde mit dem Joggen aufhören.
Ich denke, ähnlich geht es Frauen, mit den Männern. Einerseits wollen sie Liebe, Zärtlichkeit, Verständnis, Kinder, Sex (ich denke mal, dass die Reihenfolge stimmt), andererseits wollen sie den Richtigen dafür und nicht irgendeinen. Dazu müssen sie aber erst einmal den Richtigen ermitteln.
Bekanntermaßen haben Männer den genetischen Auftrag. Männer müssen ihre Gene verbreiten, sonst sind sie bevölkerungspolitische Blindgänger und rechtfertigen ihre Existenz nicht. Männern geht es nicht vordergründig um Liebe, Zärtlichkeit, Verständnis, Kinder, Sex, sondern eher um Sex und dann alles Weitere in rückläufiger Reihenfolge. Und zwar sofort, und nicht erst, wenn die Frauen sie ausgesucht haben.
Wenn jetzt also die Frau den Parcour des Lebens an den Männern vorbei joggt und notgedrungen mal stehen bleibt und die Hose herunter lässt... nicht auszudenken. Wie gut, dass ich keine Frau bin.
Irgend eine Frau müsste mal das Autan gegen genetisch bedingte Männeraufträge erfinden.
Wenn ich also jogge, stehen bleiben muss und merke, wie die Mücken angreifen - die müssen ja ständig präsent sein, denn sie sind ja sofort da (die Mücken UND die Männer) -, denke ich immer, dass die das seit Millionen von Jahren so machen und damit genügend Erfolg haben müssen, denn sonst wären sie längst ausgestorben (die Männer und die Mücken).
Gut, dass Mücken kein Gehirn haben. Sonst könnten sie ja argumentieren. „Stell’ dich nicht so an. Du spendest alle viertel Jahr einen halben Liter Blut. Wer weiß, wie oft deine Blutspende verschwendet wird, an jemanden, der dann doch noch stirbt. Wie wäre es, wenn du uns....“ usw. Die bieten einem glatt ein Abo an.
Aber Männer haben Gehirn. Unterschiedlich viel zwar, aber sie argumentieren. „Nun stell’ dich nicht so an, du willst es doch auch.“
In meiner Jugend haben wir Jungs die Mädels, die in uns verliebt waren, regelrecht erpresst. „Das gehört nun mal dazu. Wenn du es nicht willst, will es eine andere“, und schon lagen sie uns zu Füßen. Zu Füßen? Nee, aber ihr wisst schon.
Wie ist das heute?
Wenn ich eine Frau wäre und wüsste, dass ich etwas habe, worauf Männer unendlich scharf sind, würde ich dieses Kleinod so teuer wie möglich verkaufen. Und wenn ich mir vor Lust einen ansaufen müsste, um mich selber zu bremsen, ich würde mich nicht so billig ausliefern.
Letztlich liefert sich die Frau pausenlos aus, wenn Männer argumentieren. Ständig wird erzählt, Frauen seien emotionaler und Männer mehr verstandesbetont. Männer nutzen das aus und argumentieren mit einer Logik, die rückwärts entwickelt ist. Zuerst haben Männer ein Ziel (analog zur Mücke, die Blut will). Dann überlegen sie, wie sie die Frau auf dieses Ziel einschwören könnten (analog zur Mücke, die mit der Blutspende argumentieren würde). Schließlich argumentieren sie so (scheinbar) überlegen und selbstsicher, dass der Frau erst einmal nichts weiter übrig bleibt als nachzugeben (als wenn eine Frau ihr Höschen in der Joggingpause länger als nötig unten lassen würde).
Nun sind Männer natürlich unterschiedlich bestückt. Mit Gehirn, meine ich. Manche argumentieren so bestimmt, dass frau sich kaum wehren kann. Andere machen ganz einfach, was sie wollen. Sie parken sauber ein und sehen die Frau dabei triumphierend an. Da ist die Frau machtlos. Was bringt es, wenn sie den Mann beim Zuhören stolz anschaut? (Wir wissen doch alle, dass Männer besser einparken und Frauen besser zuhören können)
Schwächer bestückte Männer denken nicht weiter nach, wenden ihre Klischees an, schließen aus ein, zwei Fakten auf die ganze Situation zurück und tun der Frau regelrecht Gewalt an. Die denken nicht: he, wenn ich Frau wäre, hätte ich vorwiegend auf dem oder dem Gebiet andere Interessen als Männer. Ich möchte doch etwas von der Frau, also muss ich bereit sein, den Interessen der Frau entgegen zu kommen. Nehme ich mir einfach, was ich will – und dominieren IST so wie einfach nehmen -, gibt sie mir nicht das zurück, was ich ebenfalls möchte, nämlich ein warmes Nest, regelmäßig warmes Essen und ein warmes Bett, zumindest auf ‚meiner’ Seite. Also darf ich sie beim täglichen Beziehungsclinch nicht einfach so über die neutrale Mittellinie zerren, sondern muss ihr Platz lassen. Sonst ist sie irgendwann weg. Der nächste, einfühlsamere Mann winkt schon.
Die allerschlimmsten denken überhaupt nicht. Sie argumentieren nicht einmal. Sie nehmen sich wie die Mücken, was sie wollen, wenn man ihnen die Gelegenheit dazu gibt. Ich denke, solche Männer nutzen allein die überlegene Körperkraft.
Warum melden die sich nicht für Afghanistan?
Frauen sollten ihre Geisteskraft verwenden, wenn sie sich gegen solche Männer wehren. Oder einfach stur bleiben. Aber dazu morgen mehr.
DIE WAHRHEIT ÜBER DIE ANGEBLICH TOTAL ÜBERLEGENEN MÄNNER
Hier ein weiterer Beitrag zu meinem Zyklus
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