Ich habe nochmal nachgeschlagen, seit ca einem jahr schreiben wir uns im net.

Wir haben auch oft schon lange miteinander telefoniert. Wobei diese gespräche keine wahren dialoge waren.

Zweimal hatte ich dich auch schon eingeladen, habe dann aber beide male abgesagt, es ging mir einfach nicht gut, die schmerzen waren stark und so wollte ich nicht von dir gesehen werden, auch fühlte ich mich nicht stark genug in diesem zustand für eine begegnung.

Ich hatte wohl gemerkt, dass du gekränkt warst, aber du hast dich nicht ganz zurück gezogen. So kam dann am freitagabend dein anruf. Wir haben dann abgemacht, dass du kommen würdest und ich dich also nächsten mittag von der bahn abholen würde.

Es sind noch gut eineinhalbstunden bis zu deiner ankunft, ich war in der apotheke, mein handy klingelt,. Natürlich fand ich es nicht rechtzeitig in meiner handtasche , bevor der klingelton aufgab.

Irgendwie ein durcheinander bei der bahn, du würdest wahrscheinlich schon eher kommen, wann könntest du aber nicht sagen. Nach zwei weiteren telefonaten, einigen wir uns daruf, dass du anrufst, wenn du in E. angekommen bist. Ich brauche dann ca 25 min.

Ich habe dich abgeholt, erste reale begegnung. Ich denke, jeder von uns hat gedacht,fotos, sind die eine,realität, die andere sache.

Auf der fahrt zu mir hast du dann geschimpft, über die schlechten bus und bahnverbindungen am wochende. Der zug in kiel wäre aus unerfindlichen gründen einfach nicht losgefahren.Auf deine nachfrage beim zugbegleiter, hättest du die antwort bekommen, der zugführer hätte wohl vergessen los zu fahren ???????????????

Da ich kein bahnfahrer bin enthalte ich mich der kommentare.

Bei mir angekommen trinken wir erstmal einen espresso, ich biete dir an dich ruhig in der wohnung umzusehen.Dann habe ich uns einen salat gemacht, du hats dich nicht umgesehen, wolltest keine zeitung, keine bücher, so richtig auch keine musik.

Hast mir zugeschaut und mir erzählt, wie schrecklich es ist, in einer sozialwohnung zu wohnen, wie schlimm die hausmeister, wie ungepflegt die büsche, aus denen sich dann immer die motten in deine wohnung stürzen. Was zufolge hat, das du den kleiderschrank mit deinen kaschmirsachen, nicht mehr öffnest. Und auch wegen der schlimmen nachbarn, die dich und deinen kaschmirmantel mit schlamm beworfen hätten. Und einer auch immer an deinem fahrad ?, die schläuche zerschneidet.

Nach dem salat mache ich dir den vorschlag, dir ein wenig die gegend zu zeigen, speziell die "schleistrasse". Du bist fotograf und hast ja auch deine kamera mitgebracht. Zustimmung. Wir fahren los, ich weise dich unterwwgs auf einige wunderschöne alte gehöfte mit reetdachhäusern hin, auf die schlei, auf diese ganz alte eisenbahnbrücke, bei der mir immer buch und film "die brücken am fluss" einfallen. Komme mir dabei fast schon schuldig vor, weil ich ja deinen redefluss unterbrochen habe, du erzählst mir ja , wie schlecht man dich auf einer gewissen plattform behandelt hat. 

Wir machen halt an einer obstgut, die auch ein cafe hat, wunderschönen frischen hausgebackenen kuchen, mit den frischen beeren des gutes. Du suchst dir einen kuchen aus, möchtest kaffee dazu und nimmst an einem tisch platz. Ich bringe die sachen an den tisch.

Zwei russen in uniform der roten armee, spielen musik,begeistert applaudiert ein tisch, offensichtlich mit lands leuten, darunter zwei sehr hübsche junge frauen.

Für mich anlass, bekannte lieder mit zu summen, obwohl ich doch gar nicht singen kann, aber ich summe ja auch nur.Dabei habe ich diese schönen melancholischen lieder früher lauthals , mit leidenschaft gesungen, immer wenn meine mutter mich zun abwaschdienst für die gesamte familie, wieder mal alleine in die küche gestellt hatte.

Für dich anlass, von deiner geschiedenen russischen frau zu erzählen, von dem scheidungskrieg, wie sir das haus an sich gerissen hat, dir die tochter ohne unterhalt überlassen hat, diese undankbar zur mutter zurück ist . Das die rechtsanwälte mal wieder viel zu langsam sind, genau, wie bei deinem wohnungsproblem, wie bei der op an deinem penis, wie immer. und wie frech nun auch schon nvonn der 5. rechtschutzversicherung rausgescmissen worden zu sein.

Es ist einer der wenigen sonnigen tage dieses sommers, nicht so richtig dran glaubend habe ich ein schwarzes teashirt an, der sonnenschirm an dem tischlässt sich dank einer bodenhülse nicht verrücken und bedeckt leider nur dich.

Ich merke wie heiss es es an mir und in mir wird.

Stellte dann die frage, ob es auch möglich wäre, uns auch mal über positive dinge und seis das heutige wetter, unterhalten könnten. Schliesslich hattest du mir ja auch schon erzählt, dass du seit deinem 10. lebensjahr nach buddhistischen grundsätzen lebst, von denen ich nun allerdings, beim besten willen nichts entdecken könnte.

Du warst offensichtlich gekränkt und hast mindestens zehn minuten geschwiegen.

Ursprünglich wollte ich mit dir noch an die förde fahren, wegen des wunderschönen blickes, bin dann aber nur, allerdings dein einverständnis einholend, an den nächsten strand gefahren.

Dort hast du mir dann erklärt, dass es für dich als professionellen fotografen, keine wirklichen motive gäbe.

Wir haben auf einer bank an der strandpromenade gesessen, ich habe es genossen die unterschiedlichen menschen, mit und ohne kinder, diesen sonnentag geniessend, zu sehen. Habe mir in meinen gedanken, die unterschiedlichsten geschichten ausgemalt. Hörte dich reden von belichtungsverhältnissen, fehlenden motiven usw, ohne dass mich deine worte noch erreichten.

 Zu hause habe ich mich in die küche geflüchtet und dir meinen lap angeboten.

Das essen hast du ohne kommentar, sowie auch am folgendem mtag, das früstück und das mittagessen, eingenommen.

fragte dich ob wir nach dem abendbrot eine partie schach spielen möchten, bildbände ansehen, musik hören wollten. Nein war dir alles zu anstrengend, wolltest mir lieber mit laufendem fernseher von den schlimmen folgen deiner diabetes und deiner schlechten hausärztin erzählen.

Irgendwann, ich denke es war gegen 22.30, war ich dann an meiner grenze, hatte ein halbes glas rotwein getrunken , du das von dir gewünschte bier. Ich habe mich von dir verabschiedet, dir offen gelassen, wie du deinen weiteren abend gestaltest, ob am fernseher, oder am lap, der ja auch im gästezimmer steht, dein bett hatte ich dir dort ja schon gemacht.

Am nächstem morgen, habe ich dich dann nach neun geweckt, hatte das frühstück fertig und habe danach gesagt, dass ich unbedingt mit dir reden müsste.

Du warst offensichtlich schlecht gelaunt beim frühstück, habe dir dann anschliessend, mit vorsichtigen worten versucht, zu erklären, dass ich dir am gestrigen tag, wenn es mir dann möglich war, eineige spielbälle zu geworfen habe, Habe von freundinnen , kindern und enkelkindern, von meiner arbeit, andeutungen gemacht. Keinen dieser bälle hast du an-oder aufgenommen.

Du hast dann einen zug um 18.49 uhr herausgefunden. Der sonntag, verlief nach dem frühstück nicht anders, als der sonnabend.

Ich habe dich nicht auf den bahnsteig gebracht, bin zwar höflicherweise aus dem auto ausgestiegen, um dich zu verabschieden, aber kann mich nicht erinnern, jemals so erleichtert, nach hause gefahren zu sein, nachdem ich einen besuch verabschiedet habe.

Moral von der geschicht:

Stellst du keine fragen, weiss ich,

du interessierst dich auch nicht für mich,

was dich interessiert ist nur dein eigenes, verletztes ich. 

ob zu recht, oder nicht.

du nimmst dir auf alles andere selber die sicht