Dein Kopf hat so oft an meiner Schulter geruht, bist in meinen Armen eingeschlafen. Hast mir in den Ausschnitt gepinkelt und  deinen Brei in mein Haar gespuckt.

Hast mich in mancher Nacht getreten in deinen lebhaften  Träumen, mir deine Arme ins Gesicht geklatscht, mich wachgeseufzt, aus dem warmen Bett gescheucht zum Kühlschrank…. „Oma, Durst!“

Wegen dir klettere ich auf Metallgerüsten herum, hangle mich an dicken Tampen entlang, oft zur Belustigung des Publikums. Ich saß auf Kinderstühlen beim Kasperle, ertrage jede Folge von „Bitte lächeln“ und „Ups, die Pannenshow“.

Ich spiele Tennis mit Bällen, die gar nicht wirklich geflogen kommen, singe Karaoke, obwohl du mich auslachst. Deine Kommentare sind rüder als die vom Bohlen, aber ich kann nun mal nicht singen.

Hängt dein Blick im Schaufenster fest, umspielt ein Lächeln deinen Mund, ist es mir unmöglich, dir das wohl hundertste Spielzeugauto nicht zu kaufen.

Dann strahlen sie, deine Augen, wie ein Meer so blau, gekrönt von langen Wimpern, schöner als Wolken ein Meer umrahmen könnten…

Ich kann ihnen nicht widerstehen, dein Lächeln wickelt mich um deinen kleinen Finger, der noch so zart und klein ist und doch so stark…es sind die Augen deines Opas, mich kopflos machend, du hast sie geerbt, du Spross meines Sprosses, du geliebter kleiner Kerl.