Fremdgehen - der Anfang vom Ende?
Seit Jahrtausenden kennen wir das Gebot der sexuellen Treue, so zum Beispiel als Sechstes Gebot im christlichen Glauben, ähnliche Gebote gibt es in den meisten Kulturen.(Diesen Artikel gibt es auch als Thema im Forum "Liebe und Dating)
Von jeher wurde gegen die Norm der sexuellen Treue verstoßen, vom Altertum bis in die Gegenwart, trotz zum Teil drastischer Strafen. Für uns in Mitteleuropa ist heute sexuelle Untreue kein Fall mehr für die Strafgerichte, wohl aber immer noch häufiger Anlass für Trennung und Scheidung. Es gibt heute keine allgemeine Übereinkunft mehr, was sexuelle Untreue, das so genannte Fremdgehen bedeutet; wir streiten teilweise leidenschaftlich darüber. Wir haben heute in unserer Kultur keine allgemeingültige Wahrheit mehr über diesen Punkt, nur unterschiedliche Standpunkte.
1. „Es ist das Ende“, sagen die Einen.
Die sexuelle Außenbeziehung des Untreuen wird als schwere Kränkung und als Vertrauensbruch erlebt. Die Verletzung ist so tief, das sie kaum verziehen werden kann, zumal dann nicht, wenn die Außenbeziehung länger andauert, oder der Untreue wiederholt fremdgeht. Trennung und Scheidung erscheinen dann als der einzig mögliche Ausweg.
2. „Es ist eine Chance“, sagen Andere.
Wenn es zur Untreue kommt, dann ist die Beziehung schon vorher aus dem Gleichgewicht gekommen. Die Untreue eines der Partner ist die Chance, dies zu erkennen und zu einer vertieften Intimität zu finden. Oft kann dieser Weg allerdings nicht gegangen werden, weil entweder die Verletzung des betrogenen Partners zu tief ist, oder die Änderungsbereitschaft des Untreuen zu gering, oder beides. Manchmal lohnt es sich aber, diesen Weg einzuschlagen.
3. „Es ist eine Lösung“ sagen wieder Andere.
Wenn in einer Beziehung alles stimmt, und nur das Sexuelle nicht, dann kann doch Sex mit einem Dritten eine Lösung sein. Auch dieser Weg wird immer wieder gegangen.
Ich glaube, keine dieser drei Sichtweisen ist die einzig Richtige. Es kommt eben drauf an: Auf den Einzelnen, auf das Paar und auf die Familie. Hier in PN ist oft gesagt worden, Fremdgehen sei das Ende, und könne nicht verziehen werden. Das mag manchmal stimmen. Ich persönlich neige dazu, zunächst an die Chancen zu denken, wenn es zur Untreue kommt; es wird sich erweisen, ob die Beziehung auseinander geht (in vielen Fällen - früher oder später), ob sie einen Neuanfang nimmt (das gibt es wirklich!), oder ob die Außenbeziehung toleriert wird (manchmal möglich). Könnt Ihr euch vorstellen, dass alle drei Sichtweisen ihre Berechtigung haben?
1. „Es ist das Ende“, sagen die Einen.
Die sexuelle Außenbeziehung des Untreuen wird als schwere Kränkung und als Vertrauensbruch erlebt. Die Verletzung ist so tief, das sie kaum verziehen werden kann, zumal dann nicht, wenn die Außenbeziehung länger andauert, oder der Untreue wiederholt fremdgeht. Trennung und Scheidung erscheinen dann als der einzig mögliche Ausweg.
2. „Es ist eine Chance“, sagen Andere.
Wenn es zur Untreue kommt, dann ist die Beziehung schon vorher aus dem Gleichgewicht gekommen. Die Untreue eines der Partner ist die Chance, dies zu erkennen und zu einer vertieften Intimität zu finden. Oft kann dieser Weg allerdings nicht gegangen werden, weil entweder die Verletzung des betrogenen Partners zu tief ist, oder die Änderungsbereitschaft des Untreuen zu gering, oder beides. Manchmal lohnt es sich aber, diesen Weg einzuschlagen.
3. „Es ist eine Lösung“ sagen wieder Andere.
Wenn in einer Beziehung alles stimmt, und nur das Sexuelle nicht, dann kann doch Sex mit einem Dritten eine Lösung sein. Auch dieser Weg wird immer wieder gegangen.
Ich glaube, keine dieser drei Sichtweisen ist die einzig Richtige. Es kommt eben drauf an: Auf den Einzelnen, auf das Paar und auf die Familie. Hier in PN ist oft gesagt worden, Fremdgehen sei das Ende, und könne nicht verziehen werden. Das mag manchmal stimmen. Ich persönlich neige dazu, zunächst an die Chancen zu denken, wenn es zur Untreue kommt; es wird sich erweisen, ob die Beziehung auseinander geht (in vielen Fällen - früher oder später), ob sie einen Neuanfang nimmt (das gibt es wirklich!), oder ob die Außenbeziehung toleriert wird (manchmal möglich). Könnt Ihr euch vorstellen, dass alle drei Sichtweisen ihre Berechtigung haben?
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