wohl Dem, der über sich selbst lachen kann. Ich kann es wohl!
Als Frühchen geboren, dürfte ich eigentlich gar nicht am Leben sein, wenn man bedenkt, WANN ich geboren wurde. Ich laufe deshalb ein wenig "anders als die Anderen" und leider falle ich auch sehr oft dadurch...
Zum Schrecken meiner Mutter... Eigentlich - wenn ich es so recht bedenke - hätte sie während meiner Kindheit und im Zeitalter des Strümpfestopfens ihre Nadel und den Wollfaden gar nicht erst an die Seite zu packen brauchen. Denn alle naselang kam ich heulend rein, das Knie zerschrammt, die Strumpfhose kaputt!!! Wir waren immer mit vielen Kindern draußen und natürlich wollte ich mitspielen. Nur, daß ich immer die Langsamste war und auch nicht auf Bäume klettern konnte. Meine Cousine lief auf dem Dachfirst ihrer Scheune herum und ich stand zeternd unten: "Komm da runter, sonst fällst Du herunter!" Sie lachte nur und ich mutierte zur Petze... "Mama, die Gerda läuft schon wieder auf den Dach herum." Nur, daß sie immer den Braten roch und wenn meine Mutter dann angsterfüllt aus dem Haus stürzte, war sie nicht mehr zu sehen. Ihre eigene Mutter was da schmerzfreier, Sie strickte in aller Seelenruhe weiter auf ihrer Strickmaschine... ritsch ratsch - ritsch ratsch...
Ich fuhr als junge Frau (etwa 18) mit einer Freundin in den Urlaub. Ein Dorf in Bayern. Wir wollten in der Dorfkneipe ein Bier trinken und - ihr ahnt es: "Ich stolperte irgendwie und fand mich knieend in Türramen wieder. Die ganze Kneipe voller Männer... Man kann sich vorstellen, was passierte. Eine Lachsalve - ich peinlich berührt und am liebsten wäre ich in ein Mauseloch gekrochen...
Ich fuhr mit meinem Mann (heute Ex-Mann und verstorben) vor etwa 34 Jahren nach Prag. Eine Busreise! Wir wollten in ein Restaurant essen gehen. Unterwegs stolperte ich über ein Kabel (was liegt das auch quer über der Straße... tz tz tz ...) fiel und meine Hosennaht - es waren enge Hosen "in" zu der Zeit - platze am Allerwertesten von oben bis nach unten auf... Zu weit weg vom Hotel, als daß man hätte hinfahren können, um sich umzuziehen. Puli zu kurz, um es zu vertuschen. Jacke mit wüstem Fellbesatz (der letzte Schrei zu der Zeit) zu dick, um sie beim Essen anzubehalten... Ich blieb alleine im Bus. Zu der Zeit rauchte ich noch, hatte Zigaretten, aber nur noch zwei oder drei Streichhölzer... Ach Du liebe Zeit! Das auch noch! Ich überlegte und kam zu dem Schluß, daß ja vielleicht das eine oder andere Streichholz in den Ritzen der Sitze stecken könnte. Ich arbeitete mich unter Flüchen durch den ganzen Bus, immer mit den Fingern in den Ritzen, mit den Augen am Boden und siehe da.... ich wurde fündig. Nur, daß ich dann Kette rauchen mußte, weil ich ja die eine Zigarette mit der anderen anstecken mußte... Ein Essen hat noch nie so lange gedauert, sage ich Euch!
Ich feierte vor etwa 33 Jahren Silvester, wollte schön sein und zog meine neuen Stiefeletten an mit einem hohen Absatz. Es war eine tolle Feier. Nur, daß draußen die Fahrbahn so glatt war (es herrschte, wenn ich mich recht erinnere, sogar Fahrverbot) so daß ich - natürlich auch angeschickert - mit meinen totschicken Stiefeletten auf dem Nachhauseweg nicht über die Straße kam. Nach mehreren verzweifelten Versuchen, bei der Glätte und mit meinem Schwips wieder auf die Füße zu kommen, gab ich es auf. Aber frau weiß sich ja zu helfen, ich kniete mich hin und krabbelte über die Kreuzung. Noch heute löst die Vorstellung Lachanfälle bei mir aus. Mein Mann stand auf der anderen Seite und lachte...
Ich komme aus einem Restaurant - ich hatte vorher eine heftige Diskussion mit dem Freund meiner Cousine - und ich war total in Rage... Den einzigen eisglatten Fleck weit und breit unter der Regenrinne erwischte ICH und schlug der Länge nach hin. Der Spott meines Diskussionspartners war mir sicher! Wir haben jahrelang diese Geschichte zum Besten gegeben.
Ich besuchte meinen Freund in Paris, gehe alleine spazieren in der Stadt der Liebe... in der wunderschönen Metropole... (seufz). Ihr ahnt es ..... ein charmanter Franzose half mir wieder auf die Füße!
Wir machten uns einen feuchtfröhlichen Mädel-Abend. Ich führte bei der Gelegenheit meine neuen, knallroten Cowboy-Stiefel aus. Ein Geschenk meines Freundes. Auf dem Rückweg: Mary legt sich hin. Schön auf den Rücken wie ein gestrandeter Wal... und mitten auf der Straße. Noch Jahre später zogen meine Freundinnen mich auf: "Wer schön sein will, muß..... usw...
Ich besuchte mit meiner Cousine ihren Freund, chic in Pumps und Trenchcoat, top geschminkt und gestylt. Nur, daß der verflixte Tritt so tief war. Ich war - wie oben schon beschrieben - nicht gelenkig, doch nun hätte ich fast einen Salto hingekriegt. Meine Cousine konnte vor Lachen nicht mehr sprechen.
Von einem ebenso ungeahnten Talent wurde ich hinter dem Tresen meiner Arbeitsstelle (Bäckere-Filiale) überrascht . Konnte ich doch mit einem Male einen Spagat!!! Ohne eine einzige Trainingsstunde absolviert zu haben. Das mache mal einer nach. Immerhin war ich schon fast 50 Jahre alt. Mein Gott...es war halt rutschig, ein wenig schummeln ist doch wohl erlaubt, oder? Die Kundin guckte ganz irritiert: Wo isse denn nun...? :-)))
In einem Restaurant solperte ich auf dem Rückweg vom stillen Örtchen, bekam aber im letzen Moment noch die Tiefkühltruhe zu fassen, die ich dann mal eben ein Stück von der Wand rückte... Die stand dort auch ehe nicht so gut, wenn ich es so recht überlege! Ich glaube, ich fiel nicht direkt...
Ich fuhr früher ein Jahr lang Taxi. Ein Kunde schickte mich in ein Restaurant, ich sollte die von ihm bestellten Pizzen abholen. Ich wartete endlos, spürte die Blicke der Gäste auf meinem Rücken. Zu der Zeit hatte ich noch nicht genügend Selbstbewußtsein, so daß ich ganz nervös wurde. Endlich bekam ich die drei oder viel Pizzen schön aufgestapelt in die Hand gedrückt, ich drehe mich um und will raus.... Nur, daß da so ein kleiner Teppich lag, worüber ich stolperte. Die Pizzen flogen im hohen Bogen direkt vor einem Tisch, der natürlich besetzt war. Ich möchte nicht wissen, wie viele Gäste sich das Lachen verkneifen mußten... Ich krabbelte auf allen Vieren wie ein großer Hund auf dem Boden herum. Einer der am Tisch Sitzenden sagte: "Oh - ist das unser Essen...? Das wird heute aber originell serviert...!" Der Kellner kam gerannt, half mir hoch, sammelte die Pizzen ein, die gottlob unversehrt geblieben waren und begleitete mich zur Tür. Jedesmal, wenn ich später mal wieder in das Restaurant kam, rannten sie um den Tresen herum und begleiterten mich hinaus... Ist doch nett, oder?
Ich gehe mit dem Hund aus dem Haus aus dem Haus... Ähhh - ich meine den Hund, der hier wohnt und der meinem Vermieter gehört. Vicky! Vicky kannte mich aber noch nicht so gut und ich sie nicht. Ich muß dazu sagen, daß diese Begebenheit noch nicht soooo lange her ist (etwa 5 Jahre) und ich leider heute noch sehr viel unbeholfener (durch verschiedene Krankheitsbilder) auf den Beinen bin als früher. Ich gehe durch den nahe gelegenen Park, als Vicky einen anderen Hund entdeckt, an der Leine reißt und losstürmen will. Nur, daß ich die Leine dreimal ums Handgelenk gewickelt hatte... Ich stürzte also voll auf meine Handgelenke, die dann doch schon Schaden genommen haben. Sie sind hin, alles hängt in Fransen drin herum, sagt der Chirurg, dem ich etwas später in die Hände geriet, weil eine Daumensehne gerissen war. Sicherlich zum Teil als Folge des Sturzes... Diesmal hatte ich länger etwas davon!
Und einmal ging es wirklich nicht gut aus. Meine Mutter (damals 88) lag mit einer Darm-OP im Krankenhaus und sollte in ein paar Tagen entlassen werden. Ich wollte ihre Wohnung putzen. Ich ließ mich mit meinem Auto von meinem Sohn in ihre Wohnung bringen, derweil er irgendwas erledigen wollte. Wir machten eine Uhrzeit ab, wann er mich wieder abholen sollte. Natürlich war ich nicht geduscht, denn wer duscht schon vor dem Großputz? Ich mußte eben nur noch den ganz kleinen Eingang trockenwischen, als mein Sohn kam... Nur, daß ich dann mit dem Fuß umknickte und hinfiel. Und nicht wieder hoch kam, weil der Fuß mich nicht trug! Ich wußte gleich, daß diesmal etwas Ernstes passiert war... Mein Sohn rief den Notarzt. Ich wurde geholt, wurde in die Klinik gefahren, in der auch meine Mutter lag. Ich lachte und lachte und machte Scherze... der Arzt schüttelte mit dem Kopf... Heute weiß ich, daß ich unter Schock stand. Mein Sprunggelenk war gebrochen.
Kurze Rede.... ich kam aufs Zimmer meiner Mutter, darum hatte ich gebeten. Von meinen Besuchen her wußte ich, daß ein Bett frei war. Ich bekam das Bett am Fenster und das zeigte direkt auf den Haupteingang. Ich hatte den Vorhang immer offen und konnte praktisch meinen Besuch schon sehen, wenn er aus dem Auto stieg. Er mich dann kurz vor der Tür auch! Da mich aber sehr viel Leute kennen, hatte ich auch oft Besuch von Leuten, die eigentlich gar nicht mich besuchen wollten, sondern jemand Anderen. So war der Klinikaufenthalt recht kurzweilig, aber die Hampelei hinterher zu Hause...
Reden wir nicht darüber!!!!!
Ich will Euch nicht überstrapazieren, nur noch sagen, daß ich den Weihnachts-Truthahn auf einem fahrbaren Stuhl zubereitete und wochenlag im Sitzen die Wäsche meiner Freundin gebügelt habe. Dafür mußte sie bei mir putzen...
Alles Lesern wünsche ich.... nicht so viel Pech! :-)))) (dies ist nur ein Teil, evtl. gibt es eine Fortsetzung)
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