Du sollst mich lieben für drei tolle Tage...
Lässig stand er dort an eine Säule gelehnt...
Sie sahen sich das erste Mal am Alt Weiberabend in einer der vielen Kneipen in diesem Viertel. Sie war mit ihren Freundinnen unterwegs, nicht als Alte, ein kesses Herz auf der Wange und ein bisschen Glimmer um die Augen.
Er spielte mit seinen Freunden Billard und gewann ein Duell nach dem anderen. Ein gut aussehender dunkler Typ, seiner Wirkung bewusst, mit leichter Arroganz.
Sie spürte seine Blicke und maskuline Ausstrahlung. Immer wieder schauten sie sich an und seine Haselnussaugen funkelten im Licht der Scheinwerfer. Er blinzelte kurz zu ihr hinüber, zahlte seinen Deckel und ging ohne ein Wort.
Sie suchte an diesem Abend nach ihm, in den unzähligen Lokalen der Stadt, die sie mit ihren Freundinnen in der Alt Weibernacht aufsuchten, doch sie fand ich nicht.
Sie sah ihn am nächsten Abend, auf einer großen Kostümfete ihrer Clique. Lässig stand er dort an eine Säule gelehnt, lange Reiterstiefel, enge schwarze Hose, weißes Rüschenhemd, das seine dunkle Männlichkeit noch mehr hervorhob, einem dunkelblauen Samtumhang und Dreispitz, Mischung aus Musketier und Freibeuter.
Sie war als Herzdame, mit kurzem rotem Kleid, das einen tiefen herzförmigen Ausschnitt hatte und weißen Stiefelchen, verkleidet. Süße siebzehn und er Mitte bis Ende Zwanzig, eine echte Herausforderung, in seiner Coolness. Sie schaffte es schnell, fragte ihn nach einer Zigarette und das Spiel mit dem Feuer begann.
Sie verbrachten fast den ganzen Abend und die Nacht auf der Tanzfläche, Haut an Haut, Herz an Herz, tanzten zu jeglicher Musik ihren Blues und entflammten in wildem Begehren. Gegen Morgen brachte er sie nach Hause und summte beim Abschiedskuss, diesen alten Karnevalschlager:
"Du sollst mich lieben für drei tolle Tage, Du sollst mich küssen, das ist Deine Pflicht!"
Dann fragte er sie: „Willst Du mich lieben über Karneval?“
Gab ihr einen Zettel mit seiner Adresse und einen letzten Kuss und verschwand. Sie machte an diesem Morgen kein Auge zu und wusste, sie würde es tun, sie musste zu ihm, er konnte dieses Feuer kontrollieren, dass es sie wärmte und nicht verbrannte.
Am Nachmittag machte sie sich fertig, gab ihre Freundin als Alibi bei ihren Eltern für die anstehenden Karnevaltage an und fuhr zu ihm. Er öffnete mit wissendem Lächeln und liebevollem Blick, zog sie in seine Wohnung und hatte diese in ein Märchenreich verwandelt. Der Freibeuter und seine Prinzessin, drei Tage und Nächte voller Zauber und Leidenschaft.
Sie erfuhr über sein Leben, seine Enttäuschungen und Zuversicht und mit jeder Minute ihres Zusammenseins, wurde sie mehr zu einem Teil von ihm, verlor sich in seiner Welt und genoss die Macht, die er über sie hatte. Er konnte ihrem Zauber nicht widerstehen, dieser kindlich-fraulichen Mischung und ihrem herrlichen Körper. Dem Glanz ihrer Augen, Meeraugen, sanft und stürmisch im Wechsel der Gefühle.
"Du sollst mich lieben für drei tolle Tage, Du sollst mich küssen, das ist Deine Pflicht! “
Sie blieben zusammen, länger als drei Tage, eine Beziehung, leidenschaftlich und verrückt, wie sie es waren, seine Magie wirkungsvoll. Sie liebten sich zwei Jahre.
Sie wurde erwachsen, stark und mutig. Er verlor seine Macht, das Feuer in ihnen erlosch und die Asche verwehte im Wind.
Text © Doris Spomheimer, Bildquelle eigenes
Er spielte mit seinen Freunden Billard und gewann ein Duell nach dem anderen. Ein gut aussehender dunkler Typ, seiner Wirkung bewusst, mit leichter Arroganz.
Sie spürte seine Blicke und maskuline Ausstrahlung. Immer wieder schauten sie sich an und seine Haselnussaugen funkelten im Licht der Scheinwerfer. Er blinzelte kurz zu ihr hinüber, zahlte seinen Deckel und ging ohne ein Wort.
Sie suchte an diesem Abend nach ihm, in den unzähligen Lokalen der Stadt, die sie mit ihren Freundinnen in der Alt Weibernacht aufsuchten, doch sie fand ich nicht.
Sie sah ihn am nächsten Abend, auf einer großen Kostümfete ihrer Clique. Lässig stand er dort an eine Säule gelehnt, lange Reiterstiefel, enge schwarze Hose, weißes Rüschenhemd, das seine dunkle Männlichkeit noch mehr hervorhob, einem dunkelblauen Samtumhang und Dreispitz, Mischung aus Musketier und Freibeuter.
Sie war als Herzdame, mit kurzem rotem Kleid, das einen tiefen herzförmigen Ausschnitt hatte und weißen Stiefelchen, verkleidet. Süße siebzehn und er Mitte bis Ende Zwanzig, eine echte Herausforderung, in seiner Coolness. Sie schaffte es schnell, fragte ihn nach einer Zigarette und das Spiel mit dem Feuer begann.
Sie verbrachten fast den ganzen Abend und die Nacht auf der Tanzfläche, Haut an Haut, Herz an Herz, tanzten zu jeglicher Musik ihren Blues und entflammten in wildem Begehren. Gegen Morgen brachte er sie nach Hause und summte beim Abschiedskuss, diesen alten Karnevalschlager:
"Du sollst mich lieben für drei tolle Tage, Du sollst mich küssen, das ist Deine Pflicht!"
Dann fragte er sie: „Willst Du mich lieben über Karneval?“
Gab ihr einen Zettel mit seiner Adresse und einen letzten Kuss und verschwand. Sie machte an diesem Morgen kein Auge zu und wusste, sie würde es tun, sie musste zu ihm, er konnte dieses Feuer kontrollieren, dass es sie wärmte und nicht verbrannte.
Am Nachmittag machte sie sich fertig, gab ihre Freundin als Alibi bei ihren Eltern für die anstehenden Karnevaltage an und fuhr zu ihm. Er öffnete mit wissendem Lächeln und liebevollem Blick, zog sie in seine Wohnung und hatte diese in ein Märchenreich verwandelt. Der Freibeuter und seine Prinzessin, drei Tage und Nächte voller Zauber und Leidenschaft.
Sie erfuhr über sein Leben, seine Enttäuschungen und Zuversicht und mit jeder Minute ihres Zusammenseins, wurde sie mehr zu einem Teil von ihm, verlor sich in seiner Welt und genoss die Macht, die er über sie hatte. Er konnte ihrem Zauber nicht widerstehen, dieser kindlich-fraulichen Mischung und ihrem herrlichen Körper. Dem Glanz ihrer Augen, Meeraugen, sanft und stürmisch im Wechsel der Gefühle.
"Du sollst mich lieben für drei tolle Tage, Du sollst mich küssen, das ist Deine Pflicht! “
Sie blieben zusammen, länger als drei Tage, eine Beziehung, leidenschaftlich und verrückt, wie sie es waren, seine Magie wirkungsvoll. Sie liebten sich zwei Jahre.
Sie wurde erwachsen, stark und mutig. Er verlor seine Macht, das Feuer in ihnen erlosch und die Asche verwehte im Wind.
Text © Doris Spomheimer, Bildquelle eigenes
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