Den Stoff ihrer grünen Bluse zieht sie ein wenig zur Seite. Sein Blick wandert in den rosanen Ausschnitt. Er wendet seine Augen wieder ab. Nun, sein händeumschlossenes Glas Whisky fixierend, verlieren sich seine Gedanken. Er bemerkt kaum, wo er sich befindet. Sein Sofa, - er belastet nur die unter seiner Last schräg abfallende Kante, verschmilzt im Gefühlsnebel mit der Couch seines Therapeuten. Seine Ellbogen auf die Knie stützend, schaut er auf das kupferglänzende Getränk. Abwesend und unvermögend wahrzunehmen was um ihn herum passiert. Er spürt seine Genitalien, die im Schritt seiner Hose ruhen. Eine zarte Bewegung verrät ihm, dass sich, trotz seiner anfänglichen Abneigung, eine Erektion platz sucht. Sein Glas und seine Umgebung tauchen wieder aus der Versenkung auf.
„Jess, was hast du heute noch so vor?“ Entzückt darüber, dass ihre Absicht Erfolg zu haben scheint, antwortet sie. „Wenn du nichts dagegen hast, würde ich gerne noch etwas bleiben.“ Robert nimmt ein Schluck aus seinem Glas und setzt sich bequem zurück. Sein Oberkörper am Rücken des Samtsofas anlehnend, betrachtet er nun die Haut, die Jessies Dekolleté freigibt. Sie rührt sich nicht, lässt seine Blicke auf sich wirken. Angeschaut, genießt sie es, begehrt zu sein. Diesen Moment will sie auf sich wirken lassen.
Beide sitzen so da.
„Berühre mich…“ Die Vorsicht ihrer Worte legt ein Rauschen auf ihre Stimme.
Robert nimmt noch ein Schluck, sieht auf und stellt das breite Kristallglas auf dem Tisch. Er weiß, er liebt sie nur für diesen Augenblick. Sie wissen es beide. Während er ihr näher kommt, gleiten ihre Hände, den Stoff ihres Rockes haltend, ein wenig hoch. Die weiße Haut ihrer Schenkel wird sichtbar. In dem Moment, indem er sich vor ihrem Sessel niederknien möchte, spreizt sie ihre Beine. Die Blicke treffen sich. Ruhe liegt im Zimmer. Es gibt nichts was drängt, die Zeit der Lust zu verkürzen. Im Gegenteil, sie scheinen sich verlangsamt zu bewegen. Er betrachtet die unter ihrer Atmung wogende Wölbung ihres Ausschnitts. Ein Streifen zarter Spitze gibt sie ihm frei. Seine Augen gleiten über ihren Hals bis zum Ohr. Er betrachtet die Schönheit der Ohrmuschel, den weichblonden Flaum, die schmeichelnde Form. „Jess, du bist so schön.“ Er küsst vorsichtig die zartseidene Haut unterhalb ihres Ohrs. Ihr Körper scheint unter seiner Berührung zu schmelzen. Sich treiben lassend scheint ihr Körper die Brücke zur anfänglich fehlenden Sympathie. Beim Anblick dieser Sinnlichkeit schwindet seine Distanziertheit. Ihre Nähe erregt, macht weich... „Ich fühle mich wohl in deiner Nähe.“ Jess nickt zustimmend. Sein gewölbter Mund scheint den ihren zu suchen. Während sie mit dem linken Zeigefinger zart seine Augenbraue nachzeichnet flüstert sie: „Du klingst überrascht?“ Sie mustert ihn beim Sprechen, seine Zähne blitzen im Kerzenschein. „Ja.“. „ein wenig, ich hatte nicht gedacht, dass mir deine Nähe so angenehm ist.“ Immer noch zwischen ihren Schenkeln kniend, lehnt er seinen Kopf an ihre Brust.

Fortsetzung folgt….