ELEONORE
Diese Geschichte ist leider wahr. Nur der Name ist geändert.Als Gründe für das Abschieben ihrer Mutter, gaben die Kinder Zeitmangel und den Wunsch, dass sie nicht alleine sein soll an. Das hätte Eleonore viel besser in den Häusern der Kinder haben können. Im Heim war sie zuviel alleine!
Eleonore war eine Frau, die mit 74 Jahren einen Schlaganfall erlitt, und dann nach der Reha, zu uns in ein Senioren-Wohnheim kam, welches das größte und bekannteste der Stadt war. Weil sie “nur” halbseitig gelähmt war, brauchte sie keine Hilfe bei ihrer Nahrungsaufnahme. Sprechen konnte sie auch noch, zwar nicht mehr deutlich, aber wir verstanden sie. Ihre beiden Kinder, ein Sohn und eine Tochter, gehörten zu den “Oberen Zehntausend” dieser Stadt. Sie hätten ihre Mutter sehr gut in ihren Häusern unterbringen können. Auch für eine Pflegekraft wäre mehr als genug Geld vorhanden gewesen. Da die Honoren der Stadt bei ihnen sehr oft zu Gast waren, hätte das Bild, der im Rollstuhl sitzenden Mutter, in diese vornehme Gesellschaft wohl nicht so gut gepasst. Für mich war es so, dass sie sich für ihre Mutter ganz einfach schämten.
Die liebe alte Dame, die immer lächelte und sehr freundlich war, stellte nur sehr wenige Ansprüche. Aber der Blick aus ihren Augen sagte uns, dass diese Freundlichkeit nur eine Täuschung war. Sie wollte nicht, dass wir bemerkten, wie es wirklich in ihr aussah. Tochter und Sohn kamen alle vierzehn Tage, um die Mutter zu besuchen. Sie nörgelten dann ständig an uns herum. Viele Dinge waren ihrer Meinung nach nicht “perfekt”! Ihren Nörgeleien entnahm ich, dass diese beiden Menschen wohl doch noch so etwas wie ein Gewissen hatten. WIR sollten uns schuldig fühlen! Es war wohl jedem bekannt, dass es in diesen Heimen viel zu wenig Personal gab, und von daher leider auch nie genügend Zeit war, um uns mit den Bewohnern etwas mehr beschäftigen zu können.
Weil Eleonore sehr schlecht schlafen konnte, verordnete ihr Hausarzt ihr ein Schlafmittel. Jeden Abend eine Tablette, die sie selbst einnahm. Ein paar Wochen später hatte ich Nachtdienst und machte so gegen vier Uhr morgens meine letzte Runde. Ich schaute dann in alle Zimmer rein, um nachzusehen, ob alles in Ordnung war. Als ich dann nach Eleonore sehen wollte, die ein Einzelzimmer hatte, traf es mich sehr.....denn sie war verstorben! Auf ihrem Nachttisch stand ein Glas, dass mit einer milchigen Schicht verschmiert war. Ich begriff sofort, dass sie die ganzen Wochen lang ihre Schlaftabletten gesammelt hatte, um sie auf einmal zu nehmen. Sie wusste, dass im Nachtdienst immer nur eine Pflegekraft war, die nur ca. alle drei Stunden nach den Bewohnern schauen konnte. Diese drei Stunden hatten ihr gereicht!
Als Tochter und Sohn erschienen, war die erste Frage “Wo denn der Schmuck ihrer Mutter wäre, und dass das Folgen haben wird”!
Sie verklagten das Heim und waren somit mehrmals in der Tageszeitung. Das erhöhte ihr Ansehen noch mehr, denn die Leser glaubten, dass sie es aus lauter Trauer um ihre Mutter machten. Den Prozess verloren sie natürlich.
Hass empfand ich nicht für diese Leute. Ich verachtete sie zutiefst!
Die liebe alte Dame, die immer lächelte und sehr freundlich war, stellte nur sehr wenige Ansprüche. Aber der Blick aus ihren Augen sagte uns, dass diese Freundlichkeit nur eine Täuschung war. Sie wollte nicht, dass wir bemerkten, wie es wirklich in ihr aussah. Tochter und Sohn kamen alle vierzehn Tage, um die Mutter zu besuchen. Sie nörgelten dann ständig an uns herum. Viele Dinge waren ihrer Meinung nach nicht “perfekt”! Ihren Nörgeleien entnahm ich, dass diese beiden Menschen wohl doch noch so etwas wie ein Gewissen hatten. WIR sollten uns schuldig fühlen! Es war wohl jedem bekannt, dass es in diesen Heimen viel zu wenig Personal gab, und von daher leider auch nie genügend Zeit war, um uns mit den Bewohnern etwas mehr beschäftigen zu können.
Weil Eleonore sehr schlecht schlafen konnte, verordnete ihr Hausarzt ihr ein Schlafmittel. Jeden Abend eine Tablette, die sie selbst einnahm. Ein paar Wochen später hatte ich Nachtdienst und machte so gegen vier Uhr morgens meine letzte Runde. Ich schaute dann in alle Zimmer rein, um nachzusehen, ob alles in Ordnung war. Als ich dann nach Eleonore sehen wollte, die ein Einzelzimmer hatte, traf es mich sehr.....denn sie war verstorben! Auf ihrem Nachttisch stand ein Glas, dass mit einer milchigen Schicht verschmiert war. Ich begriff sofort, dass sie die ganzen Wochen lang ihre Schlaftabletten gesammelt hatte, um sie auf einmal zu nehmen. Sie wusste, dass im Nachtdienst immer nur eine Pflegekraft war, die nur ca. alle drei Stunden nach den Bewohnern schauen konnte. Diese drei Stunden hatten ihr gereicht!
Als Tochter und Sohn erschienen, war die erste Frage “Wo denn der Schmuck ihrer Mutter wäre, und dass das Folgen haben wird”!
Sie verklagten das Heim und waren somit mehrmals in der Tageszeitung. Das erhöhte ihr Ansehen noch mehr, denn die Leser glaubten, dass sie es aus lauter Trauer um ihre Mutter machten. Den Prozess verloren sie natürlich.
Hass empfand ich nicht für diese Leute. Ich verachtete sie zutiefst!
13 Platinern gefällt der Artikel
Gefällt mir auch
Kommentare zum Artikel