Ich lernte ihn kennen, als ich bei ihm anfing zu arbeiten.
Seine Hunde hießen Muckel und Tiffy, zwei kleine Yorkshire Terrier, die ich sofort in mein Herz schloss. Ich passte auf sie auf, wenn er mal ausgehen wollte.
Es war schön für mich, wenn sie bei mir waren und ich verwöhnte sie, weil Hunde einen Menschen so akzeptieren wie er ist.
Tiere haben einen guten Instinkt, sie spüren, wenn ein Mensch gut ist.
Die zwei Räuber waren schon älter, und so erlebte ich, dass man sie einschläfern musste. Für mich war es schlimm, denn ich liebte die beiden.
Nach einer angemessen Zeit zeigte ich ihm eine Zeitungsannonce, in der stand, dass ein einjähriger Yorkshire Terrier ein neues Zuhause sucht.
Er hat sich das Hündchen geholt. Sie war eine Hundedame und sah furchtbar aus. Der Besitzer hielt sie nur im Badezimmer und als sie Junge bekam, war für ihn die Sache erledigt. Er wollte den Hund nicht mehr und so schnell wie möglich loswerden.
Sie kam nun Gott sei Dank in liebevolle Hände, und ihr ausgemergelter Körper erholte sich und bekam nun nach und nach schöne Rundungen.
Sie hatte es wirklich gut bei ihm und ich holte sie mir ab und zu wenn er arbeitete
und wir verbrachten viele Stunden zusammen.
Sie erwiderte meine Liebe und gab meinem Leben Inhalt, denn so einem Hund ist es egal wie man aussieht oder wer man ist. Bei einem Tier zählt nur das Herz.
Als ich noch alleine aus dem Haus konnte, nahm ich sie oft mit und sie saß immer vorne im Körbchen vom Rollator und genoss die Freiheit und nicht wie es vorher war, immer im Badezimmer eingeschlossen zu sein.
Natürlich ließ ich sie auch laufen, aber sie war immer noch geschwächt und hielt nicht lange durch. Sie musste noch etwas zunehmen, um auch längere Wege zu schaffen.
Vor einem halben Jahr erkrankte sie an Knochenkrebs und musste von ihrem Leiden erlöst werden. Das war für meinen Freund und für mich eine schreckliche Situation.
Es hat 6 Monate gedauert bis er sich gestern einen neuen Yorky holte. Dieser Hund lebte in einer Tötungsstation in Spanien, wo man ihm ohne Narkose die Zähne abgesägt und den Schwanz gekürzt hat, was für das Tier eine unendliche Qual bedeutete. Morgen geht er zum Tierarzt, die Rute nachsehen lassen.
Gestern Abend haben mich beide besucht und sie hat natürlich das Fleisch, das ich eigentlich heute essen wollte, bekommen. Sie ist schon jetzt sehr anhänglich und wird auf alle Fälle einer besseren Zukunft entgegensehen und ein schöneres Leben haben.
Ja, so können Menschen sein – grausam und herzlos.
Diese Geschichte ist die Wahrheit und nicht kopiert!
von Renate M.
Erst CHEF, dann wurde FREUNDSCHAFT daraus!!!
Eine wahre Geschichte!
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