Eine ganz besondere Freundin.....
Ein wunderschönes, schwarzes Pferd lebte einmal im Norden Niedersachsens, in der Nähe der Nordseeküste, in einem Pensionsstall mit vielen anderen Pferden zusammen.
Dieses Pferd war nicht alleine auf der Welt, nein es hatte eine Besitzerin. Sie war eine schon etwas ältere Frau, so etwas über Mitte 40, und besuchte dieses Pferd fast jeden Tag. Im Sommer kam sie nicht so häufig, denn dann brauchte man die Boxen nicht misten und es gab immer genug Weide auf der sich das Pferd mit seinen Freunden austoben konnte. Aber im Winter kam sie jeden Tag. Sie machte die Box sauber und brachte auch immer ganz leckeres Futter mit. Möhren, und Äpfel und manchmal Brot und ganz leckere Kräuter, die sie überbrühte, weil das Pferd ja im Winter keine finden konnte.
Dieses Pferd, übrigens eine Stute, liebte seine Besitzerin, weil sie immer für sie da war und weil sie meistens auch Leckerlis in der Tasche hatte. Das war aber nicht immer so gewesen, am Anfang war die Stute sehr böse auf ihre Besitzerin, die hatte sie doch einfach von ihren Vorbesitzern weggeholt, wo sie seit ihrem 6. Lebensmonat gelebt hatte. Sie hatte wohl gemerkt, dass die Vorbesitzer nicht mehr so viel Zeit für sie hatten, aber sie hatte sich dort sehr wohl gefühlt. Die neue Besitzerin ist dann einfach gekommen und hat sie dort weggeholt und weil sie ein sehr gutmütiges Pferd war und von Grund auf gar nicht böse, hat sie die neue Besitzerin einfach mit Missachtung gestraft.
Die neue Besitzerin hat sich sehr viel Mühe gegeben und es ist der Stute sehr schwer gefallen sie zu bestrafen. Immer hat sie eine Belohnung bekommen wenn sie gemacht hat was die neue Besitzerin von ihr wollte und da sie sehr verfressen war, hat sie, die Belohnung auch genommen. Viele neue Eindrücke sind auf sie zugekommen als sie die Besitzerin wechselte, hatte sie doch immer nur allein im Stall gestanden und war nur ab und zu herausgekommen, weil die alten Besitzer keine Weide hatten. Nun wurde sie in einen Pensionsstall gestellt und stand jeden Tag mit vielen anderen Pferden auf der Weide. Zuerst hat es ihr ganz furchtbar Angst gemacht, schließlich waren die anderen Pferde ihr alle fremd, aber nach einer Zeit hat sie sich dann daran gewöhnt und auch viele Freundschaften geschlossen.
Mit der neuen Besitzerin hat sich das Pferd dann auch abgefunden. Die Stute hatte nur ein knappes Jahr durchgehalten die Neue zu strafen, dann ging es nicht mehr. War die Frau doch eigentlich eine ganz liebe und nette Frau und sie kümmerte sich auch sehr gut um sie. Sie wurde niemals böse und hat sie auch niemals gestraft. Egal was sie auch tat, wenn die Besitzerin es für Gut befand, wurde sie immer belohnt. So einer netten Frau kann man doch nicht böse sein. Außerdem erlebten sie immer ein kleines Abenteuer, wenn sie in das Gelände ritten. Sie erkundeten zusammen neue Wege und waren oft stundenlang zusammen unterwegs. Die Besitzerin redete sehr viel mit ihr und als Zeichen, dass sie zuhörte hatte sie immer ein Ohr in Richtung Besitzerin, die auf ihrem Rücken saß, und ein Ohr in die Richtung in der sie gerade lief. Sie musste doch auch schließlich aufpassen auf ihre Besitzerin.
An manchen Stellen, wo sie Angst bekam, weil ein großer Stein irgendwie aussah wie ein Wolf und nicht mehr weiter gehen konnte vor Angst, stieg ihre Besitzerin von ihrem Rücken und zeigte ihr, dass sie keine Angst haben musste. Sie gingen dann zusammen zu dem Angst machenden Objekt und schauten es sich gemeinsam an. Die Besitzerin musste vorgehen, damit sie im Zweifelsfall, dann zuerst von dem Wolf gefressen wird und die Stute noch Zeit genug hatte um doch noch abzuhauen. Doch immer konnte die Frau, das Pferd davon überzeugen, dass es keine Angst zu haben brauchte, sie tat es mit ganz viel Ruhe und wenn das Pferd dann soviel Mut gesammelt hatte sich dieses Objekt anzuschauen, dann belohnte die Frau das Pferd dafür, dass es soviel Mut aufgebracht hatte und beim nächsten Mal konnte sie dann daran vorbei gehen ohne Angst zu haben.
Ganz viele Sachen haben die beiden schon zusammen erlebt. An manchen Tagen verbringt die Besitzerin sehr viel Zeit bei dem Pferd. Sie bringt dann das Futter und steht oder sitzt dann noch lange Zeit bei dem Pferd in der Box. Sie sitzt dann einfach nur da und erzählt der Stute alle ihre Sorgen. Die Stute weiß alles von ihrer Besitzerin. Die Besitzerin hatte schwere Zeiten hinter sich. Der Mann der Besitzerin war lange Zeit krank und fast jeden Tag war die Besitzerin bei der Stute und hat erzählt und erzählt. Sie hat auch oft geweint. Dann ist die Stute zu ihr hingegangen und hat ihr die Hände geleckt und sie ganz vorsichtig angestupst. Die Besitzerin hat oft zu der Stute gesagt, dass sie nur bei ihr weinen kann, weil ihre Familie von ihr erwartet dass sie stark ist. Die Besitzerin hat gesagt, dass sie nicht so stark ist wie immer alle von ihr denken und das sie froh ist eine so gute Freundin zu haben wie die Stute es ihr ist.
Darauf ist die Stute sehr stolz. Sie dankt es ihrer Besitzerin in dem sie auf sie hört und fröhlich wiehert wenn sie kommt. Dann schnaubt sie und reibt ihren Kopf an ihrem Arm und läuft ohne Halfter ganz dicht bei ihr, als wäre sie ihr Schatten. Wenn die Frau kommt, dann pfeift sie immer einen bestimmten Pfiff und wenn die Stute es hört, dann geht sie sofort zu der Frau, damit sie nicht durch den Matsch laufen muss oder sie von ganz hinten von der Weide holen muss.
Zu Weihnachten backt die Frau immer ganz besondere Leckerlis für die Stute. Die liebt die Stute und weil sie so verfressen ist muss sie auch manchmal darum betteln, obwohl sie es sonst nicht tut, weil die Frau ihr ja immer genug gibt. Im November war das Pferd nun schon 7 Jahre bei dieser Frau. Die Stute hatte im März Geburtstag und wurde dann schon 18 Jahre alt.
Drei bis vier Mal die Woche reiten die beiden ins Gelände. Manchmal sind auch noch andere dabei. Am liebsten aber sind die beiden allein. Dann kann die Frau der Stute ihre Sorgen erzählen und die Stute hört zu, mit einem Ohr, das andere auf den Weg gerichtet. Und jedes Mal ist es wieder ein Abenteuer für die beiden.
WP
Dieses Pferd, übrigens eine Stute, liebte seine Besitzerin, weil sie immer für sie da war und weil sie meistens auch Leckerlis in der Tasche hatte. Das war aber nicht immer so gewesen, am Anfang war die Stute sehr böse auf ihre Besitzerin, die hatte sie doch einfach von ihren Vorbesitzern weggeholt, wo sie seit ihrem 6. Lebensmonat gelebt hatte. Sie hatte wohl gemerkt, dass die Vorbesitzer nicht mehr so viel Zeit für sie hatten, aber sie hatte sich dort sehr wohl gefühlt. Die neue Besitzerin ist dann einfach gekommen und hat sie dort weggeholt und weil sie ein sehr gutmütiges Pferd war und von Grund auf gar nicht böse, hat sie die neue Besitzerin einfach mit Missachtung gestraft.
Die neue Besitzerin hat sich sehr viel Mühe gegeben und es ist der Stute sehr schwer gefallen sie zu bestrafen. Immer hat sie eine Belohnung bekommen wenn sie gemacht hat was die neue Besitzerin von ihr wollte und da sie sehr verfressen war, hat sie, die Belohnung auch genommen. Viele neue Eindrücke sind auf sie zugekommen als sie die Besitzerin wechselte, hatte sie doch immer nur allein im Stall gestanden und war nur ab und zu herausgekommen, weil die alten Besitzer keine Weide hatten. Nun wurde sie in einen Pensionsstall gestellt und stand jeden Tag mit vielen anderen Pferden auf der Weide. Zuerst hat es ihr ganz furchtbar Angst gemacht, schließlich waren die anderen Pferde ihr alle fremd, aber nach einer Zeit hat sie sich dann daran gewöhnt und auch viele Freundschaften geschlossen.
Mit der neuen Besitzerin hat sich das Pferd dann auch abgefunden. Die Stute hatte nur ein knappes Jahr durchgehalten die Neue zu strafen, dann ging es nicht mehr. War die Frau doch eigentlich eine ganz liebe und nette Frau und sie kümmerte sich auch sehr gut um sie. Sie wurde niemals böse und hat sie auch niemals gestraft. Egal was sie auch tat, wenn die Besitzerin es für Gut befand, wurde sie immer belohnt. So einer netten Frau kann man doch nicht böse sein. Außerdem erlebten sie immer ein kleines Abenteuer, wenn sie in das Gelände ritten. Sie erkundeten zusammen neue Wege und waren oft stundenlang zusammen unterwegs. Die Besitzerin redete sehr viel mit ihr und als Zeichen, dass sie zuhörte hatte sie immer ein Ohr in Richtung Besitzerin, die auf ihrem Rücken saß, und ein Ohr in die Richtung in der sie gerade lief. Sie musste doch auch schließlich aufpassen auf ihre Besitzerin.
An manchen Stellen, wo sie Angst bekam, weil ein großer Stein irgendwie aussah wie ein Wolf und nicht mehr weiter gehen konnte vor Angst, stieg ihre Besitzerin von ihrem Rücken und zeigte ihr, dass sie keine Angst haben musste. Sie gingen dann zusammen zu dem Angst machenden Objekt und schauten es sich gemeinsam an. Die Besitzerin musste vorgehen, damit sie im Zweifelsfall, dann zuerst von dem Wolf gefressen wird und die Stute noch Zeit genug hatte um doch noch abzuhauen. Doch immer konnte die Frau, das Pferd davon überzeugen, dass es keine Angst zu haben brauchte, sie tat es mit ganz viel Ruhe und wenn das Pferd dann soviel Mut gesammelt hatte sich dieses Objekt anzuschauen, dann belohnte die Frau das Pferd dafür, dass es soviel Mut aufgebracht hatte und beim nächsten Mal konnte sie dann daran vorbei gehen ohne Angst zu haben.
Ganz viele Sachen haben die beiden schon zusammen erlebt. An manchen Tagen verbringt die Besitzerin sehr viel Zeit bei dem Pferd. Sie bringt dann das Futter und steht oder sitzt dann noch lange Zeit bei dem Pferd in der Box. Sie sitzt dann einfach nur da und erzählt der Stute alle ihre Sorgen. Die Stute weiß alles von ihrer Besitzerin. Die Besitzerin hatte schwere Zeiten hinter sich. Der Mann der Besitzerin war lange Zeit krank und fast jeden Tag war die Besitzerin bei der Stute und hat erzählt und erzählt. Sie hat auch oft geweint. Dann ist die Stute zu ihr hingegangen und hat ihr die Hände geleckt und sie ganz vorsichtig angestupst. Die Besitzerin hat oft zu der Stute gesagt, dass sie nur bei ihr weinen kann, weil ihre Familie von ihr erwartet dass sie stark ist. Die Besitzerin hat gesagt, dass sie nicht so stark ist wie immer alle von ihr denken und das sie froh ist eine so gute Freundin zu haben wie die Stute es ihr ist.
Darauf ist die Stute sehr stolz. Sie dankt es ihrer Besitzerin in dem sie auf sie hört und fröhlich wiehert wenn sie kommt. Dann schnaubt sie und reibt ihren Kopf an ihrem Arm und läuft ohne Halfter ganz dicht bei ihr, als wäre sie ihr Schatten. Wenn die Frau kommt, dann pfeift sie immer einen bestimmten Pfiff und wenn die Stute es hört, dann geht sie sofort zu der Frau, damit sie nicht durch den Matsch laufen muss oder sie von ganz hinten von der Weide holen muss.
Zu Weihnachten backt die Frau immer ganz besondere Leckerlis für die Stute. Die liebt die Stute und weil sie so verfressen ist muss sie auch manchmal darum betteln, obwohl sie es sonst nicht tut, weil die Frau ihr ja immer genug gibt. Im November war das Pferd nun schon 7 Jahre bei dieser Frau. Die Stute hatte im März Geburtstag und wurde dann schon 18 Jahre alt.
Drei bis vier Mal die Woche reiten die beiden ins Gelände. Manchmal sind auch noch andere dabei. Am liebsten aber sind die beiden allein. Dann kann die Frau der Stute ihre Sorgen erzählen und die Stute hört zu, mit einem Ohr, das andere auf den Weg gerichtet. Und jedes Mal ist es wieder ein Abenteuer für die beiden.
WP
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