Familie zerrissen
Oma, ich komme nicht mehr zu dir, hier gefällt es mir nicht mehr
Sie hatten das Mädchen schon als Baby mit zwei Jahren bekommen. Vater und Mutter gingen ihrer Arbeit nach.
Die Großeltern waren sehr glücklich wieder eine Aufgabe zu haben. So wuchs das Kind unter der Woche wohl behütet bei ihnen auf und am Wochenende bei den Eltern.
Seine Großeltern erzogen es, lernten es seine ersten Worte, saßen des Nachts an seinem Bettchen wenn es zahnte, machten Wadenwickel bei Fieber. Sie nahmen ihren Sonnenschein mit in den Urlaub. Den Eltern war das egal, obwohl die Kleine nicht an das Telefon wollte, wenn die Eltern angerufen wurden.
Dann sagte sie immer, Opa, geht du dran, sonst muss ich weinen. Sie hatte ihr Heimweh damit gezeigt.
Ihr Zimmer bei den Großeltern war mit allem ausgestattet, was ein Mädchenherz erfreut. Die Spielsachen hätten einen ganzen Kindergarten gefüllt. Der Opa kaufte ihr einen Pool, ein Zelt ein Fahrrad, Motorrad und ein Auto. Letzte mit Batterie betrieben.
Die schönsten Kleider hingen in ihrem Schrank
Sie konnte Freundinnen aus dem Kindergarten mitbringen.
Oma bekochte dann alle und war stolz weil ihre Enkelin richtig wie eine Italienerin die Spaghetti aß. Alle Märchen kannte sie auswendig. Einmal am Strand erzählte sie die Geschichte von Rotkäppchen. Die Leute die nahe dabei lagen hörten aufmerksam zu. Danach klatschten sie in die Hände und gaben ihr Geld für ihre Vorstellung. Damals war sie vier.
Oma betete jeden Abend mit ihr. Aber wenn sie im Elternurlaub zu Hause war, wusste sie nix mehr. Sie lernte wie man kocht und Kuchen backt. Im mitten Sommer wenn sie dazu Lust hatte, machte sie Plätzchen. Essen tat sie keine davon. Sie war keine Süße, sie aß lieber Wurst. Bei ihren Eltern bekam sie die schon mit einem Jahr.
Als sie in die Schule kam hatte sie ein Gewicht von 30 Kilo. Sie war sehr groß und schlank. Dann trennten sich die Eltern. Einmal sagte sie zu Oma, wenn du Opa nicht mehr lieb hast, streitet ihr dann auch? Das hatten die Großeltern vorher nicht gewusst.
Sie zog mit ihrer Mutter und deren Freund in eine andere Stadt, und sie kam nur noch in den Ferien. Die alten Leutchen erschraken heftig, das Kind hatte nur noch 25 Kilo. Sie sollte in der Mensa essen, aber das schmeckte ihr nicht. Keiner von ihrer Familie achtete darauf.
Zuhause bekam sie nur Tütensuppe. Pausenbrot mochte sie nicht. Die Großeltern waren verzweifelt. Ihre Eltern hatten beide das Sorgerecht.
Ihr Vater fuhr durch ganz Europa, und kam ganz selten nach Hause. Er war Fernfahrer. Die Kleine hing dann jedes Mal an ihm und beide weinten herzzerreißend, wenn der Abschied nahte. Dann kam er einfach nicht mehr. Wer weiß was er mit ihrer Mutter hatte.
Das Mädchen, mittlerweile zehn Jahre, machte mal wieder Ferien bei der Oma. Drei Monate vorher war der Opa gestorben. Als Ihre Mutter sie abholen wollte, sagte sie der Oma ganz klar ins Gesicht. "Oma, ich komme nicht mehr zu dir, hier gefällt es mir nicht mehr." Ihre Mutter stand daneben und verlangte das Sparbuch und den Schmuck des Kindes. Sollten das die Worte des geliebten Kindes sein, oder hatte man es ihr eingetrichtert?
Das sind nun schon vier Jahre her, seit die Oma etwas von ihr gehört hatte.
Das Kinderzimmer ist noch genau so, wie sie es verlassen hat .Fünfzehn Barbypuppen schlafen im Schrank, das Puppenhaus steht einsam da, die vielen Märchenbücher und Kassetten warten dass sie gelesen oder gehört werden. Elisabeth und Heidi sehen die Oma mit traurigen Puppenaugen an.
Wann kommst Du wieder geliebtes Kind?
Die Großeltern waren sehr glücklich wieder eine Aufgabe zu haben. So wuchs das Kind unter der Woche wohl behütet bei ihnen auf und am Wochenende bei den Eltern.
Seine Großeltern erzogen es, lernten es seine ersten Worte, saßen des Nachts an seinem Bettchen wenn es zahnte, machten Wadenwickel bei Fieber. Sie nahmen ihren Sonnenschein mit in den Urlaub. Den Eltern war das egal, obwohl die Kleine nicht an das Telefon wollte, wenn die Eltern angerufen wurden.
Dann sagte sie immer, Opa, geht du dran, sonst muss ich weinen. Sie hatte ihr Heimweh damit gezeigt.
Ihr Zimmer bei den Großeltern war mit allem ausgestattet, was ein Mädchenherz erfreut. Die Spielsachen hätten einen ganzen Kindergarten gefüllt. Der Opa kaufte ihr einen Pool, ein Zelt ein Fahrrad, Motorrad und ein Auto. Letzte mit Batterie betrieben.
Die schönsten Kleider hingen in ihrem Schrank
Sie konnte Freundinnen aus dem Kindergarten mitbringen.
Oma bekochte dann alle und war stolz weil ihre Enkelin richtig wie eine Italienerin die Spaghetti aß. Alle Märchen kannte sie auswendig. Einmal am Strand erzählte sie die Geschichte von Rotkäppchen. Die Leute die nahe dabei lagen hörten aufmerksam zu. Danach klatschten sie in die Hände und gaben ihr Geld für ihre Vorstellung. Damals war sie vier.
Oma betete jeden Abend mit ihr. Aber wenn sie im Elternurlaub zu Hause war, wusste sie nix mehr. Sie lernte wie man kocht und Kuchen backt. Im mitten Sommer wenn sie dazu Lust hatte, machte sie Plätzchen. Essen tat sie keine davon. Sie war keine Süße, sie aß lieber Wurst. Bei ihren Eltern bekam sie die schon mit einem Jahr.
Als sie in die Schule kam hatte sie ein Gewicht von 30 Kilo. Sie war sehr groß und schlank. Dann trennten sich die Eltern. Einmal sagte sie zu Oma, wenn du Opa nicht mehr lieb hast, streitet ihr dann auch? Das hatten die Großeltern vorher nicht gewusst.
Sie zog mit ihrer Mutter und deren Freund in eine andere Stadt, und sie kam nur noch in den Ferien. Die alten Leutchen erschraken heftig, das Kind hatte nur noch 25 Kilo. Sie sollte in der Mensa essen, aber das schmeckte ihr nicht. Keiner von ihrer Familie achtete darauf.
Zuhause bekam sie nur Tütensuppe. Pausenbrot mochte sie nicht. Die Großeltern waren verzweifelt. Ihre Eltern hatten beide das Sorgerecht.
Ihr Vater fuhr durch ganz Europa, und kam ganz selten nach Hause. Er war Fernfahrer. Die Kleine hing dann jedes Mal an ihm und beide weinten herzzerreißend, wenn der Abschied nahte. Dann kam er einfach nicht mehr. Wer weiß was er mit ihrer Mutter hatte.
Das Mädchen, mittlerweile zehn Jahre, machte mal wieder Ferien bei der Oma. Drei Monate vorher war der Opa gestorben. Als Ihre Mutter sie abholen wollte, sagte sie der Oma ganz klar ins Gesicht. "Oma, ich komme nicht mehr zu dir, hier gefällt es mir nicht mehr." Ihre Mutter stand daneben und verlangte das Sparbuch und den Schmuck des Kindes. Sollten das die Worte des geliebten Kindes sein, oder hatte man es ihr eingetrichtert?
Das sind nun schon vier Jahre her, seit die Oma etwas von ihr gehört hatte.
Das Kinderzimmer ist noch genau so, wie sie es verlassen hat .Fünfzehn Barbypuppen schlafen im Schrank, das Puppenhaus steht einsam da, die vielen Märchenbücher und Kassetten warten dass sie gelesen oder gehört werden. Elisabeth und Heidi sehen die Oma mit traurigen Puppenaugen an.
Wann kommst Du wieder geliebtes Kind?
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