Seit unserem Urlaub ist nun schon wieder eine Weile vergangen.

 Irland war für den Herbst sehr trocken und bis auf einen Sturmtag fast windstill. Bei Valencia kam ich mir vor wie an der Nordsee, die Wellen bei West-Kapellen sind auch nicht niedriger. Bei Ebbe konnten wir Kilometerweit durch das Watt fahren. Mit dem Auto an den Strand, in Deutschland undenkbar.

 

  Es war recht lustig. Nur 5 Fotografen, 4 Männer eine Frau...wer die nur war?? 

 Unser lieber Franz als ältester der Gruppe sorgte für einige Lacher. Natürlich kann er Englisch! Hat er ja mal gelernt. Darum warf er seine Postkarten auch in die Behälter, auf denen "Litter" stand. Außerdem schimpfte er wie ein Rohrspatz, weil er nirgends gewisse Örtlichkeiten fand, die auch geöffnet waren, obwohl da "to let" dran stand. 

 

Natürlich musste ich ihn necken und habe behauptet, ich würde so gern mal diesen For Sale kennen lernen. Der müsse immens reich sein, denn überall waren Schilder mit seinem Namen...an Häusern, Booten, Autos, Pups....  

Von den Männern musste er auch einiges einstecken, denn die Tiegelchen und Töpfchen, die Franz mit sich führte, benötigten eine eigene Tasche. Der besitzt als Mann eine Augen-Faltencreme! Nun ja, Franz ist erst 66, soll Mann sich da etwa eine Falte gönnen? Schrecklicher Gedanke, nicht wahr?? Und überhaupt! Sind Falten nicht gemacht für den Arsch von Elefanten und die Hälse von Puten und Schildkröten? Wenn Menschen die haben, gehören die gesteinigt.

 

 Den Tag des Sturmes verbrachten wir an einer Steilküste. (klar, muss sich ja lohnen!) Ich war wirklich glücklich, dass ich nicht zu den Leichtgewichten gehöre. Nicht mal mein Mann, der sonst gern tollkühn seine Beine über die tiefsten Abgründe baumeln lässt, um das Meer darunter besser aufs Bild zu bekommen, wollte sich weniger als 5 Meter dem Abgrund nähern. Die Böen waren tückisch und man dufte das Stativ keinesfalls aus der Hand lassen, der Wind hätte es trotz der geringen Angriffsfläche umgeworfen. Es war schon ulkig, wenn die Tränen waagerecht um den Glatzkopf von Bernhard liefen und am Hinterkopf zusammen stießen, um munter in den Kragen zu laufen.  

Am Abend dann Panik bei Franz. Er hatte einen Pickel entdeckt, der wohl vom bösen Wind stammte. Ich schwöre, dass ich trotz Brill uff de Näse absolut NIX gesehen habe, außer einer mikroskopisch kleinen, leicht geröteten Stelle am Kinn des Geplagten. Am nächsten Tag mussten wir statt der Natur eine Stadt mit Pharmazie anfahren, wo sich unser Kollege, dem Tode nah, eine Cortisonsalbe andrehen ließ. Keine Ahnung, was der denen erzählt hat, um die überhaupt zu bekommen. Trotz meiner Warnung hat er die eifrig aufs Kinn geschmiert, das sich zwei Tage später pellte!!Sein Kinn! Gepellt!! Panik!! Die Intensivstation des nächsten Krankenhauses wollte ihn jedoch partout nicht aufnehmen.  

 

 Da sieht man es wieder. Hatte ich gedacht, bei einer so kleinen Gruppe wäre kein Kauz dabei.....na, man lernt nie aus!

 Da Irland wirklich sehr schön ist, habe ich in diesem Urlaub Nägel mit Köpfen gemacht und mir selber ein paar sehr hübsch gelegene Ferienhäuser gekauft. Sie verfügen über fließendes Wasser und ausgezeichnet funktionierende Klimaanlagen, sowie einen offenen Kamin. Die Häuser sind ein Muss für Fotografen und Sternengucker.

Da die umliegenden Inseln auch immer eine Reise wert sind, kam ich nicht umhin auch gleich ein paar Boote zu kaufen und einen Kapitän anzuheuern, der mir noch etliche Gefallen schuldet und sich meiner Bitte deswegen nicht entziehen konnte. Kapitän Kuck ist begeistert von den Schiffen und kann es kaum erwarten, damit in See zu stechen.  

Da Häuser wie Schiffe eine Weile ohne Benutzer waren, sind kleine Pflegerückstände vorhanden. Das ist jedoch nix, was Mädels nicht mit ner Pulle General und einem Scheuerlappen hinkriegen würden.

Die Herren, die über eine Rolle Kreppband und einen Lackstift, sowie einen geeigneten Pinsel verfügen, sind herzlich eingeladen, die Boote wieder flott zu machen, für den kleinen Heimwerker ein Klacks!  Wer sich also freiwillig meldet, Häuser und Schiffe in Form zu bringen, muss nur die Anreise nach Irland zahlen, wir fahren Euch zurück bis in den Hamburger Hafen und stellen die Ferienhäuser zur freien Verfügung.

 

Für die Verpflegung auf der Heimfahrt werden Fischernetze gestellt.  Häuser und Boote sind im neuen Fotoalbum zu finden.

Anfragen bitte mailen. Bei zu vielen Bewerbern entscheidet das Los!