Ende
Ich will mich hier mal mit einem kürzeren und einem längeren Gedicht einführen. Kommentare und Kritiken sind durchaus erwünscht.
1.
Ende
Ein Wort
Ein Blick
Ein Lächeln
hätte genügt,
um mich zu retten.
Doch Dein Mund blieb still,
Dein Blick war leer,
Dein Lächeln eingefroren.
2.
Moritat 1
Des Mittwochs zu sehr später Stunde
macht seine Frau oft ihre Runde.
Sie fährt mit ihrem Automobil
zu einem angepeilten Ziel.
Die Fahrt dorthin ist lang geplant,
auch als ihr Mann davon nichts ahnt,
sie dreht dies lang ersehnte Ründchen
direktemang zum Schäferstündchen.
Ihr Mann – davon die Frau nichts ahnte,
er war nicht dumm, so dass ihm schwante,
dass seine Frau nicht grundlos bleibt,
und es mit einem Herrn dort treibt.
Er stellt, als sie denn fahren will,
sich schlafend und verhält sich still,
erst aus den Laken er sich pellt,
als sanft die Tür ins Schlosse fällt.
Flugs steht er auf, zieht an die Schuhe,
und ist rein äußerlich die Ruhe,
das frisch geladene Jagdgewehr,
er packt es ein, fährt hinterher,
mit einem Fahrrad ist er schnelle,
an der ihm vorgeschwanten Stelle,
er kommt dort an in der Sekunde,
wo sie ihn küsst mit offnem Munde.
Dies war er dann, der letzte Kuss,
denn plötzlich knallt ganz laut ein Schuss,
den der gehörnte Ehemanne,
aus sichrer Deckung einer Tanne,
gezielt gefeuert, so was barsches,
auf das Hinterteil des Arsches,
der lustvoll seine Frau umschlungen,
bis dann die Kugel eingedrungen.
Im Schmerz beißt der die Zähn zusammen,
die sich in ihre Zunge rammen,
verkrampft hält der sein Hinterteil,
und flieht ins Hause, Waidmanns Heil!
Als seine Frau zuhaus eintritt,
und sich hineinschleicht Schritt für Schritt,
liegt er bereits schon in den Federn
und sägt grad Eichen oder Zedern.
Am nächsten Morgen ist sie still,
nicht nur, weil sie nichts sagen will,
die Zunge, sie ist dick geschwollen,
sie wird nun Mittwochs nichts mehr wollen.
Und die Moral von der Geschicht’,
trau einem Mann, der schläft, so nicht,
sei lieber offen und ganz ehrlich,
denn Küsse sind oft sehr gefährlich.
copyright bei mir.
Danke fürs Lesen.
Ende
Ein Wort
Ein Blick
Ein Lächeln
hätte genügt,
um mich zu retten.
Doch Dein Mund blieb still,
Dein Blick war leer,
Dein Lächeln eingefroren.
2.
Moritat 1
Des Mittwochs zu sehr später Stunde
macht seine Frau oft ihre Runde.
Sie fährt mit ihrem Automobil
zu einem angepeilten Ziel.
Die Fahrt dorthin ist lang geplant,
auch als ihr Mann davon nichts ahnt,
sie dreht dies lang ersehnte Ründchen
direktemang zum Schäferstündchen.
Ihr Mann – davon die Frau nichts ahnte,
er war nicht dumm, so dass ihm schwante,
dass seine Frau nicht grundlos bleibt,
und es mit einem Herrn dort treibt.
Er stellt, als sie denn fahren will,
sich schlafend und verhält sich still,
erst aus den Laken er sich pellt,
als sanft die Tür ins Schlosse fällt.
Flugs steht er auf, zieht an die Schuhe,
und ist rein äußerlich die Ruhe,
das frisch geladene Jagdgewehr,
er packt es ein, fährt hinterher,
mit einem Fahrrad ist er schnelle,
an der ihm vorgeschwanten Stelle,
er kommt dort an in der Sekunde,
wo sie ihn küsst mit offnem Munde.
Dies war er dann, der letzte Kuss,
denn plötzlich knallt ganz laut ein Schuss,
den der gehörnte Ehemanne,
aus sichrer Deckung einer Tanne,
gezielt gefeuert, so was barsches,
auf das Hinterteil des Arsches,
der lustvoll seine Frau umschlungen,
bis dann die Kugel eingedrungen.
Im Schmerz beißt der die Zähn zusammen,
die sich in ihre Zunge rammen,
verkrampft hält der sein Hinterteil,
und flieht ins Hause, Waidmanns Heil!
Als seine Frau zuhaus eintritt,
und sich hineinschleicht Schritt für Schritt,
liegt er bereits schon in den Federn
und sägt grad Eichen oder Zedern.
Am nächsten Morgen ist sie still,
nicht nur, weil sie nichts sagen will,
die Zunge, sie ist dick geschwollen,
sie wird nun Mittwochs nichts mehr wollen.
Und die Moral von der Geschicht’,
trau einem Mann, der schläft, so nicht,
sei lieber offen und ganz ehrlich,
denn Küsse sind oft sehr gefährlich.
copyright bei mir.
Danke fürs Lesen.
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