Schon des öfteren trafen wir uns um die Reise nach Budapest zu besprechen. Mitte April war es soweit. Der Morgen war frisch und es niesselte ein wenig. Pünktlich war ich am verabredten Ort. Zoltan war noch nicht da, ganze 15 Minuten mußte ich warten. Dann kam er wie immer eine Zigarette in der Hand aus der der Qualm in die Höhe stieg, in der anderen Hand zog er einen schwarzen Trolly. Das war immer sein Gepäckstück, mehr brauchte er nicht.
Die Fahrt war agesehen vom Wetter, angenehm. Des öfteren musste Zoltan rauchen. Dazu öffnete er das Fenster. Dabei wurde immer auf neue frische Luft ins Fahrzeug gebracht. Ich fuhr zügig, denn es waren nicht wenige Kilometer. Schließlich wollten wir zum Mittagessen in Budapest bei Gaby sein.
Wir machten gegen neun Uhr unsere erste Pause. Wir waren kurz vo der östreichischen Grenze. Wir hatten fast die Hälfte der Strecke geschafft. Das Wetter wurde nicht besser. Es regnete und ab und zu blinzelte die Sonne hinter den Wolken vor. Wir hatten Glück das wir keinen Stau erlebt hatten. Allerdings wußten wir nicht , daß es in Budapest nur so von Umleitungen und Baustellen wimmelte. Mein Navi kam damit nicht mehr zurecht. Wir fuhren deshalb des öfteren im Kreis. Das Mittagessen konnten wir vergessen. Was zudem noch den Verkehr erschwerte, war eine Demo mit tausenden Fahrrädern. Die Grüne Partei hat gegen die tägliche Vekehrflut die Budapest erleidet, demonstriert.
Das Telefon klingelte, es war Gaby, sie fragte Zoltan was mit uns los ist, wo wir bleiben. Zoltan erklärte die Situation, und sagte so in einer Stunde sind wir bei Ihr. Nur das war auch nicht zu schaffen. Am späten Nachmittag hatten wir es geschafft. Ich war auch geschafft, und schwor mir, das nächste Mal fliege ich.
Die Sonne schien als ein deutsches Nummernschild in die Strasse einbog wo Gaby jetzt wohnte. Zoltan stieg aus und klingelte. Nach kurzer Zeit öffnete sich die Tür. Gaby war Zoltans Neue Frau an seiner Seite, die ich zum ersten Mal sah. Sie sprach nur ungarisch und Englisch. Nun ungarisch konnte ich auch ein wenig, und Englisch auch. Und Zoltan konnte Deutsch und ungarisch sprechen, schließlich ist er in Ungarn geboren.
Nach herzlicher Begrüßung, gingen wir alle ins Haus, um unsere Reise bei einem Kaffee und Gebäck kurz zu erzählen. Danach brachte ich die Koffer und die mitgebrachten Geschenke in Haus. Gaby zeigte mir mein Zimmer in dem ich die Tage hier zusammen mit Ihen verbringen kann. Ich war von der Reise etwas müde und legte mich ein bisschen hin und schlief ein.
Eine ungewohnte Stimme bat mich aufzustehen, und zum Abendessen zu kommen. Ich stand auf, ging zum Bad und machte mich ein bisschen frisch und ging in die wunderschöne Küche wo der Tisch reichlich mit ungarischen Spezialitäten bestückt war. Wenn wir auch das Mittagessen versäumt hatten, so war das Abendessen ein sehr gutes Essen. Es hat bei ungarischem Rotwein wunderbar gemundet.
Der Abend ging schnell vorbei und wir gingen alle früh zu Bett.
Der nächste Tag brach an, die Sonne scheinte und draußen hörte man schon die Geräusche einer Großstadt. Wir bereiteten gemeinsam das Frühstück zu, und besprachen dabei den Tagesablauf.Gaby wusste von Zoltan, dass ich handwerklich so einiges kann. Zoltan war in seinem Berufsleben Jounalist und hatte zwei Linke Hände. Er konnte manche Dinge besser als ich mit Reden erledigen. Ich bat Gaby mir zu sagen was Sie noch an Ihrem Häuschen für Aufgaben hätte. Es war nicht soviel, zumindest konnte ich alles zur Zufriedenheit erledigen. Gaby ging zur Arbeit, sie ist Professorin bei der Universität in Budapest. Als Sie ging sagte Sie uns beiden, dass es heute spät werden kann und wir sollten uns selbst versorgen. Das war eine ganz leichte Übung, zumal ich kochen konnte. Am frühen Nachmittag war meine Arbeit fertig und so trafen wir Gabys Nachbar, der uns zu einem Umtrunk einlud. So verging die Zeit und langsam wurde es Zeit für das Abendessen.
Nach dem Essen überraschte mich Zoltan mit einem Besuch im Eishockey Stadion. Zoltan sollte im Auftrag einer rumänischen Zeitung den Bericht uber das Eishockeyspiel uj Pest Ungarn gegen Sikszerrda SC Rumanien. Zoltan zeigte bei der Kasse seinen Journalistenauweis vor und wir durften passieren. Der Ausweis war über 40 Jahre alt, Zoltan mit jugendlichen Photo und nicht mehr gültig. Das Spiel haben die Uj Pest Ungarn verloren. Der Unterschied zwischen beiden Mannschaften war zu groß. Nach dem Spiel gingen wir nach Hause, Gaby war schon angekommen und wir erzählten bei einem guten Glas Rotwein unseren ereignisreichen Tag. Danach gingen wir zu Bett.
Der nächste Tag brachte wieder Sonne. Nach dem Frühstück bin ich und Zolten zur Bushaltstelle gegangen um in die Innenstadt zu fahren. Heute wollten wir die Stadt erkunden. Wir wechselten ständig die Fahrzeuge Bus, Straßenbahn und Metro. Als erstes gingen wir in den Piaz (Markt) um ein kleines zweites Frühstück in einem kleinen Lokal zu sich zu nehmen. Danach haben wir das Parlament besucht, die vielen Brücken über die Donau gelafen und gefahren und zum Schluss sind wir auf die Fischer Bastei gefahren. Langsam verging der wunderschöne Tag und wir mußten wieder zurück. Zuhause angekommen war Gaby schon zu Hause und hatte uns Ausreißern was gutes gekocht. Nach dem Essen saßen wir wieder und diesmal sehr lange noch zusammen und erzählten und erzählten.
Auch am vierten Tag schien, die Sonne und es sollte wieder warm werden. Heute war mein Abreisetag. Wir frühstückten gemütlich zusammen und danach verabschiedete ich mich. Zoltan blieb bei Gaby. Ich fuhr weiter zum nächsten Erlebnis.
Ende
