Für all jene, die Orientierung vermissen lassen, Ziele nur ungenau oder gar nicht kennen, die die Landschaft genießen und nicht genau wissen, wo sie sich befinden.
Für die Landstreicher des Geistes, die Genießer und Träumer, für alle Wanderer, die sich selbst begleiten und sich in Begleitung wohl fühlen. Für alle, die das Leben lieben und den Weg genießen, ohne Ziel.
Für Verirrte und Verwirrte ohne Plan, planlos glücklich oder verzagt, planlos stolz und unerschrocken durch das Leben ziehen. Nomaden des Geistes und der Seele, des Ichs und des Seins. Nihilisten des Du`s, in Ehrfurcht versunken im Treibsand ihrer Gefühle.
Für all jene, die die Täler des Schweigens durchwandernd, dem Schrei der Erkenntnis fliehend, dem Ziele sehr nah und verfehlend, aus dem Becher der Erkenntnis und des Wissens trinkend..., immer noch durstend.
Leidenschaft und Liebe gelebt, in ihr mehrmals ertrunken und wiederbelebt,
beatmet und gerettet, sich wieder in die Fluten stürzend, in den Schoß der Geborgenheit. Der Erregung und Hilflosigkeit eines Neugeborenen, einem Gefühl der Wahrheit sehr nahe.
Für alle Empfindenden und Fühlenden, Angstlosen und Mutigen, die sich selbst stellen, und nicht alles vom Leben verlangen..., es nicht überfordern.
Für all die Traurigen und Verdrossenen, deren Seele verkrustet und ihre Angst der beste Freund ist, der Begleiter ihrer selbst. Die Weinenden, deren Tränen die Kniekehlen befeuchten und das Salz ihres Schmerzes auf der Zunge brennt.
Für alle, die das Leben lieben und die Mitte nicht kennen, aber vertraut mit dem Geruch des Sägemehls der Zirkus-Arenen, dem Clown, der traurig seine Späße macht und dem anderen, der vergnügt und missverstanden die Arena verlässt, unter tosendem Beifall..., sein Leben spürt.
Für alle, die sich im Schatten des Daseins vor der sengenden Hitze des Erfolges schützen. Auch für jene, die nicht alleine..., aber einsam sind. Und für jene, deren Sensibilität als Schutzschild für selbst verliebte Egomanen dient.
© Peter Braun
