"Sieh mich an, ich will das du mir in die Augen schaust."
Sie wollte nicht, es war der letzte Schutz den sie noch hatte....
Das Einzige, was sie noch bewegen konnte...ihm ausweichen konnte...ihn nicht anzuschauen.
Sie rührte sich nicht.
"Verdammtes Miststück, sieh mich an."
Speichel tropfte auf ihr Gesicht, vermischte sich mit ihren Tränen Speichel von ihm.
"Bitte...bitte ...nicht."
Sein Kopf kam näher, sie spürte seine Zunge...auf ihrer Wange, sie spürte wie dieses nasse weiche Fleisch von einer Zunge sich über ihre Wange dem Ohr näherte...und dann Schmerz. Er biss in ihr Ohrläppchen und sie spürte etwas Warmes an ihrem Hals entlang laufen.
"Sie mich an du Schlampe...jetzt...sofort."
Langsam und ein Schluchzer kam über ihre Lippen, drehte sie ihren Kopf. Sie hatte solche Angst die Augen zu öffnen, aber noch mehr Angst, er könnte ihr ...könnte mehr tun, als diesen Biss und den Schlägen..
Er war so entsetzlich nah...lag mit seinem Gewicht auf sie und nun konnte sie ihm nicht mehr ausweichen,sich einen Schlupfwinkel suchen, indem sie ihn nicht mehr anschaute.
Sie starrte in seine Augen, sah rote Äderchen darin.
Sein warmer Atem streifte sie....Ekel überkam sie...so nah, so entsetzlich nah. Sie sah jede Pore in seinem Gesicht.
"So ist es schon besser, viel besser."
Und er lachte...wie hypnotisiert starrte sie in diese Höhle von Mund...der sich ihr näherte, ihren Lippen näherte, die so weh taten von den Schlägen. Schnell schloss sie die Augen wieder, sie ertrug es nicht und wünschte sich Schläge herbei von ihm...Schmerzen, alles...nur nicht seine Lippen auf ihren.
Sie schmeckte seinen Speichel, ihr Blut, dieses ekelhafte warme Fleisch seiner Zunge wieder,..in ihr..in ihrem Mund.
Der Ekel wurde stärker und sie betete sich nicht übergeben zu müssen.
Sie spürte wie er hektischer wurde...erregter...
Seine Beine schoben ihre auseinander...
"Du willst es doch auch....ich spür doch, wie geil es dich macht."
Seine heisere Stimme mit der er es murmelte verkündete ihr nur, dass es nichts mehr gab, das es verhindern würde...
Sie spürte kaum noch, wie ihre Tränen flossen...unaufhaltsam flossen....sie zitterte und bebte auch nicht mehr...spürte keinen Schmerz mehr, von den vielen Schlägen...
Alles was sie jetzt noch denken konnte war...
Jetzt, gleich wird es passieren...
Und in ihr schrie es auf...ein "Nein" das nur sie hören konnte und sie bäumte sich auf. Ihr Mund, ihr Gesicht verzerrte sich voller Hilflosigkeit um dann ein "Nein" zu schreien...
Es war der letzte Funken Kraft...der letzte Aufschrei, der Situation, dem unvermeidlichen zu entkommen und...er scheiterte. Sie war ihm ausgeliefert...
Er schlug zu...erbarmungslos und ihr Kopf flog von einer Seite zu anderen...
Was er ihr entgegen schrie hörte sie nicht mehr....sie spürte nur noch einen Stoß....einen unsäglichen Schmerz...und dann wieder und wieder.
Hart und erbarmungslos. Sie starrte blicklos nach oben...weit aufgerissen die Augen, ihr Mund verzerrt und offen.
Sie gab keinen Laut von sich und doch hallte dröhnend in ihren Ohren ein Schrei.
Ihr Schrei.
Text und Bild:
Lia G.
