Der Frühling in unseren Breiten

verändert die sonst so gescheiten

und cleveren Leute.

Sie werden zur Beute

des Frohsinns, und das schon beizeiten.

 

Im Norden werd ich jetzt beginnen

und mir ein paar Verse ersinnen.

Mit Limericks reimen

die jetzt in mir keimen.

Der Rhythmus steckt schon im mir drinnen.

 

Die Leute aus Heide in Holstein

trinken mit sich selbst auf ihr Wohlsein.

Und stimmt dann der Pegel

dann streicht man die Segel.

Die Wirkung wird vom Alkohol sein.

 

Am Elbestrom liegt die Stadt Glückstadt

wo „jedeenen bannig veel“ Glück hat.

Auch Pech gibt’s zuweilen.

Da muss man sich eilen,

dass man von dem Glück noch ein Stück hat.

 

Was passt zu der Hansestadt Bremen?

Dass sich dort die Leute benehmen?

dort bin ich geboren,

hab nichts dort verloren.

Dafür sollt ich mich wirklich schämen.

 

Weit östlich liegt unsere Hauptstadt.

Die Fremden hat man überhaupt satt.

Nur lauter Touristen,

und was die vermissten

wohl manch Krimineller geraubt hat.

 

In Laipzsch gibts nix als plohs Sachsn,

und denen is geeno gewachsn.

Nur sparsame Leute,

und nicht erst seit heute.

Man fährt fast nur Bus, selten Taxen.

 

Doch kommst du erst nach Sindelfingen

wird dir nur als Schwab was gelingen.

Von sparsam bis geizig,

wie kaum anderweitig,

wird man dir die Kohle entringen.

 

Und München – zum Schluss – ist nicht Bayern.

Denn die dort Oktoberfest feiern

sind Preußen und Schwaben,

die, das kann man haben

meist hinter die Bierzelte reiern.

 

Mein Rundgang durch deutsches Gelände

geht mit diesem Reim jetzt zuende.

Manch Stadt ließ ich weg.

Denn zu diesem Zweck

da bräuchte man riesige Bände.