Heute wird der Tag der Tage, dachte er und ging ins Bad um sich zu rasieren. Das Trachtenhemd, den Anzug und die Schuhe standen parat.

 Harald überlegte welchen Wagen er nehmen soll und entschied sich für das Cabrio von Elsa.   

Das wirst sie nicht mehr brauchen, sagte er zu sich selbst und überlegte den Wagen vielleicht Barbara zu schenken.     Müssen nicht immer Diamanten sein, lachte er über seinen Gedanken, ein SL tut es doch auch.  

Er ging in die Küche, und stellte die Kaffeemaschine an, denn ohne Kaffee würde er die Fahrt nicht gut überstehen.     Frühstücken konnte es dann im Hotel mit Elsa, wobei es für sie ein Galgenfrühstück wird , dachte er amüsiert.

Die Maschine spuckte brodelnd den Kaffee aus und er setzte die heiße Tasse an den Mund.  Jetzt aber Marsch, gab er sich selbst den Befehl, denn sonst ist der Ring versperrt und ich komme zu spät, denn schließlich will ich früh mit ihr in die Berge. 

Er schloss die Tür zu Garage auf, entsperrte den SL und ließ die Garagentür hochfahren, drehte den Schlüssel um zu starten, aber das Fahrzeug gab keinen Mucks.

Verdammt, sagte er, das ist aber ein Pech, wahrscheinlich hat sie das Licht brennen lassen und stieg aus um sich in den Jaguar zu setzten . Die Wetternachrichten hörten sich gut an und die Verkehrsaussichten waren nach Garmisch bestens.  Zwischendurch kam ein Warnsignal der Straßenwacht, doch er war froh dass es  nicht in seinem Bereich befand.

Kurz vor Auffahrt Garmisch musste er noch ein wenig warten, doch als er diese erreichte, trat er mit voller Kraft aufs Gas und fuhr mit zu hoher Geschwindigkeit auf der linken Spur.

 Schon war er an der Ausfahrt Starnberg vorbei und jagte seinen Wagen weiter, wobei er statt Sender eine CD einlegen wollte.   

 

Das Telefon klingelte und Elsa nahm ab. Guten Morgen sagte sie heiter und erkundigte sich wie Sven geschlafen ha

t.Gut, sagte er, doch sie wusste, dass keiner so richtig Schlaf finden konnte, zuviel stand auf dem Spiel. 

Wir werden zeitig aufbrechen und uns postieren, sagte er und musste lachen.Du solltest mal den ollen Dohle sehen, der schaut aus als ob ihn morgen der der Tot holt.    Wahrscheinlich wirst du ihn selbst nicht erkennen und auch mich wirst du auch nicht sofort wahrnehmen, lachte er.   Wir haben uns alle gut getarnt und es müsste mit dem Teufel zugehen, wenn er mich erkennt.  Elsa lachte ins Telefon und sagte. Du darfst aber dann auch deinen Mund nicht aufmachen. Den mache ich erst auf, wenn wir ihn haben, meine liebe Elsa, denn dann sage ich ihm alles ins Gesicht.   

 Ist Riedmann auch da erkundigte sie sich, und wie sieht er aus, fragte sie fröhlich 

Riedmann, ist ein echter Bayrischer Bergbauer und sein Freund der Kommissar auch, lachte Sven.  

 Gut sagte Elsa, jetzt warten wir nur noch dass Harald hier antanzt.  Wenn er da ist gebe ich dir übers Handy ein Signal, wie abgesprochen und wenn ich oben bin, lasse ich die ganze Zeit an.

Sei vorsichtig das du wenn er anfängt blöd zu werden, du alles mitschneidest, mein lieber   .Ich werde jetzt auflegen und auf meinen Gemahl warten. 

Elsa schaute auf die Uhr, denn sie konnte sich nicht vorstellen, dass Harald verschlafen hat.    Schon neun Uhr und von Harald keine Spur. Sie wählte die Festnetznummer in München, wissend das er dort wahrscheinlich nicht zu erreichen sei.

Vielleicht ist ein Stau auf der Autobahn, versuchte Marc sie zu beruhigen. Meist staut sich schon vor der Einfahrt nach Garmisch und Starnberg und manchmal hat auch wieder mal einer es zu eilig gehabt und die anderen müssen im Stau stehen.  

Du wirst schon Recht haben, aber er nimmt noch nichtmal sein Handy ab und sagt mir bescheit, wobei ich auch schon ein paar mal versucht habe ihn zu erreichen. 

Vielleicht hält er sich an die Vorschrift, du weist doch dass wenn was Passiert ist, die Polizei nicht weit ist, tröstete Marc.  Elsa schaute auf die Uhr, schon halb zehn und kein Harald in sich

tDie armen Männer warten ja auch in ihrem Hotel auf ein Zeichen und der ganze Plan ist jetzt schon durcheinander geraten. 

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Pass auf Fred, sei vorsichtig, ich glaube er atmet noch, gib mir noch ein wenig mehr Sauerstoff, damit er durchhält. 

Wo bleibt Kruzifixsakramentnochamal die Feuerwehr, damit sie ihn herausschneiden können.

Lange hält der arme Kerl das nicht mehr durch, Doc, sagte Fred.

Schade um das schöne Fahrzeug, aber es sind immer die, die eine Vollgaslizenz in so einem Karren eingebaut haben, spottete der Arzt.

Ich höre die Feuerwehr kommen, halten sie durch Mann sagte der zum Opfer.

Verdammte Gaffer schimpfte Fred und sah die Polizei und den Feuerwehrwagen heranrasen.Alles in Ordnung, fragte der Polizist, beim aussteigen, wie steht es um den Fahrzeughalter, fragte er weiter.

Nicht gut, gar nicht gut und sein Handy läutet immerzu, doch wir kommen nicht ran. 

Macht mal Platz hörten sie den Feuerwehrmann sagen, damit wir den armen Kerl befreien können.  

Er ist viel zu schnell gefahren hörte der Polizist eine kreischende Frau . Ich dachte er rammt mich und ich bin vor schreck fast an die Leitplanke gefahren, doch dann fuhr der Wagen ruckartig nach links und prallte gegen die Leitplanke, von da wieder auf die rechte Fahrseite und als der die Leitplanke erwischte überschlug er sich mehrmals, bevor er wieder auf die Räder kam. Ich bin erst einmal ein großes Stück weitergefahren, aber dann stoppte ich mein Ford Ka-und lief mit meinem Handy zurück um zu sehen was passiert ist.

Habe dann auch gleich angerufen und Hilfe angefordert.

Das haben sie ganz prima gemacht und sie geben bitte meinem Kollegen ihre Daten, damit er alles in Starnberg protokollieren kann.

Da kommt der Rettungswagen und wir haben ihn schon fast raus, sagte einer der Feuerwehrmänner, aber es sieht nicht gut aus.

Da, da läutet sein Handy wieder, aber ich kann es immer noch nicht fassen.

Was sagt er, er spricht doch, hör zu was er sagt. 

 

Nicht ich, sie sollte sterben, verdammte Scheiße!! 

 

Was sagt er, fragte der Kommissar.

Der Arzt, fühlte sein Puls, der immer leiser wurde und stehen blieb. Exodus, nichts mehr zu machen 

Was hat er gesagt fragte der Polizist nach. 

Er sagte

Nicht ich, sie sollte sterben, verdammte Scheiße. 

Ich habe das Handy Chef, soll ich ran gehen.

Tu das und frag nicht solche deppert erwiderte sein Kollege. 

Hallo,  Holger wo bist du, hörte er, ich warte auf dich, aber du hast noch nie Wort gehalten. 

Wie heißen sie hörte Elsa eine fremde Stimme sagen.

Dauber, Elsa Dauber und das ist doch das Handy meines Mannes, oder, fragte sie Ja, das ist wohl das Handy eines Mannes namens Harald Dauber antwortete  der Polizist..Frau Dauber, ich würde sie bitten aufs Kommissariat nach Starnberg zu kommen, ihr Mann ist vor einer Minute verschieden.  

                                                           ENDE