Eine etwas verdrehte Geschichte ,
für meinen Enkel und meine Töchter .
Für die ich immer da sein werde.
In denen ich weiterlebe!
Das Gutenmorgenmännchen
Auch wenn ich hier auf Sand schreibe, heißt es ja noch nicht, das ich darauf bauen würde!
Sagt das Gutenmorgenmännchen immer. Seit anno Domino 56
Mit "Es war einmal" beginnen viele Geschichten und Märchen!
Diese hier nicht !
Also!
Es „ist“ einmal vor einiger, gar nicht langer Zeit,
ein Mann mit einem Sack auf Wanderschaft gegangen .
Das ist nichts besonderes, machen viele Männer!
Man könnte sagen, sie sind dafür Prädestiniert!
Diese so genannten Ausgewählten, verbringen nun ihr Leben damit,
Einen Sack zu tragen.
In diesem Sack tragen sie allerlei Dinge umher,
manch einer völlig unnützes Zeug , ein anderer Werkzeug.
Da gibt es noch die Bausackträger, einige tragen sogar ihre Kinder
darin herum. Nur so ,einfach so.
Von denen ist aber hier nicht die rede.
Hier geht es um einen Mann mit Sack, der die Bausackträger,
mit Material aller Art belieferte . Er hatte viele verschiedene Säcke.
Gipssäcke, Zementsäcke, Wassersäcke, Schraubensäcke
und auch einen Sandsack!
Durch das tragen der manchmal sehr schweren Säcke,
war der Mann immer kleiner geworden.
An einem wunderschönen Sommermorgen musste der
kleiner gewordene Mann, Sand ausliefern. Er war nicht froh
darüber, aber er tat es, er lebte ja davon.
Also mit Sand im Sack, ging er los.
Er sollte an eine stelle, an der ein riesiger Turm erschaffen wurde.
Das alles mit seinem Sack , voller Sand .
Er hatte schon viele Säcke dort hingebracht, die alle mit Sand gefüllt waren.
Er war schon sehr klein geworden, der Mann (nicht der Sack).
Er war schon so klein, das er zum Erdbeerpflücken eine
Leiter benötigte.
Der Turm war schon sehr hoch. Der Mann mit Sandsack
Schritt, Stufe für Stufe, den Turm hinauf.
Da es so lange dauerte, um den Turm zu erreichen, war schon die Nacht
Angebrochen.
Bis zum Sonnenaufgang würde er brauchen, um die Spitze des Turmes
zu erreichen . Was für ein Mühseliger weg . Aber er tat es gern.
Denn sein feiner Sand war der beste Sand, breit und weit
Kurz vor den letzten Stufen seines Turmafstieges, geschah etwas!
Unbemerkt , auf der letzten Stufe .
Ratschte er sich den Sack auf.
Langsam ergoss sich leise rieselnd, der Sand aus dem Sack ins freie.
Der Wind wehte den Sand über den Turm hinaus.
Da der Sand so fein war, fiel er fast schwebend nach unten.
Dort waren die Turmbauer, gerade wach geworden und schon
froh und munter .
Dann kam der feine Sand herabgeschwebt und benetzte ihre Augen.
Die Arbeitssäcke rieben sich die Augen.
Sie rieben und rubbelten, so lange bis sie wieder müde wurden!
Man beschloss die Arbeit bis zum nächsten Tag, ruhen zu lassen.
War ja auch kein Sand da!
Dieses Missgeschick sprach sich im Land herum. Von Mund zu Ohr !
Die Begebenheit wurde dadurch etwas verdreht.
Daraus entstand dann das Sandmännchen!
Also !
Liebe Kinder gebt fein acht, nicht das Sandmännchen hat den Sand gebracht!
Das Männchen am Morgen hat den Mist vollbracht und sich unbeliebt gemacht!
Darum reiben wir uns am Morgen die Augen!
Und das Ende der Geschicht. Ärgert das Morgenmännchen nicht!!!
-------------------------------------------------------------------------------------------- G.T. Lautenthal d. 01.06.2007
Informationen
Autor Gerd T.
Ein etwas anderer Morgengruss
Nicht der Sandmann, sondern das Gutenmorgen..........
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