Functional Food. Eine Welt der Wunder?
Können wir uns bald gesund essen? Immer mehr drängt sich Functional Food (auch Designer-Lebensmittel oder Nutraceuticals) in die Regale der Supermärkte. Sie versprechen viel, aber halten sie auch, was sie versprechen?
Ein Traum wird wahr: Durch den durchdachten und gezielten Griff ins Supermarktregal kann ich mir meine Gesundheit einkaufen: Joghurt für die Darmflora, Margarine zur Senkung des Cholesterinspiegels und vielleicht in zehn Jahren tatsächlich die Pizza, die zur Gewichtsreduktion führt. Für die einen ein Traum, für andere eine Horrorvorstellung, weil alles noch viel komplizierter wird.
Die EU unternimmt nun den Versuch die Verpackungsversprechen zu regulieren (Health-Claim-Verordnung, gültig ab Juli). Darauf wird sicherlich ein weiterer Bürokratie-Schub folgen, aber vielleicht auch ein besserer Schutz der Verbraucher. So darf zum Beispiel nur noch mit der Fettfreiheit von Produkten geworben werden, wenn sie einen bestimmten Zuckergehalt nicht übersteigen, ansonsten müsste der Hinweis auf den hohen Zuckergehalt mit angeführt werden. Allerdings dürfen Hersteller nun auch konkret mit einer gesundheitsfördernder Wirkung werben, wenn sie diese durch wissenschaftliche Studien belegen können.
Zu beachten ist, dass Wirkstoffe nicht bei allen Menschen gleich wirken und die Wirkung oft nur schwach ausgeprägt ist. Um tatsächlich eine Erkenntnis darüber zu erlangen, müsste man genauer hinschauen und genau darauf hingewiesen werden, wie viel man von einem Produkt essen muss, damit tatsächlich ein Effekt eintritt. Außerdem ist oft unklar, ob die nachgewiesene Wirkung auch tatsächlich den gesundheitsförderlichen Effekt erzielt.
Das führt zum einen zu der spannenden Frage, ob demnächst ein Beipackzettel für Nahrungsmittel nötig sein wird. Zum anderen, ob es nicht auch zu unerwünschten Wechselwirkungen unterschiedlicher funktionalen Lebensmittel kommen kann. Ein Zuviel von irgendeinem Inhaltstoff oder eventuelle Wechselwirkungen von Inhaltsstoffen können auch Schaden anrichten.
Es wird spannend sein, weiter zu verfolgen, wie der Markt sich entwickeln wird. Wie in so vielen anderen Bereichen sind wir einer steigenden Komplexität ausgesetzt. Es heißt genau hinzuschauen was für uns sinnvoll ist. Wie sehr sehne ich mich nach den Zeiten, als es noch hieß, man müsse nur viel Obst und Gemüse essen, um gesund zu bleiben...
Stellungnahme des Bundesinstituts für Risikobewertung:
http://www.bfr.bund.de/cd/152
Kompetenzzentrum für functional food in Niedersachsen
http://www.functional-food.org/kpz-ff07.htm
Seite von Planet Wissen
http://www.planet-wissen.de/pw/Artikel,,,,,,,AD210DF7C69F3AF9E034080009B14B8F,,,,,,,,,,,,,,,.html
Zeitungsartikel
http://www.zeit.de/2006/46/E-Nestl
Die EU unternimmt nun den Versuch die Verpackungsversprechen zu regulieren (Health-Claim-Verordnung, gültig ab Juli). Darauf wird sicherlich ein weiterer Bürokratie-Schub folgen, aber vielleicht auch ein besserer Schutz der Verbraucher. So darf zum Beispiel nur noch mit der Fettfreiheit von Produkten geworben werden, wenn sie einen bestimmten Zuckergehalt nicht übersteigen, ansonsten müsste der Hinweis auf den hohen Zuckergehalt mit angeführt werden. Allerdings dürfen Hersteller nun auch konkret mit einer gesundheitsfördernder Wirkung werben, wenn sie diese durch wissenschaftliche Studien belegen können.
Zu beachten ist, dass Wirkstoffe nicht bei allen Menschen gleich wirken und die Wirkung oft nur schwach ausgeprägt ist. Um tatsächlich eine Erkenntnis darüber zu erlangen, müsste man genauer hinschauen und genau darauf hingewiesen werden, wie viel man von einem Produkt essen muss, damit tatsächlich ein Effekt eintritt. Außerdem ist oft unklar, ob die nachgewiesene Wirkung auch tatsächlich den gesundheitsförderlichen Effekt erzielt.
Das führt zum einen zu der spannenden Frage, ob demnächst ein Beipackzettel für Nahrungsmittel nötig sein wird. Zum anderen, ob es nicht auch zu unerwünschten Wechselwirkungen unterschiedlicher funktionalen Lebensmittel kommen kann. Ein Zuviel von irgendeinem Inhaltstoff oder eventuelle Wechselwirkungen von Inhaltsstoffen können auch Schaden anrichten.
Es wird spannend sein, weiter zu verfolgen, wie der Markt sich entwickeln wird. Wie in so vielen anderen Bereichen sind wir einer steigenden Komplexität ausgesetzt. Es heißt genau hinzuschauen was für uns sinnvoll ist. Wie sehr sehne ich mich nach den Zeiten, als es noch hieß, man müsse nur viel Obst und Gemüse essen, um gesund zu bleiben...
Stellungnahme des Bundesinstituts für Risikobewertung:
http://www.bfr.bund.de/cd/152
Kompetenzzentrum für functional food in Niedersachsen
http://www.functional-food.org/kpz-ff07.htm
Seite von Planet Wissen
http://www.planet-wissen.de/pw/Artikel,,,,,,,AD210DF7C69F3AF9E034080009B14B8F,,,,,,,,,,,,,,,.html
Zeitungsartikel
http://www.zeit.de/2006/46/E-Nestl
1 Platiner gefällt der Artikel
Gefällt mir auch
Kommentare zum Artikel