Ein ganz normaler Wechsel-Raus aus dem Hotel-Geschäft-mein allererstes meeting
So und jetzt hatte ich endlich wieder einen "normalen" job (8)
Der neue job stand irgendwie schon unter bedenklichen Vorzeichen, aber die sah ich anfangs ja noch nicht. Ich kaufte dann von einem Kollegen seinen Fiat und das war schon der erste Fehler. Bereits auf dem Weg von Windhoek nach Walvis Bay hatte er einen Platten. Da konnte ich noch darüber lachen und sagte mir "besser der als ich".
Vielleicht war ich auch schon zu versaut für normale jobs, aber es war nicht leicht für mich. Vor allem wenn ich mit afrikaans sprechenden Leuten zu tun hatte, die waren da scheinbar besonders stolz auf ihre "Sprache". Mit den Portugiesen und den deutsch Sprachigen kam ich am besten klar.
Ja und nun durfte ich ja auch nach Narraville, wo die Coulereds und auch in die location, wo die Schwarzen lebten. Dafür bekam ich einen besonderen Ausweis. Was mir in Erinnerung blieb, war der äußerst gewöhnungsbedürftige Geruch, der mir entgegen schlug, als ich in die location fuhr, manches Mal auch schon einen km vorher. Mit den Ladenbesitzern konnte ich sehr gut klar kommen. Einige von denen haben mir ganz wunderbare Bestellungen aufgegeben, als ich dann aber in unsere Zweigstelle kam, sagte mir der Zweigstellenleiter "sorry, aber die haben noch Rechnungen offen stehen von vor 2 Jahren. Die bekommen nichts, bis sie die alten Sachen bezahlt haben".
Maria, die ich noch aus dem Meermaid Hotel kannte, wo sie sich die Zeit des Saubermachens mit reichlichen Schlucken aus den aufgehängten Flaschen versüßte, bis sie vom Manager gefeuert wurde, wohnte jetzt in Narraville bei und mit der Familie. Ich fuhr sie dann mal nachhause und wurde auf einen drink eingeladen. Da ich, wie üblich, schon vorher einiges getankt hatte und dann bei ihr eben nicht nur den einen drink bekam, wurden wir uns einig, dass ich dort übernachten sollte. Mein Auto wurde so ein bisschen getarnt, so dass man es nicht auf den ersten Blick entdecken konnte. Und ich hatte mit der Maria eine schöne Nacht.
Am nächsten Morgen ging auch alles glatt, und ich fuhr in Walvis Bay ein, natürlich frohen Mutes und entsprechend locker schnell. Zack, schon hatten sie mich, aber nur wegen des "speeding". Den kleinen Strafzettel habe ich gerne bezahlt.
So kam ich zwar eine wenig spät, aber doch guter Stimmung in unser Zweigstelle an. Der Zweigstellenleiter Herr van der Merve bat mich zu sich herein, schloss die Tür und fragte mich, ob es sein könnte, dass ich vielleicht ein paar Probleme mit dem Alkohol hätte. Er würde mich so manches Mal am Morgen sehen, und ich machte da dann doch einen etwas verkaterten Eindruck. Ich versicherte ihm natürlich, dass ich schon ganz gerne mal einen trinken gehe, aber Probleme ich,... nein--überhaupt nicht.
Dann offenbarte er sich mir, indem er mir allen Ernstes sagte, dass er Alkoholiker sei, seit 2 Jahren trocken und dieses mit AA. Er gehe auch heute noch in diese meetings.
Ja das interessierte mich natürlich schon sehr, und ich fragte ihn darauf hin, ob er mich mal mit nehmen wolle.
Ja, sagte er, wenn Du das möchtest gerne, komm' doch morgen Abend zu mir zum Abendessen. Danach gehen wir dann zusammen ins meeting.
Ja nun war ich ja doch nervös am nächsten Tag und schüttete mir erst mal ein paar (oder mehr?) hinter die sogenannte Binde, bevor ich zu ihm ging. Das Essen war allerdings ein Fraß, und ich würgte mit Ach und Krach ein bisschen davon herunter. Seine Frau war auch nicht gerade die Schönheit in Person, aber das Wichtigste, sie konnte nun überhaupt nicht kochen. Egal, ich überlebte, und wir gingen dann in dieses meeting.
Es wurde in afrikaans abgehalten und als dann die Präambel vorgelesen wurde u.a. der Satz....
"die einzige Voraussetzung für die Zugehörigkeit ist der Wunsch, mit dem Trinken aufzuhören"..... da musste ich dann aber doch "Protest" anmelden, und sagte, dass ich doch nicht aufhören will, ich wollte doch nur weniger trinken!!!
Ich habe dann aber wohl selbst gemerkt, dass mein Zustand schon nicht mehr so besonders geeignet war, um überhaupt noch was zu verstehen und so ging ich kurz darauf.
An dem Abend bin ich dann ganz fürchterlich im Yacht-Club versackt.
Ich habe dann aber ein paar Tage später selbst gemerkt, dass etwas geschehen muss. Zu der Zeit habe ich noch gedacht, dass alles besser wird, wenn ich wieder im Hotel arbeite.
So fragte ich im Meermaid Hotel nach, wo inzwischen der Theater-Müller als Manager arbeitete. Er rief seine Frau an, die in Otjiwarongo im Hamburger Hof als Managerin arbeitete und den schönen Spitznamen "DER GENERAL" hatte. Tja sagte er, wenn Du willst, kannst Du bei meiner Frau als Barmann anfangen. Und ich sagte zu.....
nächstes Mal mehr
Vielleicht war ich auch schon zu versaut für normale jobs, aber es war nicht leicht für mich. Vor allem wenn ich mit afrikaans sprechenden Leuten zu tun hatte, die waren da scheinbar besonders stolz auf ihre "Sprache". Mit den Portugiesen und den deutsch Sprachigen kam ich am besten klar.
Ja und nun durfte ich ja auch nach Narraville, wo die Coulereds und auch in die location, wo die Schwarzen lebten. Dafür bekam ich einen besonderen Ausweis. Was mir in Erinnerung blieb, war der äußerst gewöhnungsbedürftige Geruch, der mir entgegen schlug, als ich in die location fuhr, manches Mal auch schon einen km vorher. Mit den Ladenbesitzern konnte ich sehr gut klar kommen. Einige von denen haben mir ganz wunderbare Bestellungen aufgegeben, als ich dann aber in unsere Zweigstelle kam, sagte mir der Zweigstellenleiter "sorry, aber die haben noch Rechnungen offen stehen von vor 2 Jahren. Die bekommen nichts, bis sie die alten Sachen bezahlt haben".
Maria, die ich noch aus dem Meermaid Hotel kannte, wo sie sich die Zeit des Saubermachens mit reichlichen Schlucken aus den aufgehängten Flaschen versüßte, bis sie vom Manager gefeuert wurde, wohnte jetzt in Narraville bei und mit der Familie. Ich fuhr sie dann mal nachhause und wurde auf einen drink eingeladen. Da ich, wie üblich, schon vorher einiges getankt hatte und dann bei ihr eben nicht nur den einen drink bekam, wurden wir uns einig, dass ich dort übernachten sollte. Mein Auto wurde so ein bisschen getarnt, so dass man es nicht auf den ersten Blick entdecken konnte. Und ich hatte mit der Maria eine schöne Nacht.
Am nächsten Morgen ging auch alles glatt, und ich fuhr in Walvis Bay ein, natürlich frohen Mutes und entsprechend locker schnell. Zack, schon hatten sie mich, aber nur wegen des "speeding". Den kleinen Strafzettel habe ich gerne bezahlt.
So kam ich zwar eine wenig spät, aber doch guter Stimmung in unser Zweigstelle an. Der Zweigstellenleiter Herr van der Merve bat mich zu sich herein, schloss die Tür und fragte mich, ob es sein könnte, dass ich vielleicht ein paar Probleme mit dem Alkohol hätte. Er würde mich so manches Mal am Morgen sehen, und ich machte da dann doch einen etwas verkaterten Eindruck. Ich versicherte ihm natürlich, dass ich schon ganz gerne mal einen trinken gehe, aber Probleme ich,... nein--überhaupt nicht.
Dann offenbarte er sich mir, indem er mir allen Ernstes sagte, dass er Alkoholiker sei, seit 2 Jahren trocken und dieses mit AA. Er gehe auch heute noch in diese meetings.
Ja das interessierte mich natürlich schon sehr, und ich fragte ihn darauf hin, ob er mich mal mit nehmen wolle.
Ja, sagte er, wenn Du das möchtest gerne, komm' doch morgen Abend zu mir zum Abendessen. Danach gehen wir dann zusammen ins meeting.
Ja nun war ich ja doch nervös am nächsten Tag und schüttete mir erst mal ein paar (oder mehr?) hinter die sogenannte Binde, bevor ich zu ihm ging. Das Essen war allerdings ein Fraß, und ich würgte mit Ach und Krach ein bisschen davon herunter. Seine Frau war auch nicht gerade die Schönheit in Person, aber das Wichtigste, sie konnte nun überhaupt nicht kochen. Egal, ich überlebte, und wir gingen dann in dieses meeting.
Es wurde in afrikaans abgehalten und als dann die Präambel vorgelesen wurde u.a. der Satz....
"die einzige Voraussetzung für die Zugehörigkeit ist der Wunsch, mit dem Trinken aufzuhören"..... da musste ich dann aber doch "Protest" anmelden, und sagte, dass ich doch nicht aufhören will, ich wollte doch nur weniger trinken!!!
Ich habe dann aber wohl selbst gemerkt, dass mein Zustand schon nicht mehr so besonders geeignet war, um überhaupt noch was zu verstehen und so ging ich kurz darauf.
An dem Abend bin ich dann ganz fürchterlich im Yacht-Club versackt.
Ich habe dann aber ein paar Tage später selbst gemerkt, dass etwas geschehen muss. Zu der Zeit habe ich noch gedacht, dass alles besser wird, wenn ich wieder im Hotel arbeite.
So fragte ich im Meermaid Hotel nach, wo inzwischen der Theater-Müller als Manager arbeitete. Er rief seine Frau an, die in Otjiwarongo im Hamburger Hof als Managerin arbeitete und den schönen Spitznamen "DER GENERAL" hatte. Tja sagte er, wenn Du willst, kannst Du bei meiner Frau als Barmann anfangen. Und ich sagte zu.....
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