Den Türknauf noch in der Hand hält er kurz vor dem endgültigen Einrasten der Tür inne. Wie jeden Morgen um diese Zeit. Paul verlässt das Haus in der Rotlindstraße. Bis zur nächsten U-Bahn-Station, die ihn zum Büro bringt, sind es keine zehn Minuten zu Fuß. Er befühlt noch einmal seine Hosentasche nach dem Schlüssel, dann zieht er die Tür hinter sich ins Schloss. Er blickt auf die Uhr. Schnellen Schrittes macht er sich auf den Weg, hastet die Stufen zur Haltestelle hinauf und bleibt atemlos stehen. Im 3-Minuten-Takt rauschen die Züge in den Bahnhof. Voll mit Angestellten, gut gekleidete Bänker, Schüler und Studenten, alle finden ihren Weg im Nahverkehr-Gewühle. Die Bahn um 7:08 Uhr will er noch bekommen. Schon von weitem nimmt er das Quietschen der viel-frequentierten Bahn auf den Gleisen wahr. Der Zug hetzt in die Haltestelle und kommt ächzend zum stehen. Seinen Inhalt quillt aus den Wagons auf den Bahnsteig. Ameisen gleich verteilt sich die Menschenmenge - Gewimmel in allen Richtungen.
Paul hastet auf den ersten Wagen zu. Er nimmt, wie jeden Morgen, in der letzten Reihe Platz. Der Zug hält: 'Merianplatz!' er scheut sich aufzuschauen. Sein Herz rast. Er atmet schneller, ja fast heftig. Sein Blick vergräbt sich in Scheinbare Unsichtbarkeit. Eine Frau tritt durch die sich auffaltende Tür - sie ist da. Fast unbemerkt folgen er jede ihrer graziösen Bewegungen. Die Zeit scheint still zu stehen. Wie in Zeitlupe bewegt sie sich auf ihn zu. Er weidet ihren Körper mit seinen Blicken und fühlt die Sehnsucht in seine Lenden aufsteigen. Er spürt in jeder Pore, wie sein Körper die Anwesenheit dieser Weiblichkeit aufzusaugen, zu konservieren versucht. Da sitzt sie nun. Blond, langes, seiden-glänzendes Haar, sonnenverwöhnte rosig-glatte Haut, langbeinig,.... vollkommen...

Selbstgenügsam betrachtet sie die vorbeihuschende Stadt, entspannt, als gäbe es nichts Gewöhnlicheres auf der Welt als vollkommen zu sein. Die eine Hand ruht in ihrem Schoss, während die andere eine Strähne aus den üppigen Wimpern streicht. Er schaut auf ihren Händen und der Gedanke, dass es nicht ihr sondern sein Schoss sei, in den sie ihre Finger gebettet hat, lässt ihn erschaudern. Wie feiner Staub rieselt diese Vorstellung in einer Millisekunde von den Haarwurzeln bis zu den Zehenspitzen. Dies Schauern vereinigt sich zwischen Unterleib und Oberschenkel zur Fruchtbarkeit. Pochend und beengend.
Angetrieben von der ungewollt freigewordenen Lust bahnt sich seine Phantasie den Weg zurück zu ihr nach Hause.

Während sie ihr Negligé von den Schultern streift tastet sie sich noch bettwarm unter die Dusche. Wasser prasselt auf sie herab und ihre prachtvolle Silhouette glänzt feuchtnass. Die Morgensonne die durch das Fenster scheint lässt den einzelnen Tropfen aufblitzen. Gut versteckt beobachtet er wie sie sich trockenreibt. Sie sucht ihre Garderobe, hebt ihren Fuß und schlüpft gerade in ihr Höschen. Doch als er das zieht kann er nicht mehr an sich halten. Noch bevor sie ihre feuchte Sehnsucht mit ihrem Höschen verhüllen kann, schleicht er sich von hinten an sie heran, umfasst ihre schlanke Taille. Das feuchtnasse Haar streift sein Gesicht. Ein tiefer Seufzer entfährt ihren verführerischen Lippen, als ob sie den ganzen Morgen auf nichts anderes gewartet hätte. Er drückt ihren Oberkörper gegen die beschlagenen Fliesen. Ihr lustvoll duftender Einlass empfängt ihn mehr als bereitwillig. Heißer Atem bedampft die polierten Flächen des Raumes und ihre Finger hinterlassen Schlieren auf Spiegeln, die sie nun nur noch verschleiert zeigen. Er hämmert sein Amboss in ihren Lustgarten er möchte sich in das weiche Fleisch brennen. Unvergesslich will er, dass sie ihn immer, fortwährend spürt, selbst dann noch wenn er sie bereits verlassen hat…Die Welt fließt, Zeit verschmilzt mit Raum und Lustgefühl. Wollust überkommt sie, warm durchblutet tief im Becken am Ende ihres Ge-triebes, sein Schwanz pulsiert. Mit dem vollen Schrei ihrer Altstimme, zucken orgastisch wellende Lustkrämpfe durch ihr Becken. Ihr Stöhnen macht ihn lüstern, auch er mag sich nun gehen lassen. Seine Rhythmus steigernd, bohrt er sich in sie. Langsam zieh er sich zurück, fast zu langsam. Dann stößt er zu, heftig, schnell. Er verharrt... stöhnend, fast johlend injiziert er seinen geil-duftigen Mannessaft in ihr spastisches Fleisch ...

Sie zieht die Tür hinter sich ins Schloss und blickt auf die Uhr. Eilig macht sie sich auf den Weg zur U-Bahn. Schnell läuft sie die Treppen hinunter und sein Blick fällt auf ihre wippende Brüste, dessen rotbraune Knöpfe er immer noch zwischen seinen Fingerkuppen spürt. Sie erreicht den Bahnsteig und schlüpft in Windeseile in den Zug. Er erwartet sie bereits auf seinem üblichen Platz. Dieses Mal sieht sie ihn und schlendert leichtfüßig auf ihn zu. Langsam lässt sie sich zu seiner Rechten nieder und legt ihre linke Hand in seinen Schoss. Er fühlt ihren glühenden Atem an seinem Ohr und sie flüstert: „Ich kann dich immer noch spüren.“