Er wollte reden,
das war alles was er wollte.
Reden.
Nicht mehr die seelenlosen Zeilen lesen.
Nicht mehr nur diese Standartsätze
auf diesem kalten, gefühlslosen Monitor.
„ Ich empfinde mit dir“.
„ Lieber Hans, das habe ich auch gerade durchlebt“.
„ die Zeit heilt alle Wunden“.
Er war in so vielen Chatrooms.
Hatte Ablenkung gesucht nach dem Tod seiner Frau…
in seiner Einsamkeit.

Aber, er wollte reden…
Zuhören sollte jemand,
ihm ins Gesicht schauen und
vielleicht …ein wenig zulächeln?

Jemand sollte seine unterdrückten Tränen sehen,
nicht von ihnen lesen.
Das Zittern seiner Stimme bemerken,
wenn er spricht.

Wenn er erzählt…
Von seinem allein sein, in all den Nächten.
seinen Ängsten,
seinen Sehnsüchten,
und seinen Erinnerungen.

Keiner kann wirklich helfen in diesen Situationen
und die Erde dreht sich nur unmerklich weiter.
Aber allein das Zuhören des Gegenübers,
schafft ein wenig Erleichterung.
Wenn auch nur für die kurze Zeit eines Augenblicks.

Aber, zuhören…wer kann das denn noch?

Zuhören…nicht zulesen.
Zuschauen… nicht zuschreiben.

Zu…schade.


Ps…
Nach welchem Tarif berechne ich das ?